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"Nur mit Kampf haben wir uns aus der kleinen Krise rausgeboxt" – Kaltenleutgeben dreht das Spiel spät

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Göttlesbrunn - Arbesthal
Kaltenleutgeben

In der 1. Klasse Ost hat ASK Kaltenleutgeben am Freitagabend bei SC Göttlesbrunn - Arbesthal einen späten 2:1-Auswärtssieg geholt. Nach dem 0:1 zur Pause drehte der ASK die Partie noch, weil er laut Obmann Philipp Schlechter "nur mit Kampf" aus seiner kleinen Krise herausfand. Der Ausgleich fiel erst spät, der Siegtreffer sogar tief in der Nachspielzeit und genau das passte zum Auftritt der Gäste.

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Späte Wende nach dem Rückstand

Philipp Schlechter sprach nach dem Schlusspfiff von einem "veränderten Bild" seiner Mannschaft, und der Verlauf gab ihm recht. Kaltenleutgeben sei "als Einheit aufgetreten" und habe die Partie über weite Strecken dominiert, sagte der Obmann. Trotzdem lag der ASK zur Pause hinten, weil Göttlesbrunn in einer kurzen starken Phase zuschlug. In Minute 30 traf Moritz Messermayer zum 1:0 für die Gastgeber, genau jener Gegentreffer, über den Schlechter sagte, seine Mannschaft sei da für ein paar Minuten unkonzentriert gewesen. Mit diesem Rückstand ging es in die Kabinen, obwohl die Gäste laut ihrem Obmann bis auf diese Phase viel vom Spiel hatten. Nach dem Wechsel blieb Kaltenleutgeben aber am Drücker und machte weiter Druck. Die Belohnung kam in Minute 79, als Fabio Riegler zum 1:1 traf. Und als vieles schon nach einer Punkteteilung aussah, setzte der ASK noch einen drauf: In der 93. Minute sorgte Elias Roohi Fard für das 2:1. Schlechter sprach von einem "Befreiungsschlag" und von einem "großartigen Gefühl".

Der Wille machte für Schlechter den Unterschied

Der zentrale Punkt in den Aussagen des Obmanns war der Kampfgeist. "Nur mit Kampf haben wir uns aus der kleinen Krise rausgeboxt", sagte Schlechter und legte damit die Linie dieses Abends fest. Für ihn war nicht ein einzelner Moment entscheidend, sondern die Art, wie seine Mannschaft aufgetreten ist. "Der entscheidende Unterschied war im Kampfgeist, im Willen", betonte er. Gerade deshalb wertete er den Auftritt auch höher als einen bloßen späten Sieg. Kaltenleutgeben habe nach dem Rückstand Charakter gezeigt, sei wieder herausgekommen und habe nicht aufgehört, an die Wende zu glauben. Dass die Gäste sich lange nicht belohnten und erst spät zum Ausgleich kamen, passte aus seiner Sicht genau zu diesem Spiel. Viel Arbeit, viel Druck und viel Geduld waren nötig, ehe am Ende doch noch die vollen drei Punkte mitgenommen werden konnten. Entsprechend fiel auch sein Urteil klar aus: "Es war eine ganz großartige Leistung von der ganzen Mannschaft."

Stöger als Rückhalt, Lob für Gegner und Schiedsrichter

Schlechter machte trotz aller Freude auch klar, dass der Sieg nicht aus dem Nichts kam und dass Göttlesbrunn seinen Anteil an einer intensiven Partie hatte. Vor allem in der ersten Halbzeit seien die Gastgeber "sehr, sehr stark" gewesen und hätten ihre Chancen gehabt. Dass Kaltenleutgeben in dieser Phase nicht höher in Rückstand geriet, schrieb der Obmann auch seinem Tormann Noah Stöger zu. Der sei "ein klasse Rückhalt" gewesen und habe gute Möglichkeiten der Hausherren abgewehrt. Gleichzeitig meinte Schlechter, seine Mannschaft habe dem Gegner nach der Pause mehr und mehr die Ideen genommen, weil sie nicht aufgegeben habe und weiter dagegenhielt. Auffällig war auch, dass der Obmann bei aller Freude sehr fair blieb. Er sprach von einem "würdigen Gegner", bedankte sich für ein "großartiges Spiel" und hob auch den Unparteiischen ausdrücklich hervor. Dessen Leistung sei "hervorragend" gewesen, der Schiedsrichter habe die Partie "zu hundert Prozent im Griff" gehabt.

Lob für den Auftritt, aber auch eine klare Aufgabe

Bei aller Erleichterung wollte Schlechter den Abend aber nicht bloß als emotionalen Last-Minute-Sieg stehen lassen. Er sprach davon, dass seine Mannschaft etwa 85 Minuten lang so aufgetreten sei, wie er es sich wünsche, und dass genau darin nun die nächste Aufgabe liege. "Wir müssen nicht 85, sondern 90 Minuten konzentriert und kampfbetont im Spiel sein", sagte er nach dem Nachgespräch mit den Spielern. Aus seiner Sicht kann es im Unterhaus eben schnell gehen, wenn ein paar unkonzentrierte Minuten dazukommen. Deshalb verband er das Lob mit einer klaren Forderung an die kommenden Wochen. "Ich wünsche mir, dass wir genau mit diesem Kampfgeist und mit dieser Einstellung in die nächsten Matches gehen", sagte Schlechter. Der späte 2:1-Sieg in Göttlesbrunn war für Kaltenleutgeben damit mehr als nur drei Punkte. Er war vor allem ein deutliches Lebenszeichen.

1. Klasse Ost: Göttlesbrunn - Arbesthal : Kaltenleutgeben - 1:2 (1:0)

  • 93
    Elias Roohi Fard 1:2
  • 79
    Fabio Riegler 1:1
  • 30
    Moritz Messermayer 1:0