In der 1. Klasse Waldviertel hat sich SC St. Martin am Sonntag mit einem 1:1 gegen SCU Koller Nondorf begnügen müssen. Nach der Pausenführung durch Dominik Decker war für die Gastgeber mehr drin, doch am Ende blieb es bei einem Punkt. Trainer Christopher Bruckner machte vor allem die ungenutzten Umschaltmomente zum Thema und sprach von einer Partie, in der seine Mannschaft den Sieg liegen ließ.

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Lange Zeit war es genau die Partie, die Bruckner hinterher beschrieb: zäh, eng und auf beiden Seiten mit wenig Tempo im letzten Drittel. „Zur Halbzeit war es von beiden Mannschaften kein gutes Spiel. Beide hatten wenig Ideen, richtig zwingende Chancen gab es kaum“, sagte der Trainer. Dominik Decker hatte bei St. Martin mit zwei Aktionen noch die auffälligsten Momente, einmal traf der Angreifer an die Stange. Trotzdem gingen die Gastgeber mit einer Führung in die Pause, weil Decker in der 40. Minute zum 1:0 traf. Für St. Martin war das in einer insgesamt verhaltenen ersten Hälfte zunächst die passende Belohnung, auch wenn Bruckner mit dem eigenen Spielaufbau bis dahin nicht zufrieden war.
Nach dem Seitenwechsel sah der Trainer dann aber eine deutlich bessere Phase seiner Mannschaft. „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, hatten einen guten Beginn“, sagte Bruckner, und genau in dieser Phase lag das 2:0 mehrmals in der Luft. Vor allem eine Szene mit Decker blieb hängen. Bruckner schilderte sie so: „Er bekommt den Ball gut, nimmt ihn super an, lässt einen aussteigen und schließt gegen die Laufrichtung des Tormanns stark ab. Der Ball springt noch auf, und der Tormann klärt ihn mit den Zehenspitzen.“ Für den Coach von St. Martin war das einer der entscheidenden Momente des Nachmittags. „Wenn wir das 2:0 machen, nehmen wir die drei Punkte hundertprozentig mit.“ Stattdessen ließ St. Martin diese Phase ungenutzt verstreichen.
Dazu kam, dass sich die Gastgeber nach der Führung aus Sicht ihres Trainers zu weit zurückzogen. „Wir haben uns eher zu tief eingestellt und ihnen mehr das Spiel überlassen“, meinte Bruckner. Gefährlich wurde Nondorf nach seiner Einschätzung dennoch selten. Viele Bälle flogen über die Seiten oder als Flanken in den Strafraum, und genau das hatte St. Martin lange im Griff. „Wir haben viel wegverteidigt, vor allem die Flanken auf die zweite Stange. Das war über den größten Teil des Spiels wirklich gut“, sagte Bruckner. Was ihm dagegen fehlte, war Ruhe in den Umschaltmomenten: „Wir haben zu viele lange Bälle geschlagen und zu wenig einfache Pässe in die Mitte gespielt. Da waren genug Situationen da, die wir viel zu hektisch und ungenau ausgespielt haben.“
So blieb Nondorf im Spiel und kam in der 82. Minute doch noch zum Ausgleich. Tobias Schrammel verwertete einen Eckball zum 1:1, ein Gegentor, das Bruckner besonders ärgerte, weil seine Mannschaft die Standardstärke der Gäste eigentlich auf dem Zettel hatte. „Wir wussten von ihren Stärken und hatten sie eigentlich gut unter Kontrolle. Die meisten Standards haben wir gut wegverteidigt, leider den letzten nicht“, sagte der Trainer. Sein Fazit fiel deshalb gemischt aus: „Vielleicht ist das Remis für beide Mannschaften verdient, aber wir hätten natürlich gerne einen Sieg mitgenommen.“ Für St. Martin bleibt damit nach drei Runden der zweite Punkt, auch wenn sich dieser am Sonntag eher nach einer verpassten Gelegenheit anfühlte.