In der 1. Klasse Süd hat ASC Leobersdorf am Freitagabend gegen SC Pfaffstätten mit 1:2 verloren. Aus Sicht von Pfaffstätten-Trainer Thomas Markytan war es kein schönes Spiel, aber eines, das seine Mannschaft genau so annehmen wollte. „Wir haben uns ganz stark auf unsere Verteidigung konzentriert“, sagte er nach einem Abend, an dem die Gäste nach dem Ausgleich noch vor der Pause wieder die Führung zurückholten.

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Markytan machte nach dem Schlusspfiff kein Geheimnis daraus, wie er die Partie gesehen hatte. „Es war ein Spiel auf sehr niedrigem Niveau“, sagte der Trainer, der den Schwerpunkt diesmal bewusst auf die Arbeit gegen den Ball gelegt hatte. Der Grund dafür war klar: In den vergangenen Runden hatte Pfaffstätten aus seiner Sicht zu viele Chancen zugelassen und auch zu viele Gegentore bekommen. Genau deshalb war die Marschroute diesmal eine andere. Nach neun Minuten ging dieser Plan erstmals auf, als die Gäste einen Leobersdorfer Spielaufbau abfingen, den Ball schnell in die Tiefe brachten und Martin Staudinger trocken ins lange Eck zum 0:1 abschloss. Lange hielt die Führung aber nicht. Bereits in der 12. Minute kam Leobersdorf zum 1:1, als Grigorios Pegios nach einer guten Aktion der Gastgeber erfolgreich war.
Entscheidend war für Markytan nicht nur, dass seine Mannschaft noch einmal traf, sondern vor allem der Zeitpunkt. Für ihn war wichtig, dass Pfaffstätten nach dem 1:1 noch vor der Pause wieder zur Führung kam und damit in die gewünschte Ausgangslage zurückfand. Das 1:2 fiel in der 40. Minute nach einer Ecke. Leobersdorf konnte dabei zunächst zweimal auf der Linie retten, doch die Aktion war noch nicht bereinigt. Der Ball kam ein weiteres Mal zurück in den Gefahrenbereich, wo Marco Markytan aus etwa sieben bis acht Metern volley abzog und zum 1:2 traf. „Damit konnten wir wieder mehr an die Verteidigungsarbeit denken und ins Umschalten kommen“, erklärte Thomas Markytan. Gleichzeitig sagte er auch offen, dass seine Mannschaft mehrere Umschaltmöglichkeiten hatte, diese aber nicht sauber zu Ende spielte. Genau deshalb blieb es bis zum Schlusspfiff eng und, wie er selbst meinte, „wahrscheinlich nicht schön anzuschauen“.
Im weiteren Verlauf sah der Pfaffstätten-Coach seine Elf vor allem in jener Disziplin stark, die sie sich für diesen Abend vorgenommen hatte. „Funktioniert hat sehr gut, dass wir uns auf die Defensivarbeit konzentriert haben und als Mannschaft aus dem Block heraus das ganze Spiel versucht haben, den Gegner vom Tor wegzubringen“, sagte Markytan. Leobersdorf hatte zwar über weite Strecken mehr Ballbesitz und versuchte laut dem Trainer, das Spiel an sich zu reißen, doch Pfaffstätten hielt dagegen. Markytan sprach den Gastgebern durchaus Qualität zu und verwies darauf, dass dort „individuell sehr gute Fußballer“ auf dem Platz standen, die den Unterschied hätten machen können. Aus seiner Sicht ließ seine Mannschaft aber kaum etwas zu. Eine frühe Szene nach einem Corner, als ein Leobersdorfer freistehend über das Tor schoss, blieb ihm dabei ebenso in Erinnerung wie der Ausgleich. Danach habe sein Team „extrem konzentriert gegen den Ball gearbeitet“, weshalb Leobersdorf aus seiner Sicht aus dem Spiel heraus kaum noch zu klaren Chancen kam.
Ganz ohne Diskussionen kam der Abend trotzdem nicht aus. Eine Szene mit dem Schiedsrichter blieb Markytan hängen, weil er dabei eine ungleiche Bewertung wahrnahm. „Ich habe ihm nur angedeutet, dass es hier einfach eine ungleiche Bewertung gibt, da wurde ich sofort mit Gelb bestraft“, sagte der Pfaffstätten-Coach. Gleichzeitig schob er aber auch nach, dass der Unparteiische das Spiel ansonsten „extrem gut geleitet“ habe und keine Unruhe aufkommen ließ. Über allem stand für ihn ohnehin das Ergebnis. Nach den schwierigen Wochen davor war es für Pfaffstätten vor allem wichtig, die drei Punkte mitzunehmen. „Ich bin sehr froh, dass wir die drei Punkte mitgenommen haben“, sagte Markytan. Nun hofft er, dass dieser Auswärtssieg seiner Mannschaft für die kommende Aufgabe neues Selbstvertrauen gibt, denn mit Pitten wartet als nächster Gegner laut Markytan „eine absolute Top-Mannschaft“.