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"Wir hätten nur eine Chance nutzen müssen" – Albrechtsberg gibt den Sieg spät noch her

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USV WFLG Raxendorf
SV Albrechtsberg

In der 1. Klasse Waldviertel hat USV WFLG Raxendorf am Freitagabend gegen SV Albrechtsberg noch ein 2:2 gerettet. Für Albrechtsberg fühlte sich der Punkt dennoch eher wie ein verlorener Sieg an, weil die Gäste nach der Pause lange vorne lagen und erst in der Nachspielzeit den Ausgleich durch Michal Matus hinnehmen mussten. Trainer Stefan Erlebach sprach danach von einer intensiven Partie, sah seine Mannschaft aber klar näher am Erfolg.

Fußball auf Stadionrasen

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Albrechtsberg startet stark, Raxendorf antwortet sofort

Der Beginn hatte gleich Tempo, und genau das blieb auch beim Albrechtsberger Trainer hängen. "Das Spiel hat super begonnen für uns", sagte Erlebach nach dem Schlusspfiff. Schon in der 2. Minute brachte Fabio Frühwirth die Gäste mit 1:0 in Führung. Lange genießen konnte Albrechtsberg diesen Start aber nicht, denn Raxendorf meldete sich schnell zurück. Jakub Kosorin traf in der 6. Minute zum 1:1 und sorgte damit früh dafür, dass aus der Partie ein offener Abend wurde. Erlebach beschrieb diese Phase passend: "Raxendorf hat gleich nachgelegt, es war ein munterer Schlagabtausch." Noch vor der Pause legte Albrechtsberg dann wieder vor. Pavel Kucharcuk erzielte in der 36. Minute das 2:1, und sein Trainer geriet bei diesem Treffer richtig ins Schwärmen: "Pavel hat ein Traumtor geschossen, genau ins Kreuzeck. So etwas sieht man nicht oft." Mit diesem Vorsprung gingen die Gäste auch in die Kabine.

Viele gute Phasen, aber die Entscheidung bleibt aus

Nach dem Seitenwechsel sah Erlebach seine Mannschaft weiter im Vorteil, auch wenn er Raxendorf keineswegs kleinreden wollte. "Näher am Sieg waren eindeutig wir", stellte der Trainer klar. Er begründete das vor allem mit dem Chancenplus seiner Elf und mit dem Gefühl, dass die Partie eigentlich in Richtung Auswärtssieg lief. "Wir hätten nur eine Chance nutzen müssen, dann wären wir 3:1 vorne gewesen", sagte Erlebach. Genau das war aus seiner Sicht der Knackpunkt. Albrechtsberg verteidigte nach seinen Worten kompakt und hatte die gefährlichen Leute des Gegners "gut im Griff". Gleichzeitig blieb Raxendorf aber immer wieder präsent. Auch das sprach Erlebach offen an: Die Gastgeber seien "immer wieder gefährlich" gewesen und hätten "ihre Möglichkeiten" gehabt. Weil die Gäste den dritten Treffer nicht nachlegten, blieb das Spiel offen. In der Nachspielzeit schlug Raxendorf dann noch einmal zu, als Michal Matus in Minute 90.+2 das 2:2 erzielte. Für Albrechtsberg war das, wie der Trainer sagte, "natürlich sehr, sehr bitter".

Viel Respekt für den Gegner und Lob für die eigene Leistung

Auch wenn der späte Ausgleich schmerzte, war Erlebach mit dem Auftritt seiner Mannschaft im Grunde zufrieden. "Wir können auf die Leistung stolz sein", sagte er, nachdem er seine Elf über weite Strecken als sehr ordentlich gesehen hatte. Besonders wichtig war ihm gegen die starke Raxendorfer Offensive eine geschlossene Arbeit gegen den Ball. "Wir haben die Schlüsselspieler gut im Griff gehabt und kompakt verteidigt", lautete seine Analyse. Gleichzeitig sparte er auch nicht mit Respekt für den Gegner. Raxendorf sei "zweikampfstark", gehe "auf jeden Ball" und habe "super Einzelspieler". Überhaupt ordnete er die 90 Minuten als ausgeglichenen, aber intensiven Abend ein: "Es war über 90 Minuten eine intensive Partie, beide Mannschaften haben gut gespielt und ordentlich gekämpft." Ein Lob verteilte der Albrechtsberger Trainer auch an den Unparteiischen. "Dem Schiedsrichter kann ich wirklich nur ein Lob aussprechen. Er hat das hitzige Spiel immer im Griff gehabt und sehr gut gepfiffen." Unterm Strich nimmt Albrechtsberg damit zwar nur einen Punkt aus Raxendorf mit, bleibt nach drei Runden aber bei sieben Zählern. Gerade deshalb wird sich das 2:2 für die Gäste wohl trotzdem länger wie zwei verlorene Punkte anfühlen als ein gewonnener Auswärtspunkt.

1. Klasse Waldviertel: USV WFLG Raxendorf : Albrechtsberg - 2:2 (1:2)

  • 92
    Michal Matus 2:2
  • 36
    Pavel Kucharcuk 1:2
  • 6
    Jakub Kosorin 1:1
  • 2
    Fabio Frühwirth 0:1