Beim Duell zwischen dem ASK Oberwaltersdorf und dem SC Berndorf in der 1. Klasse Süd überwogen nach Abpfiff klare Worte und nüchterne Einordnung. Trainer Bernd Dorner bezeichnete den Ausgang als gerecht, stellte das Chancenverhältnis heraus und verwies auf einen Strafstoß für die Gäste als deren größte Möglichkeit. Zugleich betonte er Unterschiede zwischen den Halbzeiten bei Standards und sprach von einem normal, fair geführten Spiel – mit einem kurzen Blick nach vorn auf eine Aufgabe, die er als „ein ganz anderes Spiel“ erwartet.
„Endlich haben wir die Dinger reingemacht. Es war für den Kopf wichtig in Führung zu gehen “, ordnete Bernd Dorner die Partie ein und präzisierte das Bild vor dem Tor: Der Gegner habe einen Elfmeter, und mehrere Halbschancen gehabt, Oberwaltersdorf selbst „sicher noch drei, vier gute Chancen“ dazu. Auf dem Platz zeichnete sich die Dominanz schon vor der Pause ab: In der 38. Minute eröffnete Sinan Geveze den Torreigen (1:0), zwei Minuten später erhöhte Nikola Frljuzec auf 2:0 – mit dieser Führung ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel legte Frljuzec nach und traf in der 59. sowie 61. Minute erneut (4:0, 5:0). Der Angreifer schnürte damit einen Dreierpack (40., 59., 61.) und untermauerte Dorners Lesart: viele eigene Möglichkeiten, klare Antworten auf die Offensivaktionen des Gegners und ein Spiel, dessen Zahlen den Eindruck auf dem Rasen widerspiegelten.
Ein Schwerpunkt in Dorners Analyse lag auf den letzten Pass. „Erste Halbzeit haben wir einige Chancen nicht fertig gespielt, zweite Hälfte war es dann viel besser.“, hielt er fest – passend zur Dynamik nach der Pause. Direkt nach Wiederbeginn setzte Lukas Laha in der 52. Minute den nächsten Akzent (3:0) und prägte auch die Schlussphase mit seiner Präsenz im Strafraum, als er in der 78. und 88. Minute nachlegte (6:0, 8:0). Laha schnürte damit einen Hattrick nach der Pause (52., 78., 88.). Während die Offensivaktionen von Minute zu Minute konsequenter wurden.
Die letzten Spielminuten unterstrichen die offensive Breite: In der 84. Minute trug sich Daniel Klauninger in die Torschützenliste ein (7:0), ehe Fabian Poukar in der 93. Minute den 9:0-Endstand fixierte. Die Gastgeber nutzten ihr Momentum bis zum Schluss, während der gegnerische Elfmeter als größte Möglichkeit stehenblieb. Der Blick nach vorn fiel knapp, aber eindeutig aus: Für die nächste Aufgabe erwartet Dorner „ein ganz anderes Spiel. In Zöbern wird es ein ganz anderes Spiel, aber wir werden uns gut vorbereiten ".