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„Der verschossene Elfmeter war der Knackpunkt“ – SC Reisenberg hadert mit dem 1:3 zum Auftakt

SC Reisenberg
Göttlesbrunn - Arbesthal

Zum Auftakt in der 1. Klasse Ost hat der SC Reisenberg gegen SC Göttlesbrunn - Arbesthal eine 1:3-Heimniederlage hinnehmen müssen. Nach Einschätzung von Obmann Lukas Vlcek fiel das Ergebnis aber klarer aus, als es der Spielverlauf hergab. SC Reisenberg war nach seiner Sicht lange ebenbürtig, kam nach dem Rückstand zurück und haderte vor allem mit einem verschossenen Elfmeter, den Vlcek als entscheidenden Moment der Partie bezeichnete.

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Ausgeglichen begonnen, nach dem 1:1 wieder voll drin

Lukas Vlcek schilderte eine Partie, in die beide Mannschaften erst hineinfinden mussten. „In der ersten Halbzeit waren wir ebenbürtig, wenn nicht sogar einen Tick besser. Es hat ein wenig gedauert, bis sich beide Mannschaften zurechtgefunden haben. Das Tempo der Partie war am Anfang wirklich gut“, sagte der Obmann von SC Reisenberg. Früh geriet SC Reisenberg dennoch in Rückstand, als Tobias Puchinger in der 11. Minute das 0:1 für SC Göttlesbrunn - Arbesthal erzielte. Vlcek zufolge war der Szene ein fragwürdiger Elfmeterpfiff vorausgegangen, stellte seine Sicht aber klar als persönliche Einschätzung dar. Wichtig war für SC Reisenberg vor allem, dass die Antwort noch vor der Pause kam. In der 37. Minute fiel nach einem Eckball das 1:1, Martin Sulik köpfte zum Ausgleich ein. Mit diesem Zwischenstand ging es dann auch in die Kabinen.

Der verschossene Elfmeter und das 1:2 als Wendepunkt

Nach dem Seitenwechsel kam jene Szene, die aus Sicht des SC Reisenberg zum Knackpunkt wurde. „Der verschossene Elfmeter war der Knackpunkt“, sagte Vlcek ohne Umschweife. Für ihn hätte sich das Spiel in diesem Moment in die andere Richtung drehen können: „Wenn wir da in Führung gehen, geht sich das wahrscheinlich in unsere Richtung aus.“ Stattdessen fiel in der 62. Minute das 1:2, wieder traf Tobias Puchinger für SC Göttlesbrunn - Arbesthal. Vlcek sprach dabei von zwei Eigenfehlern beim SC Reisenberg und verwies auf einen schnell ausgeführten Einwurf, nach dem seine Hintermannschaft schlecht erwischt worden sei. Trotzdem blieb der SC Reisenberg nach seiner Darstellung im Spiel. Der Obmann sprach davon, dass seine Mannschaft in der letzten halben Stunde deutlich besser gewesen sei, alles nach vorne geworfen habe und auf das 2:2 gegangen sei. Den Schlusspunkt setzte aber SC Göttlesbrunn - Arbesthal: In der 86. Minute traf Florian Puchinger im Konter zum 1:3.

Vlcek sieht gute Ansätze, aber auch klare Unterschiede

Gerade deshalb fiel die Analyse von Vlcek trotz der Niederlage differenziert aus. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, betonte er, und diese Aussage zog sich durch seine gesamte Einordnung. Die Mannschaft habe einen fitten Eindruck gemacht, über weite Strecken das Spiel kontrolliert und fußballerisch viel gut gemacht. Gleichzeitig sprach Vlcek aber auch an, woran es in manchen Szenen noch fehlte. „In manchen Situationen haben wir vielleicht nicht die nötige Konsequenz oder auch nicht das nötige Selbstvertrauen gehabt, das alles fußballerisch zu lösen, das sei ihnen aber nach der Seuchensaison vom letzten Jahr verziehen“, sagte er. Dazu kamen laut Vlcek noch zwei oder drei gute Chancen, bei denen für SC Reisenberg ein weiteres Tor möglich gewesen wäre. Deshalb blieb bei ihm das Gefühl, dass mehr drinnen war. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, meinte der Obmann, der trotz des Fehlstarts ausdrücklich betonte, dass dies eine Leistung sei, „auf die man in den nächsten Wochen aufbauen kann“.

Warum SC Göttlesbrunn - Arbesthal die Punkte mitnahm

Warum es am Ende dennoch nichts Zählbares für den SC Reisenberg gab, machte Vlcek vor allem an zwei Punkten fest. „SC Göttlesbrunn - Arbesthal war in den Zweikämpfen einen Tick besser“ und habe auch aggressiver agiert, sagte er. Noch deutlicher fiel sein Urteil über das Umschaltspiel des Gegners aus: „Was wirklich hervorsticht, ist das Umschaltspiel.“ SC Göttlesbrunn - Arbesthal habe kompakt verteidigt, auf Ballgewinne gewartet und dann mit wenigen Pässen schnell umgeschaltet. Besonders hob Vlcek dabei Tobias Puchinger hervor, über den viel Tempo nach vorne entstanden sei. Der größte Unterschied lag für ihn letztlich in der Effizienz. „Sie haben ihre Chancen eiskalt genutzt“, sagte Vlcek. Auch zur Schiedsrichterleistung äußerte er sich, blieb dabei aber sachlich. Mit einigen Entscheidungen, speziell in der ersten Halbzeit und beim Elfmeter zum 0:1, sei er nicht einverstanden gewesen. So blieb unter dem Strich eine Niederlage, mit der SC Reisenberg hadert, aber auch ein Auftritt, aus dem der Klub laut seinem Obmann dennoch Positives mitnehmen will.

1. Klasse Ost: Reisenberg : Göttlesbrunn - Arbesthal - 1:3 (1:1)

  • 86
    Florian Puchinger 1:3
  • 62
    Tobias Puchinger 1:2
  • 37
    Martin Sulik 1:1
  • 11
    Tobias Puchinger 0:1