Spielberichte

Thomas Steiner über den SC Hochwolkersdorf: „Wir haben eine gute Offensive – jetzt braucht’s mehr Stabilität“

SC Hochwolkersdorf

In der 1. Klasse Süd blickt Thomas Steiner, Trainer des SC Hochwolkersdorf, optimistisch auf die bevorstehende Rückrunde. Nach einem durchwachsenen Herbst mit starker Offensivpower, aber spürbaren Defensivschwächen, will der Coach die Balance zwischen Angriff und Absicherung schärfen. Die letzten Wochen brachten Bewegung in den Kader und positive Nachrichten aus dem Lazarett. Nach Niederlagen gegen SV Bad Erlach, Oberwaltersdorf und SK Wiesmath gelang der Mannschaft mit Erfolgen gegen SC Berndorf und SC Zöbern ein versöhnlicher Abschluss vor der Winterpause – ein klares Signal, dass der Trend wieder nach oben zeigt.

Blick auf die Beine eines Spielers, im Hintergrund der Schiedsrichter

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Offensivfreude und defensive Baustellen

Steiner betonte im Gespräch, dass seine Mannschaft spielerisch überzeugte: „Wir erzielen viele Tore, spielen begeisternden Fußball.“ Gleichzeitig benannte er den größten Hebel für das Frühjahr: „Die Anzahl der Gegentore war im Herbst ganz bestimmt zu hoch. Daran arbeiten wir aktuell.“ Entsprechend prägt die Doppelstrategie – Attraktivität im Angriff und Stabilität in der Abwehr – die Einheiten in der laufenden Vorbereitung.

Neuer Konkurrenzkampf im Tor

Besonders auf der Torhüterposition gibt es Neuigkeiten: Ein weiterer Keeper hat sich dem Klub angeschlossen. Steiner erläuterte: „Er wird sich jetzt im Laufe der Vorbereitung mit unserem aktuellen Tormann um die Einserposition matchen.“ Der interne Wettbewerb soll beiden Schlussmännern einen zusätzlichen Schub geben und die Defensive insgesamt stabilisieren. Ein gesunder Konkurrenzkampf könne die Trainingsintensität heben und neue Impulse ins Team bringen.

Rückkehrer und Genesungsfortschritte

Erfreuliche Nachrichten gibt es auch von den Langzeitverletzten. Elias Meisl, der sich im Herbst das Schlüsselbein gebrochen hatte, steht wieder voll im Mannschaftstraining und absolvierte bereits ein komplettes Testspiel. „Er ist wieder voll dabei“, sagte Steiner. Auch Kapitän Patrick Wedl befindet sich nach seinem Kreuzbandriss im Aufbautraining und hat bereits wieder mit leichten Ballübungen begonnen.

Der Trainer zeigte sich optimistisch, dass Wedl bald vollständig zurückkehrt und seine Führungsrolle auf dem Platz wieder übernehmen kann. „Wir sind guter Dinge, dass das bald was wird“, so seine Einschätzung. Strukturelle Veränderungen im Betreuerstab gibt es keine – Kontinuität bleibt für den SC Hochwolkersdorf oberstes Prinzip.

Enges Leistungsfeld in der Liga

In sportlicher Hinsicht hebt Steiner die Ausgeglichenheit der Liga hervor. Eine einzelne Mannschaft stach für ihn bisher nicht heraus: „Das Spannende an der Liga ist einfach, dass das Leistungsspektrum fast aller Mannschaften so eng beisammen ist, dass jeder jeden schlagen kann.“ Dieses Gleichgewicht verspricht auch im Frühling packende Spiele. Der SC Hochwolkersdorf belegt nach 13 Runden Rang acht mit 20 Punkten – punktgleich mit Oberwaltersdorf und SC Pottenstein – und liegt damit in Schlagdistanz zu den oberen Tabellenregionen.

Die nächsten Aufgaben werden zeigen, ob die Arbeit in der Vorbereitung Früchte trägt. Für Steiner und sein Team steht fest: Stabilität und Fitness bilden die Basis, um in der Rückrunde angriffslustig und mutig aufzutreten – idealerweise mit weniger Gegentoren, aber weiterhin mit jener Spielfreude, die den Herbst prägte.