In der 1. Klasse Ost hat sich ASK Eichkogel im Heimspiel gegen SC Leopoldsdorf mit 3:0 durchgesetzt und dabei vor allem nach der Pause den längeren Atem bewiesen. Trainer Manuel Stöhr sah lange eine enge Partie, in der viel auf das erste Tor hinauslief. Genau das fiel für sein Team – und danach, so seine Analyse, verteidigte Eichkogel kompakt, konsequent und mit klaren Abständen.

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Lange Zeit war es genau die Partie, die Stöhr danach beschrieben hat: eng, umkämpft und ohne große Vorteile auf einer Seite. "Die ersten zwanzig Minuten waren relativ ausgeglichen", sagte der Eichkogel-Trainer, der beide Teams zunächst auf Augenhöhe sah. Ganz ohne heikle Szene blieb diese Phase aber nicht. Die beste Möglichkeit der ersten Hälfte hatte aus seiner Sicht Leopoldsdorf, doch Stefan Beck bewahrte seine Mannschaft mit einer starken Rettungstat auf der Linie vor dem Rückstand. "Da müssen wir uns wirklich bei ihm bedanken, dass wir nicht in Rückstand geraten", hielt Stöhr fest. Danach verschoben sich die Spielanteile laut seiner Einschätzung ein wenig in Richtung der Gäste, ohne dass daraus durchgehend zwingende Abschlüsse entstanden. Eichkogel kam selbst zwar zu Ansätzen und zu einigen Halbschancen, blieb im letzten Drittel aber zu ungenau. "Wir sind leider zu inkonsequent im Fertigspielen gewesen", meinte Stöhr, weshalb sein Team vor der Pause nicht zu einer klaren Torchance kam. Dass es zur Halbzeit 0:0 stand, passte für ihn deshalb zum Verlauf.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst ähnlich, nur dass Eichkogel nach und nach mehr Feldanteile bekam. Stöhr hatte das Gefühl, "dass das Momentum ein bisschen auf unsere Seite gekippt ist", und genau daraus entstand dann auch die Szene, die für ihn den ganzen Nachmittag entschied. In der 67. Minute fiel das 1:0 durch Simon Engel, doch der Treffer begann unspektakulär mit einem Einwurf in der eigenen Hälfte. Der Ball blieb im Spiel, ein Rückspiel geriet zu kurz, Simon Odey spritzte dazwischen und legte quer, sodass Engel nur mehr ins leere Tor vollenden musste. "In der Halbzeit war schon klar, wer das erste Tor macht, wird das Spiel wahrscheinlich gewinnen", sagte Stöhr. Für ihn war dieses 1:0 daher "wahrscheinlich der entscheidendste Moment in der ganzen Partie". Dazu kam, dass dieses Tor innerhalb der Eichkogel-Mannschaft eine besondere Bedeutung hatte. Stöhr sprach offen darüber, wie sehr es ihn für Engel freute, weil dessen Vater in der Woche verstorben war. Der Jubel der gesamten Mannschaft sei deshalb ein sehr emotionaler Moment gewesen.
Mit der Führung im Rücken hatte Eichkogel laut Stöhr die Partie dann besser im Griff. Er sprach davon, dass seine Mannschaft ab diesem Zeitpunkt "auf jeden Fall die tonangebende Mannschaft" gewesen sei und das eigene Tor mit großer Disziplin verteidigt habe. Um die 80. Minute war dann trotz des knappen Spielstands spürbar, dass die Gastgeber alles im Griff hatten. "Da war dann klar, obwohl es nur 1:0 gestanden ist, dass wir die Partie definitiv gewinnen werden", sagte Stöhr. Kurz darauf machte Simon Odey in der 83. Minute den Deckel fast drauf. Nach einem geklärten Ball in der gegnerischen Hälfte war der Stürmer wieder aufmerksam, suchte das Eins-gegen-eins mit dem Tormann und traf souverän ins lange Eck. In der Nachspielzeit fiel auch noch das 3:0, als eine Aktion über Stefano Fenoli und Kliton Turka in den Strafraum getragen wurde und Noah Karl den Ball unglücklich ins eigene Tor rutschen ließ. Stöhr ordnete das Ergebnis trotzdem nüchtern ein: "In der Höhe war es sicher schmeichelhaft für uns, aber unterm Strich geht der Sieg in Ordnung."
Dass Eichkogel am Ende dennoch verdient als Sieger vom Platz ging, machte Stöhr nicht an einzelnen Offensivaktionen fest, sondern an der Arbeit gegen den Ball. "Diese Grundtugenden haben wieder gegriffen", sagte er und meinte damit das kompakte Verteidigen, den Willen in den Zweikämpfen und das konsequente Stören bis zum letzten Moment. Genau das habe seiner Mannschaft in den vergangenen Wochen gefehlt. Diesmal aber stimmten aus seiner Sicht die Abstände, die Konzentration und die Bereitschaft, jeden Ball mit letzter Konsequenz zu verteidigen. Gleichzeitig zollte er dem Gegner Respekt. Vor allem Oliver Winkler und Philip Sikora in der Spitze sowie Tim Härtel dahinter hob Stöhr hervor, auch die robuste Innenverteidigung der Leopoldsdorfer erwähnte er ausdrücklich. Gerade deshalb war er mit der eigenen Leistung zufrieden. "Wir waren am Ende die ausdauerndere, konzentriertere und konsequentere Mannschaft", sagte der Trainer. Für Eichkogel sind das nicht nur drei Punkte, sondern vor allem eine Leistung, auf der sich in den nächsten Wochen aufbauen lässt.