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„Wir haben das Spiel dominiert“ – Hundsheim gibt den späten Auswärtssieg noch aus der Hand

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ASC Götzendorf
SV Hundsheim

In der 1. Klasse Ost schrammte SV Hundsheim bei ASC Götzendorf Oranjezz nur knapp am Auswärtssieg vorbei. Die Gäste lagen früh 0:2 zurück, stellten noch vor der Pause den Anschluss her, drehten die Partie in der Schlussphase auf 3:2 und mussten sich am Ende doch mit einem 3:3 begnügen. Co-Trainer Alexander Streicher sprach trotzdem von einer starken Leistung und meinte klar: "Wir haben das Spiel dominiert."

Spieler rutscht mit Ball auf Rasen

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Götzendorf trifft früh, Hundsheim arbeitet sich zurück

Für Hundsheim lief der Start alles andere als nach Wunsch. Schon in der 6. Minute brachte Martin Damhoesl die Gastgeber in Führung, in der 16. Minute legte Nikola Vucetic das 2:0 nach. Streicher war mit dieser Anfangsphase naturgemäß nicht einverstanden, vor allem weil er den Rückstand anders bewertete als es das Ergebnis zeigte. "Wir sind mit einem 1:0 gestartet, das aus meiner Sicht kein Tor war", der Ball war nicht über der Torlinie, sagte er mit Blick auf den ersten Treffer. Auch das 2:0 ordnete der Co-Trainer nicht als sauber herausgespieltes Tor der Gegner ein. Umso wichtiger war aus Sicht der Gäste das 2:1 noch vor der Pause, als Mario Kopsa in der 39. Minute verkürzte und Hundsheim damit wieder ins Spiel brachte.

Mehr Ballbesitz aber zu wenig klare Torchancen 

Mit dem Anschlusstreffer im Rücken sah Streicher seine Mannschaft anschließend klar besser im Spiel. "Das ganze Kollektiv hat sehr gut funktioniert. Wir waren wieder die Mannschaft, die das Spiel dominiert hat, sagte er. Gleichzeitig sprach er aber auch offen an, warum Hundsheim trotz viel Initiative lange nicht auf Gleichstand kam. Vor allem im Offensivspiel habe seine Mannschaft nicht immer die richtigen Lösungen gefunden "Wir haben oft falsche Entscheidungen getroffen und dadurch auch nicht so viele Torchancen herausspielen können, wie wir gebraucht hätten", meinte Streicher. Dazu kam, dass Götzendorf laut seiner Einschätzung genau so auftrat, wie man es erwartet hatte: körperbetont, mit schnellen Gegenstößen über die Flanken und den Stürmern.

Späte Wende, später Dämpfer in der Nachspielzeit

Richtig wild wurde es erst ganz am Ende. In der 86. Minute glich Lukas Ankhelyi für Hundsheim zum 2:2 aus, nur eine Minute später sorgte ein Eigentor von Stefan Wuggenig sogar für die 3:2-Führung der Gäste. Streicher sah darin die Belohnung für den langen Druck seiner Mannschaft. "Der Wille war da. Wir wollten unbedingt noch ein Tor schießen", sagte er. Umso bitterer war aus seiner Sicht dann das Ende, weil Marcel Lücke in der 94. Minute noch zum 3:3 traf. Gerade diese Szene und die Leitung des Unparteiischen in der zweiten Hälfte bewertete der Co-Trainer kritisch. "Der Elfmeter vor dem 3:3 war für mich nicht zu geben", sagte Streicher, der außerdem meinte, der Schiedsrichter habe nach der Pause mit einer Flut von Gelben Karten seine Linie verloren.

Trotz Ärger überwiegt bei Hundsheim der Stolz

Unterm Strich blieb bei Hundsheim deshalb ein verdienter Punkt, mit dem Streicher nicht ganz zufrieden war, obwohl er die Leistung seiner Mannschaft deutlich positiv einordnete. "Ich finde, dass Hundsheim besser war und wir der verdiente Sieger gewesen wären", sagte er. Als Grund dafür, dass es trotzdem nur zum Remis reichte, nannte er nicht nur die strittigen Szenen, sondern auch die fehlende Durchschlagskraft. In den ersten 30 Minuten sei die Defensive noch "etwas wackelig" und nicht so kompakt gewesen wie gewohnt danach habe es aber besser funktioniert. Vor allem offensiv habe es an Effizienz gefehlt. Trotzdem fiel sein Schlusswort eindeutig aus: "Diese Mannschaft ist eine sehr, sehr tolle Truppe, die mit Herzblut spielt. Darauf kann man stolz sein."

1. Klasse Ost: Götzendorf : Hundsheim - 3:3 (2:1)

  • 94
    Marcel Lücke 3:3
  • 87
    Eigentor durch Stefan Wuggenig 2:3
  • 86
    Lukas Ankhelyi 2:2
  • 39
    Mario Kopsa 2:1
  • 16
    Nikola Vucetic 2:0
  • 6
    Martin Damhoesl 1:0