Spielberichte

„Nur hinten drinstehen wird auf Dauer nicht gut gehen“ – Fischamend bringt das 3:1 in Eichkogel heim

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ASK Eichkogel
ATSV Fischamend

In der 1. Klasse Ost hat ATSV Fischamend am Samstag bei ASK Eichkogel mit 3:1 gewonnen. Trainer Günther Kastner sah einen verdienten Auswärtssieg seiner Mannschaft, sprach nach den 90 Minuten aber auch einen klaren Kritikpunkt an. Vor allem die zweite Hälfte gefiel ihm nicht durchgehend, weil sich sein Team nach dem 3:1 zu weit zurückdrängen ließ und Eichkogel damit wieder ins Spiel brachte.

Spieler hilft einem Mitspieler beim Lösen eines Krampfs

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Schnelle Antwort nach dem Rückstand

Aus Sicht von Kastner begann die Partie für Fischamend durchaus vielversprechend. „Wir sind gut in die Partie hineingestartet“, sagte der Trainer und erinnerte dabei gleich an eine frühe Möglichkeit für Luciano Pizzonia, die noch ungenutzt blieb. Danach geriet seine Mannschaft dennoch in Rückstand, als Zente Fönyedi in der 12. Minute das 1:0 für Eichkogel erzielte. Entscheidend war für Kastner aber die Reaktion darauf. Fischamend ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen und kam nur zwei Minuten später durch Luciano Pizzonia zum 1:1. Kastner sprach davon, dass seine Mannschaft danach „das Spiel eigentlich in die Hand genommen“ habe. Dazu passte auch, dass die Gäste in dieser Phase mehrere gute Möglichkeiten vorfanden, die laut Kastner großteils vom Eichkogler Torhüter entschärft wurden. Noch vor der Pause fiel dann auch die Führung: In der 33. Minute traf Florin-Vladut Pop zum 2:1. Kastner hob diese Szene besonders hervor, weil dem Treffer eine starke Aktion aus der Defensive vorausging und Fischamend damit eine bis dahin gute erste Halbzeit auch auf der Anzeigetafel in Führung brachte.

Das 3:1 gab Ruhe, ganz sicher war sich Kastner trotzdem nie

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel legte Fischamend nach und stellte in der 50. Minute erneut durch Florin-Vladut Pop auf 3:1. Es war ein wichtiger Treffer, weil er dem Auswärtsteam zunächst ein Polster verschaffte. Ganz beruhigt war Kastner aber trotzdem nicht. „Das war auf Messers Schneide, muss man sagen, auch noch beim 3:1“, erklärte er. Der Grund dafür lag für ihn weniger in klaren Großchancen des Gegners als in der Art, wie sich das Spiel entwickelte. Fischamend wurde nach seiner Einschätzung zu passiv, ließ Eichkogel mehr vom Spiel und musste sich in der Folge gegen viele Bälle über die Seiten und hohe Hereingaben in den Strafraum wehren. Kastner sprach von einigen Halbchancen, bei denen aus seiner Sicht immer etwas passieren könne, sei es durch einen unglücklichen Ballkontakt oder eine strittige Szene. Dazu kam noch eine Situation, die den Gästen vielleicht endgültig den Deckel hätte bringen können: Fischamend erzielte laut Kastner sogar ein reguläres 4:1, das wegen einer vom Schiedsrichter gesehenen Abseitsstellung aberkannt wurde. Trotz dieser Phase hielt seine Mannschaft den Vorsprung aber fest und verteidigte die Schlussviertelstunde nach Meinung ihres Trainers sehr ordentlich.

Kampfgeist als Trumpf, in der Umsetzung des Plans sieht Kastner Luft nach oben

Dass Fischamend die Partie schließlich für sich entschied, führte Kastner in erster Linie auf eine Grundeigenschaft seiner Mannschaft zurück. „Definitiv im Kampfgeist. Der unbedingte Wille, das Spiel zu gewinnen war auf jeden Fall da“, sagte er. Gerade weil spielerisch nach der Pause nicht mehr alles so lief, wie es sich der Trainer vorgestellt hatte, bekam dieser Punkt für ihn zusätzliches Gewicht. Er verwies auch auf die warmen Bedingungen, machte aber zugleich deutlich, dass das keine Ausrede sein soll. Vielmehr will er mit seinem Team an genau jener Phase arbeiten, in der man sich zu weit nach hinten drängen ließ. „In dem Spiel definitiv in der Umsetzung des Matchplans“, nannte er als wichtigstes Verbesserungsthema und ergänzte mit Blick auf künftige Aufgaben: „Nur hinten drinstehen wird auf Dauer nicht gut gehen.“ Den Gegner ordnete Kastner respektvoll ein, Eichkogel sei eine „sehr gute, kompakte und stabile Mannschaft“. Für Fischamend stehen nach vier Runden damit zehn Punkte und Rang drei zu Buche. Zum Schluss fand Kastner noch einen persönlichen Satz in Richtung Gastgeber und wünschte einem offenbar verletzten Eichkogler U23 Spieler alles Gute.

1. Klasse Ost: Eichkogel : Fischamend - 1:3 (1:2)

  • 50
    Florin-Vladut Pop 1:3
  • 33
    Florin-Vladut Pop 1:2
  • 14
    Luciano Pizzonia 1:1
  • 12
    Zente Fönyedi 1:0