In der 1. Klasse Ost hat SC Höflein am Sonntag gegen SV Hundsheim mit 1:3 verloren. Die Gäste ließen sich von mehr Ballbesitz der Hausherren nicht beeindrucken, verteidigten diszipliniert und schlugen in ihren Umschaltmomenten eiskalt zu. Trainer Martin Matzinger sah vor allem das schnelle 2:0 nach der Pause als jenen Treffer, der die Partie endgültig in Hundsheimer Richtung kippte.

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Der Spielverlauf passte aus Hundsheimer Sicht genau zu jenem Plan, den Matzinger nach dem Schlusspfiff beschrieben hat. Höflein hatte zwar über weite Strecken mehr vom Ball, richtig gefährlich wurde der Gastgeber laut dem Trainer aber nur selten. „Der Gegner war dominant, hatte mehr Ballbesitz als wir. Wir sind aber defensiv sehr gut gestanden und haben unsere Umschaltmomente sehr gut gemacht“, sagte Matzinger. Ganz zu Beginn gab es nach einem Corner einen Lattenschuss von Höflein, viel mehr ließ Hundsheim vor der Pause aber nicht zu. Stattdessen nutzten die Gäste ihre eigene Möglichkeit in der 25. Minute. Über die rechte Seite kam der Ball zu Lukas Ankhelyi, der in den Rückraum spielte, wo Daniel Suvak zum 0:1 traf. Mit diesem Vorsprung ging Hundsheim auch in die Halbzeit.
Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn legte Hundsheim nach, und genau diese Szene stellte Matzinger später in den Mittelpunkt seiner Analyse. Vor dem 0:2 setzte sich Mario Kopsa auf der rechten Seite durch, spielte zu Lukas Ankhelyi weiter und der Ball kam noch einmal nach innen, wo Daniel Suvak erneut erfolgreich abschloss. „Das 2:0 gleich nach der Halbzeit war der Schlüssel zum Erfolg“, meinte der Trainer. „Damit hatten wir noch mehr Luft und konnten uns noch mehr auf unsere Defensive beschränken.“ Ganz ruhig blieb es trotzdem nicht, denn Höflein verkürzte in der 61. Minute durch Daniel Fischer per Handelfmeter auf 1:2, nachdem der Ball Adam Kunstek unglücklich an die Hand gesprungen war. Hundsheim verlor dadurch aber nicht den Faden, blieb kompakt und stellte in der 69. Minute durch Filip Piroha den alten Abstand wieder her. In der Schlussphase kam Höflein noch zu einem Stangenschuss nach Freistoß, auf der anderen Seite hatte Mario Kopsa noch die Möglichkeit auf das 1:4.
Dass Hundsheim am Ende mit drei Punkten heimfuhr, führte Matzinger vor allem auf die mannschaftliche Disziplin zurück. „Wir waren taktisch extrem diszipliniert und haben alles umgesetzt, was wir uns in der Spielbesprechung vorgenommen haben“, sagte er. Für ihn war nicht nur das Verteidigen ausschlaggebend, sondern auch das Umschalten, das nach seiner Einschätzung „perfekt funktioniert hat“. Über Höflein fiel sein Urteil klar aus: „Sie haben viel Ballbesitz gehabt, aber keine Lösungen gefunden, unsere Defensive zu knacken.“ Genau darin lag für den Trainer auch der Unterschied zwischen beiden Teams. Hundsheim stand tief, aber organisiert, ließ sich nicht aus der Ordnung bringen und war in den entscheidenden Szenen zielstrebiger. Gerade weil Höflein mehr Ballbesitz hatte, bekam die Effizienz der Gäste besonderes Gewicht.
Besonders hervorheben wollte Matzinger nach dem Schlusspfiff die Art und Weise, wie seine Mannschaft den Plan über 90 Minuten getragen hat. „Disziplin, Spielfreude, Einstellung und Leidenschaft, alles das hat meine Mannschaft dieses Mal auf den Platz gebracht“, sagte der Hundsheim-Trainer und sprach seinen Spielern ausdrücklich ein großes Lob aus. Ganz ohne Ansatzpunkte für die nächsten Wochen ging er aber nicht aus dem Spiel. Vor allem auf den Außenbahnen sieht er noch Verbesserungspotenzial, sowohl defensiv als auch offensiv. Unter dem Strich blieb für ihn aber ein verdienter Auswärtssieg. „Am Ende muss man sagen, dass wir dieses Spiel verdient gewonnen haben“, so Matzinger. Hundsheim hält damit nach vier Runden bei sechs Punkten und hat sich in Höflein mit einer sehr disziplinierten Leistung belohnt.