In der 1. Klasse Waldviertel musste sich der UFC Arbesbach am Freitagabend dem SC Pfaffenschlag mit 0:1 geschlagen geben. Nach einem torlosen ersten Durchgang entschied Christopher Buxbaum die enge Partie in der 57. Minute. Arbesbach-Trainer Stefan Eichhorn sah über weite Strecken ein Spiel auf Augenhöhe, haderte mit der Effizienz im letzten Drittel und sprach nach Schlusspfiff von „ganz kleinen Nuancen“.

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Stefan Eichhorn rückte in seiner ersten Einordnung sofort die Ausgeglichenheit der Partie in den Mittelpunkt. „Über neunzig Minuten war es ziemlich ausgeglichen“, sagte der Arbesbach-Trainer und verwies darauf, dass beide Mannschaften ihre Möglichkeiten hatten. Gerade in der ersten Halbzeit war aus Sicht der Gastgeber aber durchaus die Chance da, selbst in Führung zu gehen. Ein Freistoß landete an der Latte, dazu kam eine Eins-gegen-Eins-Situation, in der der gegnerische Tormann als Sieger herausging. Weil diese Gelegenheiten ungenützt blieben, ging es mit dem 0:0 in die Pause. Eichhorn war sich sicher, dass eine Führung seiner Mannschaft gutgetan hätte: „Wenn wir da vielleicht in Führung gegangen wären, hätten wir uns vielleicht ein bisschen leichter getan.“
Auch nach dem Seitenwechsel sah Eichhorn weiter ein offenes Spiel, in dem sich lange kein klarer Vorteil abzeichnete. Die entscheidende Szene kam dann in der 57. Minute, als Christopher Buxbaum für Pfaffenschlag das einzige Tor des Abends erzielte. Für den Arbesbacher Coach war das kein Treffer, den er groß mystifizieren wollte, sondern das Ergebnis eines unglücklichen Moments in der eigenen Defensive. „Wir haben den Ball beim ersten Versuch zu klären nicht sauber weggebracht aus dem dritten Drittel, dann war ein bisschen Unordnung und so ist das Tor im Strafraum entstanden“, schilderte er die Entstehung. Gerade weil der Treffer aus seiner Sicht aus einem Eigenfehler resultierte, tat er besonders weh. Trotzdem betonte Eichhorn, dass die Partie auch danach bis zum Schluss offen blieb und seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit noch einmal Chancen auf den Ausgleich hatte.
In der Bewertung der Mannschaftsleistung wollte Eichhorn deshalb trotz der Niederlage kein hartes Urteil fällen. „Ich kann der Mannschaft nichts vorwerfen. Jeder hat mit Leidenschaft gekämpft und gerackert“, sagte der Trainer, der Einsatz, Wille und Teamgeist klar hervorhob. Das Hauptproblem sah er vielmehr dort, wo Spiele wie dieses oft kippen. „Im letzten Drittel hat uns das gewisse Etwas gefehlt“, meinte er und sprach damit genau jenen kleinen Unterschied an, den er über den ganzen Abend wahrnahm. Auf die Frage, was Pfaffenschlag besser gemacht habe, antwortete er zunächst sehr direkt: „Gar nichts. Außer ein Tor mehr geschossen.“ Gleich danach ordnete er das aber ein, lobte den Gegner für dessen Leistung und für den guten Mix im Kader. Auch deshalb sei die Begegnung so eng gewesen. „Wir haben ziemlich die gleiche Philosophie, deswegen habe ich gewusst, dass das ziemlich eng werden wird“, sagte Eichhorn. Passend dazu sagte er auch mit Blick auf das Ergebnis: „Schlussendlich wäre ein X vielleicht okay gewesen.“
Bemerkenswert war nach dem Schlusspfiff vor allem, wie sehr Eichhorn den Blick auf das große Ganze richtete. Von Frust oder Hadern war zwar wegen der knappen Niederlage etwas zu spüren, grundsätzlich überwog bei ihm aber die Zufriedenheit mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Ich bin stolz auf mein Team. Der Teamgeist passt, der Einsatz passt, der Wille passt, die Leidenschaft passt“, sagte er. Gerade auf diesem Niveau sei das für Arbesbach ein Lernprozess, den man annehmen müsse. Nach drei Runden stehen zwar erst drei Punkte zu Buche, doch Eichhorn sieht seine Mannschaft nicht auf einem falschen Weg. „Wir waren nicht unterlegen und hätten auch mit ein bisschen Glück alle drei Spiele vielleicht sogar gewinnen können“, erklärte er. Besonders wichtig war ihm dabei noch ein anderer Punkt: Mit Jakub Sipek stand aus seiner Sicht nur ein Legionär im Team, der Rest komme aus der Umgebung. „Das macht mich schon stolz, dass wir da Woche für Woche mithalten“, sagte der Trainer. Den Schiedsrichter bewertete er nebenbei als „neutral, unauffällig“ und „mehr als okay“. Vieles spricht also dafür, dass Arbesbach aus diesem 0:1 weniger Frust als vielmehr Bestätigung mitnimmt, auch wenn Eichhorn genau weiß, woran gearbeitet werden muss: „Ein bisschen mehr Qualität, ein bisschen effizienter, und dann wäre es auch in unsere Richtung gegangen.“