Zum Auftakt der 1. Klasse West-Mitte hat der USC Mank beim FC Kapelln einen 0:1-Pausenrückstand noch in einen 4:2-Auswärtssieg gedreht. Trainer Stefan Kogler sah den Schlüssel vor allem im schnellen Ausgleich direkt nach der Pause. Weil seine Mannschaft trotz Rückstand ruhig blieb, weiter an ihr Spiel glaubte und danach auch in den entscheidenden Momenten nachlegte, nahm sie zum Start der Saison verdient drei Punkte mit.

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Stefan Kogler machte nach dem Abpfiff vor allem deutlich, dass der Rückstand seine Mannschaft nicht aus dem Konzept gebracht hat. „Grundsätzlich haben wir das sehr gut gemacht. Wir haben das Spiel kontrolliert“, sagte der Trainer von USC Mank. Schon in der Anfangsphase seien zwei gute Möglichkeiten da gewesen, die der Tormann von FC Kapelln entschärfte. Danach kam FC Kapelln besser hinein und ging in der 16. Minute durch Yasin Sukapan mit 1:0 in Führung. Mit diesem Rückstand ging es auch in die Pause, doch Kogler hatte trotzdem nicht das Gefühl, dass seine Mannschaft aus dem Spiel war. „Weil wir eigentlich immer in der Partie drinnen waren, hatte ich über das gesamte Spiel ein ganz gutes Gefühl“, sagte er und erklärte damit auch, warum es in der Kabine keinen Bruch gab.
Entscheidend wurde dann der Start in die zweite Hälfte. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn glich Timon Kefer zum 1:1 aus, und genau diesen Treffer bezeichnete Kogler als Schlüsselmoment. „Nach dem schnellen Tor nach der Pause waren wir richtig gut drinnen“, sagte er. Dazu kam in dieser Phase noch eine starke Aktion des Tormanns von USC Mank, der ein Eins-gegen-eins für seine Mannschaft hielt. Danach übernahm USC Mank endgültig das Kommando. Andreas Zimola stellte in der 57. Minute auf 2:1, Dennis-Romario Raducanu legte in der 65. Minute das 3:1 nach. Zwar brachte Yasin Sukapan FC Kapelln mit seinem zweiten Treffer in der 68. Minute noch einmal auf 2:3 heran, doch Timon Kefer machte mit seinem zweiten Tor in der 77. Minute den Auswärtssieg für USC Mank klar.
Kogler erklärte den Umschwung nicht nur mit den Toren, sondern vor allem mit der Art, wie seine Mannschaft gearbeitet hat. „Alle haben gut gegen den Ball gearbeitet, aber wir haben uns auch spielerisch viel zugetraut. Der Ball ist gut gelaufen“, sagte der Trainer. Genau deshalb habe sich USC Mank über die gesamte Spielzeit immer wieder Chancen erarbeitet. Dass die Gäste nach dem Ausgleich am Drücker blieben, passte für Kogler deshalb ins Bild. Ganz ohne Kritik ging er aber nicht aus dem Spiel. In einigen Umschaltmomenten sei seine Mannschaft noch nicht so drinnen gewesen, „wie wir uns das vorgestellt haben“. Das war für ihn der Bereich, in dem es trotz der vier erzielten Tore noch Luft nach oben gab.
Neben der spielerischen Leistung hob Kogler vor allem die Haltung seiner Mannschaft hervor. „Wir haben Moral gezeigt nach dem 1:0-Rückstand und sind deswegen auch verdient als Sieger vom Platz gegangen“, sagte er. Gleichzeitig sprach er auch dem Gegner Respekt aus. FC Kapelln sei „sehr unangenehm zu spielen“ gewesen, habe gut verteidigt und sei bei seinen wenigen Offensivaktionen gefährlich geworden. Darum sei die Partie auch lange offen geblieben. Lob gab es von Kogler außerdem für den Unparteiischen. Strittige Szenen habe es kaum gegeben, die Schiedsrichterleistung sei „wirklich sehr gut“ gewesen. Für USC Mank bleibt damit ein Auftakt, der nach Rückstand noch deutlich in die richtige Richtung gedreht wurde.