Nach dem Duell in der 1. Klasse Süd zwischen dem SIVAG SC Zöbern und USV Scheiblingkirchen II sprach Mario Heissenberger von einer Stunde auf Augenhöhe, ehe sein Team nach der 60. Minute den Faden verlor. Er ordnete die 1:6-Niederlage als deutlich ein, erkannte die Stärke des Gegners an und betonte gleichzeitig positive Ansätze.
„Über die verdienten drei Punkte für Scheiblingkirchen müssen wir nicht diskutieren. Bis zur 60. Minute waren wir ebenbürtig – danach haben wir den Kopf und die Ordnung verloren“, hielt Heissenberger fest. Der Start lief für Zöbern nach Plan: Csongor Fülöp stellte in der 11. Minute auf 1:0. Doch die Gäste drehten die Partie noch vor der Pause: Thomas Sperhansl glich in Minute 19 aus, Christoph Kremsl traf in der 32. Minute zum 1:2 – Halbzeitstand. Nach Wiederbeginn fiel die Vorentscheidung im Eiltempo: Jonas Walli erhöhte in der 60. Minute per sehenswertem Weitschuss auf 1:3, Kremsl legte nur eine Minute später das 1:4 nach (61.), ehe Walli in Minute 65 auf 1:5 stellte. Den Schlusspunkt zum 1:6 setzte Philipp Friesenbichler in der 87. Minute.
In seiner Analyse benannte Heissenberger die Knackpunkte klar: „Bis zur 60. Minute haben wir gut verteidigt; zwei Gegentore nach Standards brachten uns ins Hintertreffen. Danach haben wir leider die Ordnung verloren – damit kann man nicht zufrieden sein.“ Bei den Spielanteilen sah er Vorteile für den Gegner, vor allem nach dem 1:3. Eine prägenden Offensivfigur hob der Coach trotzdem hervor: „Christoph Ofenböck war sehr gefährlich – ihn möchte ich beim Gegner hervorheben.“ Sein Gesamturteil blieb differenziert: „Im Spiel selbst haben sie mich nicht übermäßig beeindruckt, aber wenn man sechs Tore schießt, ist das natürlich eine Ansage.“
Zöbern musste personell improvisieren. „Wir mussten im Vergleich zur Vorwoche drei Spieler vorgeben – darunter auch den Torhüter und einen Verteidiger; zudem stand unser Stürmer nach einem Ausschluss nicht zur Verfügung. Ein Spieler ist zurückgekommen, und ich hoffe, dass kommende Woche zwei weitere dazustoßen“, so Heissenberger. Der Blick geht trotz der klaren Niederlage nach vorne: „Die erste gute Stunde nehmen wir positiv mit, die letzten 30 Minuten arbeiten wir intern auf. Im nächsten Spiel wollen wir punkten – die Mannschaft lebt.“