Spielberichte

"Wir machen es dem Gegner zu leicht" – Berg bleibt nach 0:2 weiter ohne Punkte

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Sportfreunde Berg
SV Zwölfaxing

In der 1. Klasse Ost mussten sich die Sportfreunde Berg in Runde vier dem SV Zwölfaxing mit 0:2 geschlagen geben. Für Trainer Horst Winkler passte das Ergebnis schmerzhaft ins bisherige Bild: Berg musste nach zwei Gegentoren wieder einem Rückstand nachlaufen, ließ vorne gute Möglichkeiten ungenützt und stand damit auch nach dem vierten Spiel noch ohne Zähler da. Gerade weil seine Mannschaft nach der Pause zulegte, war der Frust spürbar.

Mannschaft schwört sich vor dem Spiel ein - im Vordergrund ist das Tor zu sehen

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Wieder früh ins Hintertreffen geraten

Winkler musste nach dem Schlusspfiff gar nicht lange nach den Gründen suchen. "Es ist jede Woche dasselbe. Wir machen hinten individuelle Fehler, sind immer im Rückstand und versuchen dann, wieder ins Spiel zu kommen", sagte der Berg-Coach. Genau dieses Muster zeigte sich auch diesmal. Zwölfaxing kam in der 23. Minute zur Führung, als Julian Hentschl das 0:1 erzielte. Für Winkler lag der Fehler klar in der Zuordnung. "Der hohe Ball kommt auf die zweite Stange, dort steht ein Spieler ganz allein. Da fehlt die Zuordnung, der darf dort nicht alleine stehen", brachte er die Szene auf den Punkt. Berg war damit wieder früh gezwungen, einem Rückstand nachzulaufen, und genau das ist für den Trainer derzeit eines der größten Probleme seiner Mannschaft.

Nach der Pause mehr Druck, aber kein Ertrag

Dass es für Berg noch schwieriger werden würde, zeigte sich kurz nach Wiederbeginn. In der 51. Minute erhöhte Balint Szilagyi auf 0:2, und auch dieses Gegentor gefiel Winkler überhaupt nicht. "Beim 2:0 kommt der Verteidiger zu spät. Auch vorher haben wir die Eins-gegen-eins-Situationen nicht für uns entschieden, und dann geht es zu einfach", erklärte er. Trotzdem war das Spiel für ihn damit noch nicht gelaufen, weil seine Mannschaft danach viel investierte. "In der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft. Wir haben viel Druck nach vorne gemacht und auch unsere Torchancen gehabt", sagte Winkler. Berg stellte hinten um, löste die Viererkette auf und warf mehr nach vorne. Die beste Phase blieb aber unbelohnt. Marian Timm traf einmal die Latte und hatte in einer Aktion zweimal vor dem Torhüter die Chance auf den Anschlusstreffer. Das muss man machen. Dazu gab es noch eine große Möglichkeit durch Samuel Homola vor dem Tor. Gerade diese Szenen ärgerten den Trainer, weil aus seiner Sicht sehr wohl noch etwas möglich gewesen wäre.

Auf Augenhöhe, aber wieder ohne Punkte

Winkler sah insgesamt keinen großen Qualitätsunterschied zwischen den beiden Mannschaften, sehr wohl aber einen Unterschied in der Effizienz. "Vom Spiel her war nicht viel Unterschied. In der ersten Halbzeit war Zwölfaxing vielleicht besser im Spiel als wir, in der zweiten Halbzeit waren wir besser im Spiel", meinte er. Seine Kernaussage war deutlich: "Wir waren auf Augenhöhe. Wir waren sicher nicht die schlechtere Mannschaft, aber wir stehen wieder ohne Punkte da." Dass der Schiedsrichter dabei kein Thema war, stellte der Trainer ebenso klar fest. "Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung. Wir haben unsere Torchancen einfach nicht genützt." Nach vier Spielen und null Punkten bleibt die Lage bei Berg angespannt, auch wenn Winkler der Mannschaft die Einstellung nicht abspricht. "Die Moral der Mannschaft ist in Ordnung. Wir kämpfen, aber es gelingt im Moment nicht. Wir müssen einfach weiterarbeiten und versuchen, irgendwann zu punkten." Damit ist die Richtung vorgegeben, auch wenn der Trainer offen zugibt, dass die Situation "sehr, sehr schwierig" ist.

1. Klasse Ost: Berg : Zwölfaxing - 0:2 (0:1)

  • 51
    Balint Szilagyi 0:2
  • 23
    Julian Hentschl 0:1