Ein taktisch geprägter Abend bestimmte das Duell der 1. Klasse Süd zwischen SV Weikersdorf und ASC Leobersdorf. Nach dem 4:0-Sieg ordnete Trainer Wolfgang Hatzl die Partie als kontrolliert ein und hob die konsequente Umsetzung der Marschroute hervor. Sein Team erstickte mögliche Konter bereits im Ansatz durch aggressives Gegenpressing, während die Gäste tief standen und auf Umschaltmomente lauerten. Standardsituationen wurden zielstrebig genutzt, die Treffer fielen aus seiner Sicht zu günstigen Zeitpunkten. Zugleich blieb der Tenor nüchtern: Zufriedenheit mit der Umsetzung, aber auch der klare Plan, in den Offensivübergängen weiter zuzulegen.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Hatzl beschrieb das Spielbild präzise: „Leobersdorf hat sich weit zurückgezogen und auf Konter gewartet. Wir haben versucht, das zu unterbinden, damit sie gar nicht erst Umschaltgelegenheiten bekommen.“ Das passte zum Gefühl der Kontrolle, das er seiner Mannschaft attestierte: „Wir hatten die Kontrolle. Vor allem haben wir im Gegenpressing gut gearbeitet und viele mögliche Konter schon im Ansatz unterbunden.“ Am Ende stand die Bestätigung für den Matchplan: „Ein Spielsystem ist nur so gut, wie es die Mannschaft umsetzt – und heute war ich mit der Umsetzung zufrieden.“
Weikersdorf stach vor allem bei ruhenden Bällen heraus. „Wir waren bei Standards sehr gefährlich. So fiel auch das 1:0 nach einer Standardsituation durch Andreas Gruber“, erklärte Hatzl. Den Auftakt markierte Andreas Gruber mit dem 1:0 in der 6. Minute. Noch vor der Pause stellte Christopher Hatzl in der 45. Minute auf 2:0. Kurz nach Wiederbeginn erhöhte Michael Kneissl in der 50. Minute auf 3:0, ehe Max Weiser in der 81. Minute den 4:0-Endstand fixierte. Zur Effizienz sagte Hatzl: „Wir haben zu günstigen Zeitpunkten getroffen. Wir hätten noch die eine oder andere Chance auf ein bis zwei Tore mehr gehabt, wobei Leobersdorf auch nicht ungefährlich war.“
Im Phasenverhalten sah Hatzl seinen Plan überwiegend bestätigt: „Nach Ballverlusten haben wir sofort gut gegen den Ball gearbeitet. Nach Ballgewinnen hätte in der einen oder anderen Situation mehr herausschauen können, aber insgesamt war es in Ordnung.“ Diskussionswürdige Szenen gab es aus seiner Sicht keine: „Nein, da fällt mir nichts ein.“ Der Blick richtet sich bereits nach vorn – ohne Sonderfokus, aber mit klarer Entwicklungsabsicht: „Wir wollen uns weiterentwickeln, auf dem Gezeigten aufbauen, die Leistung nächste Woche wieder auf den Platz bringen und uns in manchen Punkten verbessern.“