Spielberichte

„Der Ausgleich war ganz wichtig“: Breitenfurt dreht frühes 0:1 noch vor der Pause deutlich

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SK Breitenfurt
Kaltenleutgeben

In der 1. Klasse Ost hat sich SK Breitenfurt gegen ASK Kaltenleutgeben nach einem frühen Rückstand klar mit 5:1 durchgesetzt. Trainer Christopher Walch sah dabei vor allem drei Treffer als entscheidend an: den schnellen Ausgleich, das 3:1 unmittelbar vor der Pause und das 4:1 direkt nach Wiederbeginn. Gerade weil seine Mannschaft anfangs Probleme hatte, ordnete er den Heimsieg als umso wertvoller ein.

Mannschaft schwört sich vor dem Spiel ein - im Vordergrund ist das Tor zu sehen

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Ein früher Dämpfer und dann die Wende vor der Pause

Der Nachmittag begann für Breitenfurt alles andere als angenehm. Schon in der 4. Minute gingen die Gäste durch Elias Roohi Fard mit 1:0 in Führung, und Walch sprach danach offen von einem Fehler in der eigenen Defensive. „Von uns war das ein Abwehrfehler. Oliver Beer hat in den Rücken gespielt und den Stürmer übersehen“, erklärte der Breitenfurt-Coach. Dazu kam, dass Kaltenleutgeben in der Anfangsphase genau so auftrat, wie es der Trainer schilderte: mutig, aggressiv gegen den Ball und sehr giftig in den Zweikämpfen. „Die erste halbe Stunde war Kaltenleutgeben sehr aggressiv gegen den Ball. Da haben wir uns schwer getan“, sagte Walch. Entscheidend war aus seiner Sicht deshalb, dass seine Mannschaft nicht die Ruhe verlor. Breitenfurt arbeitete sich trotz des frühen Rückstands in die Partie hinein und kam in der 22. Minute durch Michael Germ zum 1:1. Walch nannte dieses Tor im Nachhinein einen Schlüsselmoment: „Der Ausgleich war auf jeden Fall ganz wichtig. Wenn der nicht bald gelingt, kann es mühsam werden.“ Mit dem 1:1 kippte das Spiel Schritt für Schritt. Michael Germ legte in der 34. Minute das 2:1 nach, und kurz vor der Pause hätte Rafael Reisinger die Führung sogar noch früher ausbauen können, traf aber die Doppelstange. Umso bedeutsamer war dann das 3:1 in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, als Nicola Magdelinic noch vor dem Seitenwechsel erhöhte. „Das war sehr, sehr wichtig, dass wir da mit zwei Toren Vorsprung in die Pause gegangen sind“, hielt Walch fest.

Das 4:1 nimmt dem Spiel endgültig die Spannung

Was sich vor der Pause schon angedeutet hatte, wurde nach dem Seitenwechsel noch klarer. Breitenfurt kam laut seinem Trainer „super aus der Pause raus“ und setzte gleich den nächsten Treffer nach. In der 48. Minute stellte Halil Erbay auf 4:1, und genau dieses Tor war für Walch der Moment, in dem die Partie endgültig in die gewünschte Richtung lief. „Gleich nach der Halbzeitpause, das 4:1 war der Moment, wo man sagt: Das Spiel geht nicht mehr verloren“, meinte der Trainer. Danach hatte Breitenfurt die Begegnung aus seiner Sicht fest im Griff. Walch sprach von mehr Ballbesitz, mehr Spielanteilen und auch von den klareren Möglichkeiten. Seine Mannschaft blieb am Drücker, ließ den Gegner nicht mehr wirklich zurückkommen und kontrollierte das Geschehen deutlich souveräner als noch in der hektischen ersten halben Stunde. Dass am Ende noch das 5:1 fiel, passte ins Bild eines Nachmittags, der für die Gastgeber immer klarer wurde. Denis Omerovic setzte in der 90. Minute den Schlusspunkt. Walch fand daher auch ein eindeutiges Gesamturteil: „Alles in allem war es ein verdienter Sieg, auch in der Höhe.“

Ruhe nach dem Rückstand als Stärke, beim Start und im Abschluss noch Luft nach oben

Neben dem Ergebnis hob der Breitenfurt-Trainer vor allem die Reaktion seiner Mannschaft hervor. Gerade nach dem frühen 0:1 sei es wichtig gewesen, nicht unruhig zu werden und nicht vom eigenen Plan abzuweichen. „Wir haben einfach die Ruhe bewahrt. Auch nach dem schnellen Gegentreffer sind wir nicht unruhig geworden und haben probiert, unser Spiel durchzuziehen“, sagte Walch. Dass Breitenfurt im Lauf des Nachmittags immer dominanter wurde, führte er auch darauf zurück, dass sein Team körperlich zulegte und den Gegner mehr und mehr zurückdrängte. Gleichzeitig beließ es der Coach nicht beim Lob. Trotz des klaren 5:1 sprach er zwei Punkte an, an denen seine Mannschaft weiter arbeiten müsse. „Wir müssen schauen, dass wir noch besser in die Partien starten“, erklärte Walch, und auch bei der Chancenauswertung sieht er noch Potenzial: „Da haben wir sicher noch Verbesserungspotenzial, dass wir die Chancen besser fertigspielen, gerade im letzten Drittel.“ Den Gegner beurteilte er fair und ohne jedes Herunterspielen des Ergebnisses. Kaltenleutgeben habe vor allem in den ersten 30 Minuten „wirklich sehr gut dagegen gehalten“ und den Hausherren das Leben schwer gemacht. Für Breitenfurt steht damit nach vier Runden weiterhin eine makellose Punkteausbeute von zwölf Zählern, und der deutliche Heimsieg passt genau zu einem Auftritt, der nach wackligem Beginn immer überzeugender wurde.

1. Klasse Ost: Breitenfurt : Kaltenleutgeben - 5:1 (3:1)

  • 90
    Denis Omerovic 5:1
  • 48
    Halil Erbay 4:1
  • 46
    Nicola Magdelinic 3:1
  • 34
    Michael Germ 2:1
  • 22
    Michael Germ 1:1
  • 4
    Elias Roohi Fard 0:1