In der 1. Klasse Süd hat sich Sportclub Pottenstein am Freitagabend mit SV Bad Erlach 3:3 getrennt. Nach einer 1:0-Pausenführung der Gäste entwickelte sich nach dem Seitenwechsel ein offener Schlagabtausch, in dem keine Mannschaft entscheidend wegkam. Trainer Mario Pürrer sprach von einer ausgeglichenen Partie mit Chancen auf beiden Seiten und sah unter schwierigen Platzverhältnissen und bei Regen einen Punkt, „den wir gerne mitnehmen“.

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Der Trainer des SV Bad Erlach hatte von Beginn an kein einseitiges Spiel gesehen. „Grundsätzlich war es eine ausgeglichene Partie, Chancen auf beiden Seiten“, sagte Mario Pürrer nach dem Abpfiff. Trotzdem ging seine Mannschaft mit einer Führung in die Pause, weil Marcel Raisinger in der 38. Minute das 0:1 erzielte. Dieser Treffer gab den Gästen vor der Halbzeit etwas mit, ohne dass Pürrer das Spiel deshalb klar auf seiner Seite sah. Für ihn war schon in den ersten 45 Minuten spürbar, dass es ein Abend werden würde, an dem beide Mannschaften ihre Phasen haben und Kleinigkeiten den Unterschied machen können.
Nach dem Seitenwechsel wurde genau das sichtbar. Sani Vuckic glich in der 47. Minute für Sportclub Pottenstein zum 1:1 aus und machte die Partie sofort wieder offen. Der SV Bad Erlach reagierte aber gut und ging in der 67. Minute durch Leonard Schröder erneut in Führung. Gerade in dieser Phase hatte Pürrer das Gefühl, dass seine Mannschaft nun mehr vom Spiel haben könnte. „Nach dem 2:1 für uns habe ich das Gefühl gehabt, dass das Spiel mehr auf unserer Seite ist“, sagte er. Doch schon in der 71. Minute fiel durch Arlind Krasniqi das 2:2. Pürrer sprach dabei von einer strittigen Szene im Vorfeld. Als Sani Vuckic in der 78. Minute das 3:2 für Sportclub Pottenstein nachlegte, blieb dem SV Bad Erlach noch einmal nur die Antwort. Die kam in der 85. Minute, als Tamas Ladanyi zum 3:3 traf.
Mit dem Einsatz seiner Mannschaft war der Trainer deshalb deutlich zufriedener als zuletzt. „Das, was wir im ersten Spiel nicht gemacht haben, haben wir diesmal gemacht. Wir haben den Kampf angenommen“, sagte Pürrer. Gerade unter den schwierigen Platzverhältnissen und im Regen sei das aus seiner Sicht die wichtigste Grundlage gewesen. Er stellte seiner Mannschaft den Willen aus, das Spiel gewinnen zu wollen, verschwieg aber auch die Mängel nicht. Immer wieder seien Bälle zu lang geworden, manches sei ins Out gegangen, dazu kamen einige Fehlpässe. Pürrer meinte auch, dass der SV Bad Erlach den Ball öfter sauber auf den Fuß hätte spielen müssen. So war es zwar ein engagierter Auftritt, aber einer, in dem spielerisch nicht alles zusammenpasste.
Was aus seiner Sicht zum Sieg fehlte, formulierte Pürrer ziemlich klar. „In gewissen Phasen hat uns die taktische Disziplin gefehlt“, sagte er, dazu auch „die Entschlossenheit, damit man den Ball vom eigenen Sechzehner wirklich einmal wegschießt, damit Ruhe reinkommt“. Außerdem haderte er mit der Effizienz, weil der SV Bad Erlach mehrere Angriffe nicht gut fertig spielte oder in den entscheidenden Momenten die falsche Entscheidung traf. Den Gegner ordnete er gleichzeitig stark ein: Sportclub Pottenstein sei „sehr robust“ und „sehr dynamisch“, man selbst sei aber gut vorbereitet gewesen und habe vieles gut umgesetzt. Bei den strittigen Szenen wollte der Trainer nicht nachkarten. „Schiedsrichterentscheidungen sind Schiedsrichterentscheidungen“, meinte Pürrer und erinnerte daran, dass der Unparteiische ohne Assistenten auskommen musste. Unterm Strich blieb für ihn deshalb ein stimmiges Fazit: „Das war ein gerechtes X.“ Mit vier Punkten aus zwei Runden bleibt der SV Bad Erlach gut dabei.