Spielberichte

Marienthal behält die Nerven: Später 2:1-Sieg dank starker Schlussphase

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ATSV Fischamend
ASK Marienthal

In der 1. Klasse Ost hat ASK Marienthal am Freitagabend beim ATSV Fischamend einen späten 2:1-Auswärtssieg geholt. Trainer Yasin Bakar sah erst eine dominante erste Hälfte seiner Mannschaft, dann nach der Pause Probleme gegen stärkere Gastgeber, ehe die Gäste in der Schlussphase wieder zulegten. Weil Andre Hofer in der 90. Minute nochmals traf, nahm Marienthal nach einem 1:1 zur Pause doch noch drei Punkte mit.

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Foto: Pixabay

Starker Start, aber der Vorsprung hält nicht bis zur Pause

Aus Sicht von Marienthal begann die Partie genau so, wie es sich Yasin Bakar vorgestellt hatte. „Erste Halbzeit haben wir sehr gut begonnen, haben auch Chancen kreiert“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Früh bekam dieser Start auch ein Ergebnis, denn Andre Hofer brachte die Gäste schon in der 12. Minute mit 1:0 in Führung. Bakar ordnete diesen Treffer als Folge eines Standards ein und sprach insgesamt von einer klaren ersten Halbzeit seiner Mannschaft. „Die erste Halbzeit haben wir dominiert“, sagte er. Gerade deshalb war der Zwischenstand zur Pause aus seiner Sicht zu wenig, weil Marienthal aus den guten Ansätzen nicht mehr machte. Fischamend kam in der 35. Minute durch Florian Chilla zum 1:1, und Bakar führte diesen Ausgleich auf einen individuellen Fehler zurück. So ging seine Mannschaft trotz einer aus seiner Sicht starken ersten Hälfte nur mit einem Remis in die Kabine.

Nach der Pause erst zu weit weg, dann wieder am Drücker

Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild zunächst deutlich. Bakar sah seine Mannschaft nicht mehr so eng am Gegner wie noch vor der Pause, und genau das war für ihn der Hauptgrund dafür, dass Fischamend besser ins Spiel kam. „Der Gegner war am Anfang eher überlegen. Wir waren zu weit weg vom Gegner, auch in den Zweikämpfen“, sagte der Marienthal-Trainer. Gleichzeitig machte er klar, dass er den Gastgeber in dieser Phase durchaus stärker wahrnahm als noch davor. „In der ersten Halbzeit habe ich sie mir stärker vorgestellt. In der zweiten Halbzeit haben sie dann versucht zu spielen und sind auch zu Chancen gekommen“, erklärte Bakar. Entscheidend war für ihn deshalb nicht irgendein einzelner Moment, sondern die Veränderung im eigenen Verhalten. Als Marienthal wieder näher an den Gegenspielern stand, mehr Ballbesitz bekam und öfter versuchte, hinter die Abwehrkette zu kommen, drehte sich die Partie aus seiner Sicht wieder zurück. „Als wir näher bei den Gegnern gestanden sind, mehr den Ball hatten und versucht haben, hinter die Abwehrkette zu kommen, haben wir wieder die Kontrolle übernommen“, fasste er diese Phase zusammen.

Hofer trifft spät, drei Punkte gehen mit nach Marienthal und vor dem Tor bleibt Arbeit

Dass Marienthal am Ende doch noch als Sieger vom Platz ging, lag an Andre Hofer, der in der 90. Minute auch den zweiten Treffer der Gäste erzielte und damit den Doppelpack schnürte. Für Bakar war dieses späte 2:1 kein Zufall, sondern die Belohnung für eine Schlussphase, in der seine Mannschaft wieder mehr Zugriff hatte. „Zum Schluss hin haben wir wieder die Kontrolle übernommen und das zweite Tor gemacht. Für mich haben wir damit verdient die drei Punkte geholt“, sagte er. Trotz des Auswärtssieges beließ es der Trainer aber nicht bei Lob. Die größte Stärke seiner Mannschaft sah er in der Defensive: „In der Defensive haben wir nicht viel zugelassen und sind gut, kompakt gestanden.“ Gleichzeitig benannte er klar, wo noch Luft nach oben ist. „Im letzten Drittel müssen wir die Chancen besser ausspielen und die klaren Möglichkeiten zu Toren machen“, sagte Bakar. Gerade deshalb fühlte sich dieser Sieg für Marienthal nach mehr an als nur nach drei Punkten: Die Mannschaft überstand eine schwierige Phase nach der Pause, fand zurück ins Spiel und schlug im richtigen Moment noch einmal zu.

1. Klasse Ost: Fischamend : Marienthal - 1:2 (1:1)

  • 90
    Andre Hofer 1:2
  • 35
    Florian Chilla 1:1
  • 12
    Andre Hofer 0:1