Zwischen dem ASK Oberwaltersdorf und dem SV Bad Erlach entwickelte sich in der 1. Klasse Süd ein Duell, das nach verhaltener erster Hälfte in der zweiten Halbzeit deutlich an Fahrt aufnahm. Mario Pürrer sprach von einem insgesamt „normalen Spiel“ ohne übertriebene Härte, in dem sein Team nach anfänglichen Schwierigkeiten zulegte, konsequenter auftrat und sich die entscheidenden Momente erarbeitete. Zugleich betonte er Defizite bei Standards und die Notwendigkeit, bereits im nächsten Spiel von Beginn an Präsenz zu zeigen.

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In der ersten Halbzeit tat sich Bad Erlach schwer, den Rhythmus zu finden. Pürrer räumte ein, seine Mannschaft habe zunächst Probleme mit der Spielanlage des Gegners gehabt, das Geschehen aber zunehmend unter Kontrolle gebracht. Zur Pause stand es 0:0, obwohl seine Elf bereits einige Möglichkeiten herausspielte. Nach dem Seitenwechsel kippte das Spielbild: In den ersten Minuten nach Wiederbeginn sah Pürrer mehrere klare Chancen – und genau in dieser Drangphase stellte Samuel Manninger in der 46. Minute auf 1:0. Nur sieben Minuten später erhöhte Markus Wurglitsch in Minute 53 auf 2:0. Oberwaltersdorf meldete sich per Standard zurück, als Lukas Laha in der 61. Minute auf 2:1 verkürzte. Bad Erlach blieb jedoch stabil und setzte spät den Schlusspunkt: Nico Karner machte in der 89. Minute mit dem 3:1 alles klar.
Die Gastgeber waren vor allem nach ruhenden Bällen gefährlich. Laut Pürrer wurde „nahezu jeder zweite Standard“ brenzlig, defensiv gebe es „noch Luft nach oben“, weil seine Elf „meistens zu ballorientiert“ agiere. Offensiv aus Standards sei man „noch nicht so gefährlich“, das sei Trainingssache. Für Diskussionen sorgte zudem eine Handspielsituation im Strafraum: Aus seiner Sicht war ein möglicher Pfiff gegen Bad Erlach fraglich, umgekehrt hätte es zu Beginn der ersten Halbzeit auch gegen sein Team einen Strafstoß geben können. Insgesamt sei die Partie abseits dieser Szenen ohne größere Kontroversen geblieben.
Mit Blick auf die nächste Aufgabe fordert Pürrer maximale Präsenz von der ersten Minute an: „Wir müssen gleich dagegenhalten und zeigen, wer der Mann am Platz ist. Es geht nur mit 100 Prozent – in jedem Spiel.“ Zugleich unterstreicht er die Geschlossenheit im Verein: Er sei „überglücklich, diese Mannschaft trainieren zu dürfen“, alle arbeiteten fleißig mit und zögen an einem Strang.