Die 25. Runde der 1. Klasse Süd brachte dem SV Bad Erlach ein 2:2 gegen den USV Scheiblingkirchen II. Nach schwacher erster Hälfte und 0:1-Pause drehte Erlach die Partie, ehe die Gäste spät noch ausglichen. Co-Trainer Johann Houszka sah „eine klar bessere zweite Halbzeit“ seines Teams und ordnete ein: „Wir kamen verändert aus der Kabine – viel aggressiver, haben unsere Chancen genutzt. Am Ende war es ein verdientes Unentschieden.“

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Der Auftakt gehörte den Gästen, das räumte auch Johann Houszka offen ein. „In der ersten Halbzeit waren wir klar unterlegen, nicht gut in den Zweikämpfen. Der Gegner ist verdient in Führung gegangen“, sagte der Co-Trainer. Kurz vor der Pause stellte Jonas Walli mit dem 0:1 (43.) die Kräfteverhältnisse schwarz auf weiß.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Bad Erlach wie ausgewechselt. „Wir sind verändert aus der Kabine gekommen – viel aggressiver in den Zweikämpfen und in den Aktionen“, so Houszka. Filip Alilovic nutzte den Aufschwung eiskalt: Erst glich er zum 1:1 aus (57.), wenig später legte er sogar das 2:1 nach (64.). In dieser Phase war Erlach das aktivere Team, gewann mehr Duelle und setzte die Gäste deutlich stärker unter Druck – genau die Vorstellung, die sich Houszka wünscht.
Nach der Führung boten sich den Hausherren Räume. „Wir hatten zweite Hälfte noch ein, zwei gute Konterchancen, die wir nicht fertig ausgespielt haben“, haderte Houszka. Aus seiner Sicht lag „eine sehr gute Chance aufs 3:1“ in der Luft – genutzt wurde sie nicht. So blieb die Partie offen, und Scheiblingkirchen II schlug in der Schlussphase zurück: Marcel Kager traf in Minute 86 zum 2:2 und nahm Bad Erlach den schon greifbaren Heimsieg. In Houszkas Analyse spielten Standards eine zentrale Rolle: „Die Tore sind aus Standardsituationen entstanden und auch durch Abwehrfehler auf beiden Seiten.“ Sein Gesamtfazit blieb dennoch ausgewogen: „Am Ende des Tages war es ein verdientes Remis.“ Gegen den Tabellendritten ist der Punkt für Erlach unterm Strich wertvoll, auch wenn nach dem Spielverlauf mehr möglich schien.
In der Einordnung des Gegners blieb Houszka klar: „Wie erwartet, sie haben sehr viel mit weiten Bällen agiert und waren durch Standards – Einwürfe, Freistöße, Corner – gefährlich. Aus dem Spiel heraus hatten sie wenig.“ Dass Scheiblingkirchen II in der ersten Hälfte mit aggressivem Gegenpressing Wirkung erzielte, erkannte er an; nach der Pause drehte sich das Bild: „Dann waren wir die Aggressiveren und haben mehr Zweikämpfe gewonnen.“ Lob gab es auch für das Schiedsrichterteam: „Das Schiedsrichterteam war sehr gut, da gibt es nichts auszusetzen.“ Eine mögliche Elfmeter-Szene vor der Pause sah er unterm Strich korrekt bewertet: „Unser Spieler hat sich den Ball zu weit vorgelegt, daher war Weiterspielen in Ordnung.“
Für die nächsten Aufgaben formuliert Houszka eine klare Marschroute: „So wie in Halbzeit zwei stelle ich mir eine Mannschaft vom SV Bad Erlach vor – ab der ersten Minute so spielen. Dann werden wir auch wieder viele Spiele gewinnen.“