In der 1. Klasse Waldviertel hat sich SCU Koller Nondorf am Sonntag gegen USC Hartl Haus Echsenbach mit 3:1 durchgesetzt. Nach einem frühen Rückstand brauchten die Gastgeber ein paar Minuten, fanden dann aber immer besser hinein und drehten die Partie noch vor der Pause. Trainer Manuel Haider sah vor allem das schnelle 3:1 nach Seitenwechsel als wichtigste Szene eines Heimsiegs, bei dem Nondorf den Kampf annahm und seine Vorteile am Ball nützte.

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Für die Gastgeber begann die Partie alles andere als nach Wunsch. Haider sagte nach dem Schlusspfiff offen: „Wir haben die ersten zehn Minuten ein bissl verschlafen.“ Genau in diese Phase fiel auch das 0:1, als Nico Strohmaier in der 7. Minute für Echsenbach traf. Nondorf stand nach Einschätzung des Trainers hinten zunächst nicht gut, fand aber schnell eine Reaktion auf diesen Rückschlag. Schon in der 12. Minute gelang Marcel Wallner der Ausgleich, und mit diesem Treffer kippte auch das Gefühl der Partie. „Mit dem Ausgleich sind wir dann richtig gut ins Spiel gekommen“, sagte Haider. Die Heimelf war danach deutlich besser drin, arbeitete sich ins Match und belohnte sich noch vor der Pause ein zweites Mal. Nach einem Elfmeter stellte Matej Ríha auf 2:1, womit Nondorf nach einem schwierigen Beginn plötzlich mit einer Führung in die Kabine ging.
Wenn Haider einen Moment nennen sollte, der das Spiel endgültig in die richtige Richtung laufen ließ, dann musste er nicht lange überlegen. „Das 3:1 gleich nach der Pause war das Wichtigste, weil wir da gleich draufgeblieben sind und die Partie eigentlich entschieden haben“, erklärte der Nondorf-Trainer. In der 48. Minute erhöhte Tobias Schrammel auf 3:1, und auch die Entstehung dieses Tores blieb Haider hängen. Er schilderte einen Angriff, der sauber von hinten aufgebaut wurde, dann über einen langen Diagonalball auf die linke Seite weiterlief und nach einem guten Durchsetzen im Eins-gegen-eins mit einem Querpass in die Mitte endete. Dort musste Schrammel nur mehr einschieben. Für Nondorf war das genau der Verlauf, den man sich nach der Pause vorgenommen hatte: nicht verwalten, sondern sofort nachlegen und dem Gegner keine neue Hoffnung geben.
Dass Nondorf am Ende als verdienter Sieger vom Platz ging, machte Haider vor allem an zwei Punkten fest. Zum einen war für ihn wichtig, wie seine Mannschaft die Art des Spiels annahm. „Wir haben den Kampf angenommen. Das war das Wichtigste heute“, sagte er. Echsenbach hatte er so erlebt, wie er es erwartet hatte: als sehr robuste Mannschaft, die viel über Einsatz und Zweikämpfe kommt. „Wir haben gut dagegengehalten und ihnen ihre Stärke ein bissl nehmen können“, meinte Haider. Zum anderen sah er Vorteile bei seiner eigenen Mannschaft, sobald der Ball in den eigenen Reihen blieb. „Am Ende haben wir mit Ball einfach mehr Qualitäten gehabt und die dann auch nutzen können.“ Deshalb wollte er die Partie auch nicht an möglichen Diskussionen um einzelne Szenen festmachen: „Darüber kann man in jedem Spiel reden, aber das hat wenig Sinn.“ Unterm Strich blieb für den Trainer ein klares Fazit: „Im Großen und Ganzen muss man zufrieden sein.“ Mit dem 3:1-Heimsieg hält Nondorf nach vier Runden bei sieben Punkten und bleibt damit im oberen Bereich der Tabelle.