Zum Auftakt in der 1. Klasse West-Mitte hat TSU Förthof Hafnerbach gegen SV Ratzersdorf eine bittere 0:1-Heimniederlage hinnehmen müssen. Trainer Marian Kocis sah seine Mannschaft über weite Strecken am Drücker, am Ende aber ohne Ertrag. Für ihn lag der Unterschied nicht in der Spielanlage, sondern in der Effizienz: TSU Förthof Hafnerbach ließ zwei große Möglichkeiten liegen, während SV Ratzersdorf seine eine entscheidende Szene nutzte.

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Marian Kocis schilderte ein Spiel, das sich für TSU Förthof Hafnerbach von Beginn an zäh anfühlte. SV Ratzersdorf stellte sich laut dem Trainer von TSU Förthof Hafnerbach mit einer Fünferkette und einer engen zweiten Linie tief vor den eigenen Strafraum, dazu aggressiv in den Zweikämpfen. "Es war nicht einfach, die Lücken und Räume zu finden", sagte Kocis. Trotzdem sah er TSU Förthof Hafnerbach lange auf der besseren Seite. "Wir haben das Spiel unter Kontrolle gehabt und praktisch keine Torchance zugelassen." Die beste Szene der ersten Halbzeit hatte TSU Förthof Hafnerbach nach rund 25 Minuten, als ein hoher Ball einen Angreifer alleine vor den Tormann brachte. Der Abschluss geriet aber zu schwach, ein Abwehrspieler konnte noch klären. So ging es mit einem 0:0 in die Pause, obwohl TSU Förthof Hafnerbach mehr vom Spiel hatte.
Auch nach der Pause änderte sich das Bild laut Kocis zunächst kaum. TSU Förthof Hafnerbach suchte weiter die Lösung, SV Ratzersdorf blieb tief und eng. Die große Möglichkeit zum Führungstor war dennoch da: David Frühauf setzte sich auf der linken Seite gegen zwei Gegenspieler durch und legte von der Grundlinie zurück auf Philip Nusterer, der frei vor dem Tormann knapp neben die Stange schoss. Wenig später bekam TSU Förthof Hafnerbach dann genau jenen Gegentreffer, den Kocis in so einem Spiel befürchtet hatte. Nach einem langen Ball hinter die Viererkette sprach der Trainer von einer unterschätzten Situation, ehe Lukas Mitterwachauer in der 63. Minute zum 0:1 für SV Ratzersdorf traf. "Wir haben zwei hundertprozentige Torchancen gehabt und kein Tor gemacht. Das war der Unterschied. Der Gegner war effektiver als wir", sagte Kocis. Deshalb blieb für ihn ein Satz hängen: "Wer das erste Tor macht, gewinnt dieses Spiel."
Bei der Ursachenforschung wurde Kocis nach dem Schlusspfiff deutlich, ohne dabei nach Ausreden zu suchen. "In der Mitte war zu wenig Bewegung, zu wenig Variabilität", sagte der Trainer von TSU Förthof Hafnerbach. Gerade gegen einen Gegner, der so tief steht, müsse der Ball schneller laufen und es brauche mehr Bewegung im Zentrum. Dazu kam aus seiner Sicht "zu wenig Aggressivität" von TSU Förthof Hafnerbach. Auch mit einigen Entscheidungen des Schiedsrichters war Kocis nicht ganz einverstanden, stellte aber klar: "Das ist nicht die Schuld des Schiedsrichters, dass wir dieses Spiel verloren haben." Deshalb ordnete er die Niederlage vor allem als Aufgabe für die nächsten Wochen ein. "Wir müssen weiterarbeiten und aus solchen Spielen lernen", sagte Kocis. Zum Auftakt gab es für TSU Förthof Hafnerbach keinen Start mit Punkten, aber sehr klare Hinweise darauf, woran die Mannschaft nach diesem 0:1 gegen SV Ratzersdorf arbeiten muss.