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„Fürs Spiel einfach zu wenig getan“ – Unterhuber erklärt das 0:1 des SV Ratzersdorf

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1. SV Maria Anzbach
SV Ratzersdorf

In der 1. Klasse West-Mitte musste sich der SV Ratzersdorf am Samstag beim 1. SV Maria Anzbach mit 0:1 geschlagen geben. Trainer Marc Andre Unterhuber sprach danach von einer verdienten Niederlage, weil seine Mannschaft offensiv zu wenig auf den Platz brachte. Dass die Partie zur Pause noch offen war, änderte an seiner Einschätzung wenig. Der entscheidende Treffer fiel zwar erst nach der Pause, doch der Druck des Heimteams nahm für ihn immer weiter zu.

Mehrere Spieler bilden eine Mauer

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Nach dem 0:0 zur Pause blieb das Spiel lange offen

Zur Halbzeit stand es noch 0:0, und genau das hielt den SV Ratzersdorf zunächst im Spiel. Viel mehr Positives wollte Marc Andre Unterhuber aus den ersten 45 Minuten aber nicht herauslesen. Er sagte sehr klar: „Im Ganzen muss man sagen, dass der 1. SV Maria Anzbach verdient gewonnen hat. Sie haben einfach viel mehr fürs Spiel getan als wir.“ Der Trainer verwies darauf, dass seine Mannschaft über die gesamte Spielzeit zu wenig nach vorne brachte. In der ersten Hälfte gab es aus seiner Sicht nur eine Möglichkeit, in der zweiten Halbzeit nur einen Lattenenschuss. Über neunzig Minuten war ihm das deutlich zu wenig. Der Treffer zum 1:0 fiel dann in der 72. Minute durch Thomas Helly, und auch dieses Tor passte für Unterhuber zum Verlauf. „Entscheidend war, dass es das 1:0 gewesen ist. Es war eine Standardsituation, der Ball ist auf die Stange gegangen, und mit dem zweiten Ball hat ihn Helly mit dem Kopf eingenetzt“, schilderte er die Szene.

Maria Anzbach wurde griffiger, der SV Ratzersdorf fand vorne zu selten statt

Für Marc Andre Unterhuber lag der Knackpunkt nicht nur im Tor selbst, sondern in der Entwicklung davor. Aus seiner Sicht geriet der SV Ratzersdorf nach dem Seitenwechsel immer stärker unter Druck und fand kaum noch Entlastung. „Wir haben in der zweiten Halbzeit eine Phase gehabt, in der wir immer mehr Druck bekommen haben und nach vorne weniger Entlastung hatten. Vorne haben wir keine Bälle gehalten“, sagte der Trainer. Deshalb kam das 1:0 für ihn nicht überraschend. „Es hat sich irgendwie abgezeichnet, dass irgendwann das 1:0 für den 1. SV Maria Anzbach fallen wird.“ Dazu passte auch seine Einschätzung des Gegners. Der 1. SV Maria Anzbach sei „offensiv griffiger“ gewesen, habe die Bälle besser behauptet und sich dadurch auch mehr Möglichkeiten erarbeitet. Im Vergleich zur Vorwoche gegen TSU Hafnerbach vermisste er bei seiner Mannschaft diesmal genau das. „Wir waren in der Offensive nicht so präsent wie letzte Woche gegen TSU Hafnerbach und haben uns nicht viele gute Torchancen herausgespielt“, so Unterhuber.

Unterhuber vermisst Gier, sieht aber weiter eine stabile Basis

Dass es am Ende bei diesem einen Gegentor blieb, war für den Trainer des SV Ratzersdorf einer der wenigen Punkte, die er trotz der Niederlage positiv ansprach. „Wir haben in zwei Spielen ein Gegentor kassiert. Wir stehen sehr solide, sehr stabil“, sagte Marc Andre Unterhuber. Dazu komme, dass sich einige Spieler, die aus unteren Klassen zum SV Ratzersdorf gekommen sind, aus seiner Sicht gut entwickeln. Gleichzeitig sprach er aber auch offen an, was seiner Mannschaft diesmal gefehlt hat. „Vielleicht hat uns einfach die Gier und die Leidenschaft gefehlt, die wir letzte Woche an den Tag gebracht haben“, sagte er. Mehrere Spieler hätten nicht ihre Normalform erreicht, und dann werde es auswärts beim 1. SV Maria Anzbach eben schwer, Punkte mitzunehmen. Unterm Strich blieb für ihn deshalb nur ein klares Urteil: „Es war ein verdienter Sieg für den 1. SV Maria Anzbach. Es war kein guter Tag von uns als Mannschaft.“ Immerhin hielt er fest, dass es keine strittigen Situationen gab und der Schiedsrichter die Partie aus seiner Sicht gut leitete. In der Tabelle hält der 1. SV Maria Anzbach nach zwei Runden bei sechs Punkten, der SV Ratzersdorf bei drei.

1. Klasse West-Mitte: Maria Anzbach : Ratzersdorf - 1:0 (0:0)

  • 72
    Thomas Helly 1:0