Im Duell der 1. Klasse Süd zwischen dem SC Berndorf und dem SV Bad Erlach setzten sich die Gäste mit 2:1 durch. Nach Spielende überwog bei Mario Pürrer dennoch Selbstkritik. Der Trainer sprach von einem nicht umgesetzten Matchplan und einem „nicht guten Tag“ – und hielt fest, dass Ballbesitz ohne Konsequenz wenig wert sei. Aus seiner Sicht gehörte die erste Halbzeit bei den Chancen Berndorf, später gab es Möglichkeiten auf beiden Seiten – inklusive zweier wegen Abseits aberkanntet Treffer, mit denen er haderte.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Pürrer setzte zu Beginn einen klaren Ton: Was vorgesehen war, kam aus seiner Sicht nicht auf den Platz. Seine Vorgaben hätten nicht gegriffen, die Mannschaft habe keinen guten Tag erwischt – verbunden mit der ehrlichen Einordnung, dass auch ein Quäntchen Glück dabei war. Wörtlich sagte er: „Von Beginn an haben wir den Matchplan nicht erfüllt. Wir hatten keinen guten Tag. Unterm Strich hatten wir diesmal auch Glück.“ Auf Nachfrage nach der Umsetzung seiner Vorstellungen hielt er fest, dass es in allen Bereichen Verbesserungsbedarf gebe – ein Gesamturteil, das seine grundsätzliche Unzufriedenheit mit der Darbietung unterstreicht. "Dennoch sind auch solche gewonnen Spiele wichtig für die Entwicklung, trotz keiner guten Leistung bzw. erfüllten Matchplans." hält Pürrer weiterhin fest.
Beim Blick auf die Möglichkeiten beider Teams unterscheidet Pürrer klar zwischen den Spielhälften. Vor der Pause habe Berndorf die besseren Chancen vorgefunden, während sein Team eher zu Möglichkeiten kam, die nicht konsequent genug zu Ende gespielt wurden. Nach dem Seitenwechsel verortete er Chancen hüben wie drüben. Besonders hängengeblieben sind ihm zwei Aktionen, die im Netz landeten, jedoch wegen Abseits zurückgenommen wurden – Entscheidungen, die er anders gesehen hätte: „Insgesamt hatte Berndorf mehr Chancen.“
Den Ballbesitz ordnete Pürrer als weitgehend ausgeglichen ein; wenn überhaupt, sah er sein Team mit einem kleinen Plus, das aufgrund zahlreicher Fehler aber ohne Wert blieb. Physisch und in der Spritzigkeit verortete er Berndorf vorne – eine Beobachtung, die die Durchschlagskraft im Verlauf des Spiels aus seiner Sicht prägte.
Die entscheidenden Szenen setzten die Eckpfeiler des Nachmittags: In der 28. Minute brachte Samuel Manninger den SV Bad Erlach mit 1:0 in Führung. Nach der Pause antwortete Berndorf, als Florin Codrean in der 74. Minute zum 1:1 ausglich. Spät kippte die Waage noch einmal in Richtung der Gäste, als Nico Karner in der 83. Minute auf 2:1 stellte. Dieses Auf und Ab passte zu Pürrers Gesamtbild eines Duells, in dem Ballbesitzstatistiken zweitrangig blieben und Effizienz in den Schlüsselmomenten entschied.
Seine Bilanz fällt nüchtern aus: Der Plan wurde nicht erfüllt, Berndorf hatte ein Chancenplus, und zwei Abseitsentscheidungen sah er kritisch – trotz der drei Punkte.