In der 1. Klasse Ost hat Sportfreunde Berg das Kellerduell bei ASK Kaltenleutgeben mit 1:0 für sich entschieden. Das Goldtor erzielte Matus Oncak bereits in der 28. Minute, mehr Treffer gab es in dieser umkämpften Partie nicht. Trainer Horst Winkler machte nach dem Schlusspfiff klar, worauf es aus seiner Sicht ankam: „Wichtig war, dass wir gekämpft haben und dieses 1:0 geschafft haben.“

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Winkler beschrieb eine Partie, in der von Beginn an viel Druck auf beiden Mannschaften lastete. Für ihn war es ein Spiel zweier Teams aus dem Tabellenkeller, und er sprach offen darüber, dass auf beiden Seiten das Selbstvertrauen nicht besonders groß gewesen sei. Entsprechend mühsam verlief auch der Start aus Berger Sicht. Die Gäste brauchten nach seinen Worten „ein bisschen“, um ins Spiel zu kommen, und mussten in der Anfangsphase zwei heikle Situationen überstehen. Einmal hielt der eigene Tormann stark, einmal schoss Kaltenleutgeben daneben. Für Winkler war klar: „Da hätte es schon in eine andere Richtung gehen können.“ Gerade deshalb hatte diese erste Viertelstunde für ihn besonderes Gewicht. Als seine Mannschaft diese Phase ohne Gegentor überstand, fand sie nach und nach besser in die Partie und bekam das Spiel zusehends in den Griff.
Der entscheidende Moment kam dann nach 28 Minuten. Matus Oncak brachte Berg mit 1:0 in Führung, und für Winkler war genau dieser Treffer der Knackpunkt des Nachmittags. „Ausschlaggebend war sicher das 1:0 nach einer halben Stunde“, sagte er. Den Abschluss schilderte er dabei ganz plastisch: Oncak setzte den Ball „im Fünfer unter die Latte“, und aus Sicht des Trainers war das letztlich „der Sieg eigentlich“. Viel mehr offensive Höhepunkte ließ die Begegnung danach nicht zu. Winkler sprach von „wenig Torchancen auf beiden Seiten“ und brachte den Charakter der Partie mit einem einfachen Satz auf den Punkt: „Es war mehr Kampf als Spiel.“ Bis zur Pause blieb es beim 1:0, und auch in der zweiten Hälfte änderte sich am Gesamtbild wenig. Kaltenleutgeben wurde laut Winkler nach vorne nicht mehr besonders gefährlich, während Berg den knappen Vorsprung mit viel Einsatz verteidigte.
Dass die Gäste den knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff halten konnten, führte Winkler vor allem auf die Einstellung seiner Mannschaft zurück. „Die Moral, der Kampf, das Laufen und der Zusammenhalt, das waren unsere besten Sachen“, sagte der Berger Trainer. Gleichzeitig verschwieg er nicht, dass beim Sieger noch längst nicht alles passt. Gerade in der spielerischen Linie und beim Herausspielen von Chancen sieht er weiter Verbesserungspotenzial: „Da müssen wir sicher noch besser werden.“ Den Gegner ordnete er nüchtern ein. Kaltenleutgeben sei „nicht stärker als wir“ gewesen, meinte Winkler, insgesamt habe seine Mannschaft „um das eine Tor“ die bessere Leistung gezeigt. Mit der Leistung des Schiedsrichters war er im Großen und Ganzen einverstanden. „Die Schiedsrichterleistung war okay“, sagte er. Unterm Strich überwog für ihn aber klar die Bedeutung des Ergebnisses. Nach einem schwierigen Saisonstart und mit wenig Selbstvertrauen vor dem Anpfiff waren diese drei Punkte für Berg wichtiger als jede schöne Note.