In der 1. Klasse Ost hat der ASC Götzendorf Oranjezz den SC Reisenberg am Freitagabend in Runde vier klar mit 7:1 besiegt. Aus Sicht von Reisenbergs Obmann Lukas Vlcek war die Sache deutlich. „Götzendorf hat hochverdient gewonnen“, sagte er nach dem Spiel und sprach von einer Leistung, mit der er nach zwei enttäuschenden Wochen überhaupt nicht einverstanden war.

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Dabei hatte Reisenberg laut Vlcek zunächst genau das gezeigt, was man sich nach der Trainingswoche vorgenommen hatte. „Die ersten fünfzehn, zwanzig Minuten haben wir ein anderes Gesicht der Mannschaft gesehen“, sagte der Obmann. In dieser Phase wäre aus seiner Sicht sogar mehr drinnen gewesen. „Am Anfang musst du wahrscheinlich ein Tor machen, dann schaut das Ganze vielleicht ein bisschen anders aus“, meinte Vlcek. Stattdessen drehte Götzendorf die Partie ab der 26. Minute klar auf seine Seite. Soma Lörinczy brachte die Gastgeber mit dem 1:0 in Führung, legte in der 31. Minute das 2:0 nach und machte in der 34. Minute auch das 3:0. Als Marcel Lücke nur eine Minute später auf 4:0 stellte, war der ordentliche Beginn der Gäste binnen kürzester Zeit dahin.
Gerade diese Phase war für Vlcek der entscheidende Abschnitt des Spiels. Er sagte, dass die Gegentore in diesen Minuten im Grunde immer nach demselben Muster gefallen seien. „Die ersten drei Tore waren alle ident“, erklärte er und verwies darauf, dass dabei dieselben Fehler wie schon in der Vorwoche sichtbar wurden. „Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen“, sagte Vlcek, und genau darin sah er einen der Hauptgründe, warum seine Mannschaft den Zugriff verlor. Reisenberg kam in der 43. Minute zwar noch einmal auf 1:4 heran, als Alfred Werner traf. Viel Halt gab dieser Treffer aber nicht, denn noch vor dem Pausenpfiff legte Götzendorf nach. Marcel Lücke traf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auch zum 5:1, womit die Gastgeber schon zur Pause klar vorne lagen.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aus Reisenberger Sicht nicht mehr entscheidend. Vlcek sprach davon, dass seine Mannschaft nach vorne eigentlich kaum Chancen kreiert habe, während Götzendorf seinen Plan weiter durchzog. Zalan Barna Nagy erhöhte in der 71. Minute auf 6:1 und setzte in der 87. Minute mit dem 7:1 den Schlusspunkt. Entsprechend deutlich fiel das Gesamturteil des Obmanns aus. „Im Großen und Ganzen hat Götzendorf hochverdient gewonnen und war über neunzig Minuten die bessere Mannschaft“, sagte er. Noch schärfer wurde er bei der eigenen Leistung: „Qualität, Wille, Einsatzbereitschaft und Motivation“ hätten gefehlt, „erschreckend ist, dass zurzeit nicht mal die einfachen Dinge funktionieren.“ Positive Punkte wollte er keine hervorheben. Den Gegner beschrieb Vlcek als Team, das „alles kurz und schnell rausgespielt“ habe, während der Schiedsrichter aus seiner Sicht „in Ordnung“ war. Für Reisenberg bleibt damit nach vier Runden der Fehlstart ohne Punkt bestehen, und auch deshalb sprach Vlcek von der „zweiten Woche in Folge“, die für seine Mannschaft „sehr enttäuschend“ gewesen sei.