In der 1. Klasse Süd hat die SVg Pitten auswärts beim Sportclub Pottenstein einen klaren 5:1-Sieg gefeiert. Schon früh nahm die Partie die Richtung der Gäste an, die laut sportlichem Leiter Helmut Holzer „das Spiel im Griff“ hatten und sich auf schwierigem Boden dennoch für einen „technisch sehr guten Fußball“ belohnten. Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit, Zweikampfstärke und Laufbereitschaft gaben aus Pittener Sicht den Ausschlag.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Pitten war von Anfang an da und ließ keinen Zweifel aufkommen, dass man in Pottenstein etwas mitnehmen wollte. Holzer schilderte den Einstieg entsprechend deutlich: „Pitten war von der ersten Minute eigentlich präsent.“ Schon in der dritten Minute hatten die Gäste einen Lattenschuss, wenig später fiel dann auch die Führung. In der siebenten Minute brachte Aliaksandr Kuhan die SVg mit 1:0 in Front, und damit war jene frühe Sicherheit da, von der Holzer im Gespräch sprach. Für ihn war spürbar, dass seine Mannschaft die Partie von Beginn an in die richtige Richtung lenkte und den Gegner erst gar nicht aufkommen ließ.
Das 0:2 in der 30. Minute durch Alin-Alexandru Pop festigte diesen Eindruck weiter. Holzer hob gerade diese Anfangsphase besonders hervor und sagte: „Nach den ersten beiden super Toren durch Kuhan und Pop haben wir schon geglaubt, dass das in die richtige Richtung geht.“ Zur Halbzeit führte Pitten damit 2:0, und dieses Ergebnis passte auch zu der Einschätzung des sportlichen Leiters, der von einem Spiel sprach, das seine Mannschaft über die gesamten neunzig Minuten im Griff gehabt habe. Pottenstein verfüge zwar über „sehr gute Einzelspieler“, wie Holzer betonte, doch die Gäste ließen genau daraus kein Thema werden.
Direkt nach Wiederbeginn legte Pitten nach und machte damit früh klar, dass es an diesem Abend keine Wende mehr geben würde. Stefan Mucalica stellte in der 46. Minute auf 3:0, und dieser Treffer unmittelbar nach der Pause war für die Gäste natürlich ideal, weil damit jede Hoffnung der Heimischen auf eine schnelle Reaktion gleich wieder gedämpft wurde. Pitten blieb dran, hielt das Tempo hoch und bestätigte damit auch jene Worte Holzers, der die Laufbereitschaft und Zweikampfstärke seiner Mannschaft als größte Stärken nannte. Gerade diese Mischung machte den Unterschied in einer Partie, in der die Gäste laut ihrem Funktionär immer in den Zweikämpfen waren.
Besonders auffällig war aus Sicht des sportlichen Leiters, dass Pitten auch spielerisch Lösungen fand, obwohl die Bedingungen alles andere als einfach gewesen sein dürften. „Es war ein sehr schwieriger Boden und trotzdem haben wir eigentlich einen technisch sehr guten Fußball gespielt“, sagte Holzer. Das zeigte sich auch beim 0:4 in der 60. Minute, als Csaba Vachtler traf. Dieses Tor hob Holzer eigens hervor: „Die ersten zwei Tore waren natürlich Traumtore und das vierte Tor war auch ein Traumtor von der Mittellinie unter die Latte.“ Spätestens mit diesem Treffer war die Sache entschieden, ehe Mika Hahn in der 79. Minute noch das 5:0 nachlegte.
Dass Pottenstein am Ende durch Emre Akpinar in der 85. Minute noch zum 1:5 kam, änderte am Gesamtbild aus Pittener Sicht nichts mehr. Holzer machte deutlich, dass sein Team dem Gegner über weite Strecken kaum Luft ließ: „Wir waren zweikampfstark und waren immer in den Zweikämpfen, deswegen haben wir sie eigentlich nie ins Spiel kommen lassen.“ Genau darin lag für ihn der Kern dieses klaren Auswärtssiegs. Pottenstein habe durchaus Qualität im Kader, aber nur dann werde diese gefährlich, „wenn man die spielen lässt“. Pitten tat den Gastgebern diesen Gefallen nicht und blieb stattdessen in den entscheidenden Duellen wach und präsent.
Entsprechend zufrieden fiel die Bilanz nach dem Schlusspfiff aus. Viel Anlass zur Kritik sah Holzer nach diesem 5:1 nicht, im Gegenteil: „Nach dem heutigen Spiel muss man ehrlich sagen, gibt es nicht viel, das man verbessern kann.“ Dazu kam noch, dass es aus seiner Sicht eine saubere Partie ohne größere Aufreger war. „Es gab keine strittigen Szenen. Der Schiedsrichter war okay und hat alles im Griff gehabt“, sagte der sportliche Leiter. Am Ende blieb daher vor allem ein großes Lob an die eigene Mannschaft, das Holzer auch ausdrücklich aussprach: „Ich kann der Mannschaft nur größtes Lob aussprechen und zum Sieg herzlich gratulieren.“ Mit dem klaren Erfolg hält Pitten nach sechs Runden bei zwölf Punkten und bleibt in der Spitzengruppe, während Pottenstein bei zehn Zählern stehen bleibt.