In der 1. Klasse Ost hat ASK Klein-Neusiedl das Heimspiel gegen SC Achau klar mit 8:1 gewonnen. Trainer Martin Karner sprach danach von einer „klaren Angelegenheit“ und sah den Grund dafür vor allem in der starken Anfangsphase. Die schnellen Tore gaben die Richtung früh vor, dazu ließ Klein-Neusiedl laut seinem Trainer noch einige weitere Möglichkeiten liegen.

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Der Nachmittag nahm aus Sicht der Gastgeber sofort die gewünschte Richtung. Karner erinnerte daran, dass seine Mannschaft schon in der ersten Minute die große Chance auf das 1:0 vorgefunden hatte, ehe es kurz darauf tatsächlich einschlug. In der 3. Minute brachte Semir Kapic Klein-Neusiedl in Führung, und damit war die Partie aus Sicht des Trainers früh auf Schiene. „Die schnellen Tore am Anfang waren natürlich ausschlaggebend, damit das Pendel relativ schnell zu unseren Gunsten ausgefallen ist“, sagte Karner. Nach dem 1:0 blieb sein Team am Drücker und baute den Vorsprung weiter aus. David Melis erhöhte in der 15. Minute auf 2:0, Tobias Sostek stellte in der 25. Minute auf 3:0, ein Treffer, den der Trainer besonders hervorhob. „Das 3:0 war meines Erachtens eine schöne Teamkombination, wo einer dem anderen den Passweg öffnet. Das war einfach ein gutes Teamtor“, sagte Karner. Noch vor der Pause schraubten Kapic mit seinem zweiten Treffer in Minute 39 und Lukas Krisztin zwei Minuten später das Ergebnis auf 5:0. Damit waren die Verhältnisse schon zur Halbzeit sehr deutlich.
Auch nach dem Seitenwechsel ließ Klein-Neusiedl nicht nach. Semir Kapic traf in der 49. und 52. Minute noch zweimal und machte damit seinen Viererpack perfekt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war das Spiel endgültig entschieden, auch wenn Karner ohnehin schon über die gesamten neunzig Minuten von einer eindeutigen Angelegenheit sprach. Erst in der 82. Minute kam mit Philipp Riedl noch das 8:0 dazu, ehe Stefan Frank in der 85. Minute den einzigen Treffer für Achau erzielte. Gerade die Offensivleistung war für den Trainer ein zentrales Thema. „Entschlossenheit, Mut und Wille waren auf jeden Fall ausschlaggebend. Wir haben ein sehr gutes Teamgefüge gehabt und unsere Offensivabteilung hat auch wieder getroffen“, sagte Karner. Danach legte er nach: „In den vorangegangenen Spielen war das leider nicht der Fall, aber jetzt ist bei unserer Offensive wieder der Knopf aufgegangen.“ Dass am Ende acht Treffer standen, passte damit genau zu seiner Einordnung. Dazu kam noch, dass er sogar von weiteren vergebenen Chancen sprach, die das Ergebnis noch deutlicher hätten ausfallen lassen können.
Karner begründete den klaren Sieg nicht nur mit der Toranzahl, sondern auch mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft das Spiel angelegt hatte. „Wir haben die Chancen konsequent genutzt und guten, druckvollen Kombinationsfußball geboten. In allen Situationen hatten wir das Spielgeschehen auf unserer Seite“, sagte der Trainer. Besonders zufrieden war er mit dem Verhalten nach Ballgewinnen. „Was wir sehr gut gemacht haben, ist, dass wir nach Ballgewinnen sofort in Ballbesitz umgeschaltet haben und uns breit aufgestellt haben“, erklärte Karner. Einen großen Kritikpunkt wollte er nach dem 8:1 deshalb auch nicht aufmachen. Nur das Gegentor störte ihn ein wenig. „Natürlich hätten wir die Null halten können“, meinte er. Zum Gegner sagte Karner, Achau habe zu Beginn wenig Körperbetonung gezeigt, viele Räume offengelassen und ein schwaches Stellungsspiel gehabt. Später seien die Gäste zwar in Physis und Zweikampfstärke besser geworden, nach vorne sei aber meist nicht mehr viel gekommen. Ein Thema blieb noch die Rote Karte gegen Christoph Dober in der 76. Minute. Diese Entscheidung wollte Karner nicht unkommentiert stehen lassen. „Die rote Karte muss man auf jeden Fall diskutieren. Das war meiner Meinung nach eine klare Fehlentscheidung“, sagte er. Am klaren Heimsieg änderte das aber nichts mehr. Für Klein-Neusiedl zählt vor allem, dass nach zuvor mageren Offensivauftritten diesmal fast alles zusammenpasste.