In der 1. Klasse Ost hat SC Reisenberg gegen ASK Klein-Neusiedl klar mit 0:5 verloren. Für Trainer Martin Karner war vor allem der druckvolle Beginn seiner Mannschaft ausschlaggebend. Weil die Gäste früh trafen und schon vor der Pause auf 4:0 stellten, kam Reisenberg laut Karner nie in die Partie. Besonders über die Flügel fand Klein-Neusiedl immer wieder Lösungen.

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Karner hatte den Schlüssel zum klaren Auswärtssieg schnell ausgemacht. "Das 1:0 war der entscheidende Moment. Wenn die Partie länger 0:0 steht, dann bekommen sie vielleicht die Möglichkeit, sich hinten reinzustellen und zu bunkern. Diese Möglichkeit haben wir ihnen aber nicht gegeben", sagte der Trainer. Genau so entwickelte sich der Abend aus Sicht der Gäste. Lukas Krisztin brachte Klein-Neusiedl schon in der 7. Minute in Führung, danach blieb der ASK am Drücker. Semir Kapic erhöhte in der 21. Minute auf 0:2, David Melis legte in der 28. Minute das 0:3 nach und Philipp Riedl stellte noch vor der Pause auf 0:4. Reisenberg kam damit schon in der ersten Hälfte klar ins Hintertreffen, während die Gäste laut Karner "nie unter Bedrängnis" gerieten und die Partie von Beginn an im Griff hatten.
Dass die Tore nicht zufällig fielen, erklärte Karner danach sehr deutlich. "Die Tore sind hauptsächlich über den Flügel entstanden. Dort hatten sie ihre Schwäche, und wir konnten durch Stangl-Pässe zumeist erfolgreich sein", meinte er. Dazu habe auch das Tiefenspiel gut gepasst. "Das Flügelspiel hat sehr gut funktioniert. Das Tiefenspiel hat sehr gut funktioniert", sagte der Trainer, der mit dem Offensivauftritt seiner Mannschaft insgesamt sehr zufrieden sein konnte. Nach dem klaren 4:0 zur Pause blieb die Partie auch im zweiten Durchgang eindeutig. Reisenberg konnte das Spiel nicht mehr drehen, Klein-Neusiedl blieb kontrolliert und legte in der 69. Minute noch einmal nach, als David Melis mit seinem zweiten Treffer den 0:5-Endstand fixierte. Ganz ohne Kritik wollte Karner den Auftritt aber nicht stehen lassen: "Die Chancenverwertung hätte sogar noch ein bisschen besser sein können. Im Ballbesitz oder nach Ballgewinn im Ballbesitz zu bleiben, da können wir uns noch verbessern."
Den größten Unterschied zwischen beiden Teams sah Karner weniger in einzelnen Aktionen als im Gesamtauftritt seiner Mannschaft. "Mannschaftsleistung auf jeden Fall. Das Mannschaftsgefüge hat bei uns definitiv besser funktioniert", sagte er nach dem Spiel. Beim Gegner sei ihm "Unruhe im Verein, wenig Mannschaftsgefüge, sehr viele Einzelspieler" aufgefallen. Auch mögliche Diskussionen über einzelne Entscheidungen stellte der Trainer nach dem klaren Ergebnis nicht in den Mittelpunkt, obwohl er von zwei aus seiner Sicht ausgebliebenen Elfmeterpfiffen sprach. Bei einem solchen Spielstand habe das am Ende aber niemanden mehr wirklich beschäftigt. Für Klein-Neusiedl bleibt damit ein Abend, an dem der Plan früh aufging, die Tore rechtzeitig fielen und die Mannschaft ihre Überlegenheit vom Anpfiff bis zum Schlusspfiff auf den Platz brachte. Wenn der ASK dieses Flügelspiel und die mannschaftliche Geschlossenheit mitnimmt, war dieser Auftritt mehr als nur ein klarer Sieg.