In der 1. Klasse Waldviertel hat USC Hartl Haus Echsenbach am Freitagabend gegen SV Waldhausen (NÖ) trotz später Aufholjagd mit 2:3 verloren. Nach einem 0:2 zur Pause und dem schnellen 0:3 kamen die Gastgeber noch einmal heran, für Trainer Robert Leutgeb lag der Hauptgrund vor allem im Zugang seiner Mannschaft: „Waldhausen hat von der ersten Minute an den Sieg mehr gewollt als wir.“

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Leutgeb machte nach dem Spiel keinen großen Bogen um die erste Hälfte. „Die erste Halbzeit war Waldhausen stärker und hat auch verdient 2:0 geführt“, sagte der Echsenbach-Coach. In der 25. Minute brachte Daniel Gutmann die Gäste in Führung, nur drei Minuten später legte Stefan Teufel das 0:2 nach. Damit lief die Partie früh in die Richtung von Waldhausen, das aus Sicht des Trainers wacher und zielstrebiger auftrat. Besonders bitter wurde es für die Hausherren dann direkt nach dem Seitenwechsel. Obwohl Echsenbach laut Leutgeb besser aus der Kabine kam, erhöhte erneut Daniel Gutmann in der 50. Minute auf 0:3. Genau dieser Treffer machte die Aufgabe noch einmal deutlich schwerer, weil die Gastgeber da gerade begonnen hatten, mehr Zugriff auf das Spiel zu bekommen.
Im Zentrum der Analyse stand für Leutgeb nicht nur der Spielstand, sondern vor allem das Auftreten seiner Mannschaft. „Nach der Pause waren wir die aktivere Mannschaft, aber da haben sie das 3:0 gemacht“, sagte er. Trotzdem wollte er die Niederlage nicht allein an diesem Moment festmachen. „Vielleicht wäre ein Unentschieden gerechter gewesen, aber der Sieg für Waldhausen war verdient.“ Die Begründung fiel klar aus und zog sich durch seine gesamte Einordnung. „Wir haben an dem Tag nicht den Willen gehabt, so zu spielen wie in den ersten zwei Partien.“ Dazu kam für ihn der Unterschied in den Zweikämpfen. Waldhausen habe das „geschickt gemacht“, seiner Mannschaft „ein bisschen die Schneid abgekauft“ und sei insgesamt „aggressiver und bissiger“ gewesen. Genau darin sah Leutgeb den größten Unterschied zwischen beiden Teams.
Ganz erledigt war die Partie nach dem 0:3 allerdings noch nicht. Echsenbach blieb dran und entwickelte nach dem Seitenwechsel deutlich mehr Druck. In der 66. Minute verkürzte Marco Holzinger auf 1:3, sechs Minuten später stellte Hans Gerbeth auf 2:3. Damit war das Spiel plötzlich wieder offen, und genau diese Phase meinte Leutgeb, als er sagte: „Dann haben wir eigentlich ganz stark gespielt.“ Seine Mannschaft war nun klar aktiver und drängte Waldhausen weit zurück. Mehr als die beiden Treffer sprang aber nicht mehr heraus. Dass die Gäste den Vorsprung trotzdem über die Zeit brachten, erklärte der Trainer auch damit, dass sie „ein bisschen besser verteidigt“ hätten. So blieb am Ende zwar das Gefühl, dass noch mehr möglich gewesen wäre, gleichzeitig stellte Leutgeb aber nicht infrage, dass Waldhausen an diesem Abend insgesamt konsequenter aufgetreten war.
Bei den entscheidenden Aktionen ging Leutgeb noch einmal an den Anfang der Partie zurück. Vor dem 0:1 sah er eine Abseitsstellung und ärgerte sich über den Ablauf der Szene. Daniel Gutmann traf zur Führung. Auch vor dem zweiten Gegentreffer störte ihn das Verhalten seiner Mannschaft. „Da haben wir den Ball ein bisschen zu lange gehalten, dann ist der Stürmer dazwischen gespritzt“, schilderte er. Zusätzlich sprach der Trainer noch eine spätere Szene an, die aus seiner Sicht anders hätte bewertet werden können. Am Grundtenor seiner Analyse änderte das aber nichts. „Muss man respektieren und akzeptieren. Gratulation an Waldhausen“, sagte Leutgeb. Für Echsenbach ist es nach zwei Siegen zum Auftakt die erste Niederlage, die Mannschaft hält nach drei Runden aber weiter bei sechs Punkten.