In der 1. Klasse Waldviertel hat SC St. Martin gegen SC Pfaffenschlag am Samstag mit 4:0 gewonnen und damit ein deutliches Lebenszeichen gesetzt. Trainer Christopher Bruckner sprach nach dem Schlusspfiff von einem „sehr guten Match“ und vor allem davon, dass seine Mannschaft endlich wieder den Ball laufen ließ. Genau das war über weite Strecken der Unterschied in einer klaren Partie.

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Bruckner hatte das Gefühl, dass seine Mannschaft vom Anpfiff weg im Spiel war. „Wir waren von Anfang an die bessere Mannschaft“, sagte der Trainer und verwies gleich auf die erste große Möglichkeit, die es nach seiner Schilderung schon nach rund einer Minute gab, als Dominik Decker allein auf das Tor zulief. Dazu kamen laut Bruckner noch weitere Topchancen und auch ein Stangenschuss, ehe sich der Druck schließlich auch im Ergebnis zeigte. In der 30. Minute brachte Andreas Wandl die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Nur vier Minuten später legte Andriy Zahranychnyy nach und traf aus der Distanz zum 2:0. Bruckner gefiel dabei nicht nur die Effizienz vor dem Tor, sondern vor allem die Art, wie seine Elf das Spiel bis dahin an sich gezogen hatte.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aus Sicht des Trainers nicht wesentlich. „Die zweite Halbzeit war genauso wie die erste Halbzeit“, sagte Bruckner, der seine Mannschaft weiter klar überlegen sah. St. Martin blieb das aktivere Team und nutzte die Räume, die sich nun noch stärker auftaten. In der 53. Minute erhöhte Dominik Decker auf 3:0, ehe Niklas Höbarth in der 61. Minute den vierten Treffer nachlegte. Bruckner sprach in diesem Zusammenhang davon, dass seine Elf die Chancen „richtig gut fertig gespielt“ habe und die Partie durch zwei Konteraktionen endgültig entschieden worden sei. Nach dem 4:0 verlor das Spiel dann etwas an Zug. „Wir wollten nicht mehr, sie konnten nicht mehr“, meinte der Trainer. Ganz zufrieden war er mit dieser Phase trotz des klaren Resultats nicht, weil er sich gewünscht hätte, dass seine Mannschaft noch länger am Drücker bleibt.
Die deutlichste Einordnung lieferte Bruckner nach dem Spiel mit seinem Blick auf die vergangenen Wochen. Er sprach offen von einer schwierigen Phase und davon, dass man sich unter der Woche zusammengesetzt habe. „Wir hatten eine Krisensituation, das muss man ehrlich sagen“, erklärte er. Den Spielern habe er klar gesagt: „So wie wir aktuell Fußball spielen, ist das nicht das, wie ich das vom Training kenne.“ Vor allem die vielen langen Bälle seien ihm ein Dorn im Auge gewesen. Umso mehr freute ihn, dass St. Martin diesmal genau das zeigte, was er sehen wollte. „Wir haben heute einfach wirklich den Ball sehr gut laufen lassen“, sagte Bruckner. Dazu seien viele gute Aktionen über die Seite gekommen, also genau jene Abläufe, die in den vergangenen Wochen trainiert worden seien. Für den Trainer war das 4:0 deshalb nicht nur ein klarer Sieg, sondern auch die Bestätigung, dass seine Mannschaft mit mehr Selbstvertrauen und sauberem Passspiel ein ganz anderes Gesicht zeigen kann. „Der Auftritt hätte meiner Meinung nach sogar höher ausfallen können, aber ich bin extrem zufrieden mit dem 4:0.“
Bei aller Zufriedenheit legte Bruckner Wert darauf, den Gegner nicht kleinzureden. Er sprach davon, dass Pfaffenschlag personell geschwächt gewesen sei, betonte aber zugleich, dass er die Gäste im Vergleich zur Vorwoche verbessert gesehen habe. „Da waren heute viele junge, gute Spieler drin“, sagte der Trainer und ergänzte, dass der Weg bei Pfaffenschlag mit dieser Mannschaft weiter nach vorne führen könne. Auch rund um die Partie selbst gab es aus seiner Sicht nichts zu beanstanden. Bruckner beschrieb das Spiel als ruhig und fair, auch mit der Leistung des Schiedsrichters war er einverstanden: „Das hat perfekt gepasst.“ Für St. Martin bleibt nach diesem Nachmittag vor allem die Erkenntnis, dass die Mannschaft wieder zu ihrem Spiel zurückgefunden hat. Ganz abgeschlossen ist die Arbeit für Bruckner damit aber nicht. Dass nach dem 4:0 etwas die Spannung verloren ging, sprach er offen an. Trotzdem überwog klar die Erleichterung. „Meine Mannschaft hat absolut klar verdient gewonnen“, sagte er, und genau daran will man in St. Martin nun anknüpfen.