In der 1. Klasse Süd hat sich SVg Pitten in Runde fünf gegen den SC Aspang mit 1:0 durchgesetzt. Lange war es eine ausgeglichene Partie mit wenigen klaren Möglichkeiten, ehe die Gastgeber nach der Pause immer mehr das Kommando übernahmen. Sportlicher Leiter Helmut Holzer machte den Unterschied vor allem an der zweiten Halbzeit fest und sah Pitten dort mit dem größeren Zug zum Sieg.

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Wer nur auf das Ergebnis schaut, sieht einen knappen Heimsieg. Holzer schilderte den Verlauf aber deutlich genauer. „Am Anfang war der Unterschied beider Mannschaften nicht deutlich erkennbar, auch wenn die besseren Chancen auf Pittner Seite waren“, sagte der Pittener Sportliche Leiter und traf damit den Charakter dieser ersten Hälfte gut. Beide Mannschaften versuchten zwar, zu Chancen zu kommen, doch viel Zwingendes entstand daraus nicht. Pitten hatte einen Stangenschuss und eine Aspang-Chance konnte Nico Fleck parieren. Das 0:0 zur Pause passte deshalb auch zum Spiel. Erst nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Holzer sprach davon, dass die Partie „ab der 55. bis 60. Minute klar auf Pittener Seite“ gewesen sei. Pitten hatte nun mehr vom Spiel, blieb länger am Drücker und drängte Aspang Schritt für Schritt weiter zurück. Aus Pittener Sicht war das dann über weite Strecken ein Spiel in eine Richtung, ohne dass sich die Mannschaft zunächst dafür belohnen konnte.
Die Entscheidung fiel dann spät, aber aus Pittener Sicht folgerichtig. In der 87. Minute nutzte die Heimelf eine Situation nach einem Einwurf. Holzer beschrieb die Entstehung so: „Es war ein Einwurf von der Seite auf Csaba Vachtler. Er hat sich dann gedreht, war plötzlich frei und hat in die Mitte gespielt. Dort hat dann Alin-Alexandru Pop das Tor erzielt. “ Mehr brauchte es in dieser Partie nicht. Holzer stellte aber gleichzeitig klar, warum er ihn trotzdem nicht als Zufall verstanden wissen wollte. „Ich denke, dass wir in der zweiten Halbzeit den Sieg mehr wollten, noch mehr nach vorne gespielt und die Aspanger immer mehr unter Druck gesetzt haben. Irgendwann ist dann das Tor gefallen.“ Genau in dieser Aussage lag für ihn der eigentliche Knackpunkt des Nachmittags.
Über den Sieg freute sich Holzer nicht nur wegen der drei Punkte, sondern auch wegen der Art, wie seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit auftrat. „Wir setzen in letzter Zeit vermehrt junge Spieler ein und das dauert natürlich ein bisschen, bis sich das alles automatisiert, aber es geht schon in die richtige Richtung“, sagte er. Gerade deshalb hob er hervor, dass Pitten unbedingt gewinnen wollte und man das im Verlauf der Partie auch gespürt habe. Gleichzeitig sparte er nicht mit Anerkennung für den Gegner. „Der SC Aspang ist eine sehr kampfstarke Mannschaft. Die Spieler versuchen schon, alles am Platz zu lassen“, meinte Holzer. Dazu verwies er auch auf „gefährliche Spieler wie Torra und Dimic“, gegen die man stets aufmerksam sein müsse. Rund um die Spielleitung sah er keinen großen Gesprächsbedarf: „Nur Kleinigkeiten. Der Schiedsrichter hat das im Grunde schon im Griff gehabt.“ Für Pitten bedeutet der späte 1:0-Erfolg, dass man nach fünf Runden bei neun Punkten hält und in der Tabelle vorne dranbleibt. Wenn die Entwicklung der jungen Spieler so weitergeht, wie von Holzer beschrieben, dürfte dieser Sieg intern mehr Gewicht haben als nur das knappe Endergebnis.