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SV Kirchberg/Walde-Trainer Daniel Glaser: "Foul an Kammerer war der Schlüsselmoment" – 2:2 in Waldhausen nach 2:0-Führung

SV Waldhausen
SV Kirchberg/Walde

Zwischen SV Waldhausen (NÖ) und SV Kirchberg/Walde entwickelte sich in der 1. Klasse Waldviertel ein Duell mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten und einem 2:2, das die Gemüter bewegte. Im Mittelpunkt stand dabei die Einordnung von Trainer Daniel Glaser, der den dominanten Auftritt seiner Elf vor der Pause, den Bruch nach einem Foul an Manuel Kammerer und den Wert des Auswärtspunktes betonte. Seine Mannschaft nahm viel Positives mit – und zugleich die klare Erkenntnis, warum sich die Partie im zweiten Durchgang drehte.

Fußballspieler im engen Zweikampf

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Starker Auftakt und kaltschnäuzige Führung

Glaser zeichnete ein deutliches Bild der ersten 45 Minuten: "Wir waren spielerisch sehr präsent, haben das sehr gut gemacht und uns Chancen herausgearbeitet." Kirchberg/Walde drückte früh auf die Führung und bekam sie durch einen unglücklichen Moment der Gastgeber: In der 29. Minute lenkte Michal Schön den Ball ins eigene Tor zur 1:0-Führung. Das passte zum Plan der Gäste, denn, so Glaser: "Offensiv – schnelles Kombinationsspiel direkt in die Spitze mit unseren schnellen Spielern. Das hat sehr gut funktioniert." Folgerichtig erhöhte Manuel Kammerer in der 35. Minute auf 2:0; zur Pause führte Kirchberg/Walde 2:0. In dieser Phase, so Glaser, hätte seine Mannschaft "drei zu null oder vier zu null" führen können. Auch in der Spielkontrolle verortete er klare Vorteile: "Wie schon gesagt: erste Halbzeit Kirchberg klar im Vorteil."

Wende nach Foul – Waldhausen schlägt zurück

Der Bruch kam für Kirchberg/Walde mit einer Szene, die Glaser als entscheidend einstufte: "Eine Schlüsselsituation war ganz klar ein Foul an Manuel Kammerer, der dann verletzt ausgewechselt werden musste und ins Spital musste." Die notwendigen Umstellungen nahmen den Gästen den Rhythmus: "Wir sind im Prinzip aus unserem Spielfluss gefallen, und so ist das dann leider zu einem 2:2 geworden." Waldhausen nutzte die veränderte Statik: Vojtech Engelmann verkürzte in der 58. Minute auf 2:1, und in der 71. Minute glich Daniel Gutmann zum 2:2 aus – jener Angreifer, über den Glaser sagte: "Der ist sehr präsent, immer gefährlich und für einen Verteidiger sehr schwer zu bändigen." Zu den Gegentoren bemerkte er zudem: "Die Tore waren dann unglücklich, durch strittige Situationen." In dieser Phase kippte auch die Spielkontrolle in Richtung der Hausherren, was Glaser so zusammenfasste: "In der zweiten Halbzeit ist Waldhausen besser ins Spiel gekommen; sie hatten mehr Spielanteile." Dennoch fand Kirchberg/Walde noch Nadelstiche: "Wir hatten auch noch ein, zwei Möglichkeiten, das Spiel doch noch auf unsere Seite zu drehen. Das ist uns leider nicht geglückt."

Einordnung, Körperlichkeit und der Blick nach vorn

Trotz des verschenkten Vorsprungs lieferte die Mannschaft aus Glasers Sicht vieles ab, das in den kommenden Wochen trägt. Er hob die Arbeit gegen den Ball hervor: "Mit dem Zweikampfverhalten war ich bei meiner Mannschaft sehr zufrieden." In Summe blieb für ihn die Erkenntnis eines leistungsgerechten Pendels mit zwei Gesichtern: "Wie schon gesagt: erste Halbzeit Kirchberg klar im Vorteil, zweite Halbzeit Waldhausen im Vorteil." Für die Tabelle und das Selbstvertrauen verbuchte der Trainer den Punktgewinn ausdrücklich positiv – auch mit Blick auf die jüngsten Ergebnisse: "Der Punkt jetzt auswärts in Waldhausen war sehr wichtig." So bleibt nach einer Partie mit raschem Kirchberger Kombinationsspiel, einer schmerzhaften Schlüsselszene und Waldhausener Antwortwucht das Gefühl.

1. Klasse Waldviertel: Waldhausen : Kirchberg/Walde - 2:2 (0:2)

  • 71
    Daniel Gutmann 2:2
  • 58
    Vojtech Engelmann 1:2
  • 35
    Manuel Kammerer 0:2
  • 29
    Eigentor durch Michal Schön 0:1