In der 1. Klasse Ost hat sich ATSV Fischamend im Duell mit SC Höflein mit 2:0 durchgesetzt und damit ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Trainer Günther Kastner sah einen starken Auftritt seiner Mannschaft, die lange auf die Belohnung warten musste und sich dann über Florian Chilla und Lukas Kastner durchsetzte. Vor allem der Siegeswille und die taktische Disziplin gaben für ihn den Ausschlag.

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ATSV Fischamend war laut seinem Trainer von Beginn an sofort in der Partie. „Wir sind super in die Partie gestartet“, sagte Günther Kastner, und er konnte diese Einschätzung auch mit mehreren Möglichkeiten begründen. Schon nach fünf Minuten hatte Florian Chilla die erste große Chance, nachdem Buba Conteh eine Hereingabe gebracht hatte. Später kam Chilla noch einmal zu einer hundertprozentigen Möglichkeit, doch diesmal klärte ein Verteidiger von SC Höflein noch vor der Linie. Dazwischen und danach entwickelte sich eine über weite Strecken ausgeglichene Partie, in der der Gast mit zunehmender Dauer mehr Druck aufbaute. ATSV Fischamend blieb aber gefährlich, etwa nach einem Standard, als Stefan Sandriesser frei zum Kopfball kam, den Ball aber genau in die Hände des Torwarts setzte. Kurz vor der Pause hatte auch Lukas Kastner noch eine gute Gelegenheit, als er am Elfer freistehend knapp daneben schoss. So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen, obwohl für die Hausherren schon davor mehr drinnen gewesen wäre.
Die Führung fiel dann kurz nach dem Seitenwechsel und entsprach genau jenem Umschaltspiel, das Kastner später besonders lobte. Buba Conteh gewann im Mittelfeld den Ball, Fischamend spielte über Florin Pop die Situation schnell zu Ende und am Ende drückte Florian Chilla den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie. Mit dem Treffer in der 56. Minute änderte sich der Rhythmus der Partie. SC Höflein erhöhte sofort das Tempo und kam zu zwei Topchancen, doch beide Male war Philipp Mader zur Stelle und hielt die Führung fest. Kastner sprach von „sensationellen“ Paraden seines Torhüters. Die Entscheidung fiel erst in der 86. Minute, als Lukas Kastner in der eigenen Hälfte loszog, drei Gegenspieler aussteigen ließ und von außerhalb des Sechzehners genau ins Eck traf. Selbst danach war noch nicht ganz Ruhe, denn in der 92. Minute setzte SC Höflein einen Kopfball an die Stange. „Der entscheidende Moment war sicher das 2:0 kurz vor Schluss“, sagte Kastner, verwies aber gleichzeitig darauf, dass selbst dann gegen diesen Gegner noch nichts endgültig entschieden war.
Für Günther Kastner lag der Unterschied zwischen beiden Mannschaften nicht allein in den zwei Toren, sondern vor allem in der Art, wie ATSV Fischamend dieses Spiel angenommen hat. „Der Siegeswille war da. Wir haben uns taktisch sehr, sehr klug verhalten, uns an alle Vorgaben gehalten und einer hat für den anderen gekämpft“, sagte der Trainer. Besonders zufrieden war er mit dem Kampfgeist, der taktischen Einstellung und dem Umschaltspiel. „Da hat beides wirklich sehr gut funktioniert. Auch spielerisch waren sehr gute Momente dabei“, meinte Kastner. Gleichzeitig machte er keinen Hehl daraus, wo noch Luft nach oben ist. Gerade die erste Halbzeit blieb für ihn ein Thema, weil seine Mannschaft vier hochkarätige Chancen hatte und sich dafür nicht früher belohnte. „Da kann man schon das eine oder andere Tor machen“, sagte er. Dass es am Ende trotzdem reichte, lag für ihn auch daran, dass seine Mannschaft konditionell auf der Höhe war und das Tempo über 90 Minuten halten konnte.
Den Gegner ordnete Kastner trotz der Niederlage klar als starke Mannschaft ein. SC Höflein sei für ihn „Titelkandidat Nummer eins“, und genau deshalb bewertete er den Auftritt seiner Elf hoch. „Man kann sich gegen so eine Mannschaft nie in Sicherheit wiegen. Die können aus dem Nichts Tore machen“, sagte er mit Blick auf die Schlussphase und den Kopfball an die Stange in der Nachspielzeit. Neben dem Sportlichen sprach Kastner auch eine Szene vor der Pause an, die vom unparteiischen nicht geahndet wurde. Unterm Strich überwog für ATSV Fischamend aber klar der Ertrag dieses Abends. Mit sieben Punkten aus drei Spielen bleibt die Mannschaft in der Spitzengruppe und hat gegen einen hoch eingeschätzten Gegner gezeigt, dass sie nicht nur mithalten, sondern so ein Spiel auch zu Ende bringen kann.