In der 1. Klasse Ost haben die Sportfreunde Berg gegen den SC Achau einen 3:1-Heimsieg eingefahren. Trainer Horst Winkler sprach danach von „mühsamen, aber wichtigen drei Punkten“. Denn Berg war zunächst klar besser und lag schon 2:0 vorne, brachte den Gegner mit dem Anschlusstreffer kurz vor der Pause aber noch einmal zurück und musste den Sieg in der zweiten Halbzeit hart absichern.
Berg war von Beginn an das aktivere Team und setzte vor allem über die linke Seite immer wieder Akzente. Winkler gefiel gerade diese erste halbe Stunde: „Wir waren in der ersten Halbzeit sehr präsent, haben gut nach vorne gespielt und waren die bessere Mannschaft.“ In der 18. Minute zahlte sich das aus, als Marian Timm zum 1:0 traf. Auch das 2:0 in der 29. Minute entstand wieder über die Seite. Der Ball kam zur Mitte, Timm blieb vor dem Tor ruhig und erhöhte. In dieser Phase hatte Berg das Spiel gut im Griff und wirkte so, als könnte es ein ruhiger Nachmittag werden. Genau das trat aber nicht ein. Kurz vor der Pause verkürzte Stefan Hackl nach einer Standardsituation auf 2:1, und dieser Treffer kam aus Sicht des Trainers zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt.
Mit dem Anschlusstreffer änderte sich die Partie spürbar. „Dann haben wir leider zu passiv agiert“, sagte Winkler, der auch von großer Verunsicherung nach dem Gegentor sprach. Achau kam nach dem Seitenwechsel besser ins Spiel und hatte nun mehr Ballbesitz und mehr Anteile an der Partie. Der Berg-Coach machte dabei kein Geheimnis daraus, dass das Spiel insgesamt keinen großen fußballerischen Glanz hatte: „Wir waren in der ersten Halbzeit besser, zweite Halbzeit Achau. Sie haben auch die eine oder andere Chance vergeben.“ Für die Gastgeber war deshalb wichtig, dass sie trotz dieser Phase im Spiel blieben und nicht noch den Ausgleich kassierten. In der 77. Minute sorgte dann wieder Timm für Ruhe. Er nahm den Ball rund 20 Meter vor dem Tor herunter und traf volley zum 3:1 ins kurze Eck. Spätestens damit war die Partie entschieden.
Dass Berg diesen Vorsprung am Ende doch ins Ziel brachte, hatte für Winkler auch viel mit der Haltung seiner Mannschaft zu tun. „Die Moral war gut. Wir haben gekämpft und gefightet bis zum Schluss“, sagte der Trainer, der seinem Team gerade nach der unruhigen zweiten Halbzeit ein ordentliches Zeugnis ausstellte. Dazu kamen personelle Sorgen, auf die er ausdrücklich hinwies. Unter anderem fehlten David Valek, Samuel Homola und Matus Oncak, was die Aufgabe für seine Mannschaft nicht leichter machte. „Für das haben wir das ganz gut gemacht und gut gelöst“, meinte Winkler. Besonders hob er Dreifachtorschütze Timm hervor: „Mit Marian Timm hatten wir heute einen außergewöhnlichen Spieler.“ So blieb unter dem Strich kein glanzvoller, aber ein wertvoller Heimsieg stehen. Oder, wie es der Berg-Coach selbst auf den Punkt brachte: „Es waren mühsame drei Punkte, aber wichtige drei Punkte für uns.“