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„Frühauf hat dieses Spiel entschieden“ – Hafnerbach holt gegen Schönfeld die ersten drei Punkte

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TSU Hafnerbach
ATSV Schönfeld/T.

In der 1. Klasse West-Mitte hat sich die TSU Förthof Hafnerbach am Freitagabend gegen den ATSV Schönfeld/T. mit 3:2 durchgesetzt und damit im dritten Anlauf die ersten drei Punkte geholt. Trainer Marian Kocis sprach von einem verdienten Sieg, obwohl es nach dem Anschlusstreffer in der Nachspielzeit noch einmal knapp wurde. Für ihn war vor allem David Frühauf der Spieler, der den Unterschied ausmachte.

Ball auf Rasen

Foto von Michael Wright auf Unsplash

Starker Beginn, aber lange nur ein Tor

Hafnerbach ging mit dem klaren Ziel in die Partie, nach den ersten beiden Niederlagen endlich anzuschreiben. Kocis merkte seiner Mannschaft zwar eine gewisse Nervosität an, sah aber trotzdem einen guten Start. „Wir haben gut angefangen, den Gegner in den ersten zwanzig Minuten unter Druck gesetzt und viele gute Aktionen gehabt“, sagte der Trainer. Vor allem über die linke Seite wurde es immer wieder gefährlich. Frühauf brachte einige scharfe Bälle in den Strafraum, dazu kam Hafnerbach auch bei Standards zu Möglichkeiten. Martin Slabjar hatte nach einem Ball in die Tiefe eine gute Chance, David Gedl setzte einen Kopfball knapp neben das Tor, und nach einem Eckball rettete Schönfeld einmal noch auf der Linie. Kocis sah in dieser Phase ein Spiel, in dem seine Mannschaft mehr vom Spiel hatte, sich aber gegen einen tiefen und kompakten Gegner jeden Raum erarbeiten musste. „Wir hätten nach diesen Chancen in Führung gehen müssen“, meinte er. Belohnt wurden die Gastgeber dann in der 30. Minute: Nach einem abgewehrten Eckball zog David Frühauf aus rund 16 Metern flach ab und traf zum 1:0. Für Kocis war das eine verdiente Führung, auch wenn er zur Pause lieber schon klarer vorne gewesen wäre. „Die Möglichkeit auf das zweite oder dritte Tor war da, aber wir haben es leider nicht gemacht.“

Schönfeld nutzt den Fehler, Hafnerbach antwortet

Auch nach dem Seitenwechsel war für Kocis klar, dass die Partie mit nur einem Tor Vorsprung noch längst nicht entschieden war. Schönfeld blieb kompakt, lauerte weiter auf Umschaltmomente und war damit aus seiner Sicht „bei Kontern sehr gefährlich“. Hafnerbach hatte zunächst noch eine gute Möglichkeit auf das zweite Tor, ließ diese aber ungenutzt, ehe das Spiel in der 54. Minute kippte. Nach einem Fehlpass von Sebastian Pusker vor dem eigenen Strafraum schalteten die Gäste schnell um, Gazmend Thaqi nutzte den Fehler zum 1:1. Kocis gab offen zu, dass seine Mannschaft nach diesem Gegentor kurz unsicher wurde. Gerade deshalb gefiel ihm die Reaktion umso mehr. „Wir haben nach dem Ausgleich nicht aufgehört. Wir haben weiter gezeigt, dass wir dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten“, sagte der Trainer. Nur acht Minuten später kam genau diese Antwort: Frühauf setzte sich auf der linken Seite mit einer starken Einzelaktion durch, spielte den Ball scharf zur Mitte, und David Gedl drückte ihn in der 62. Minute zur neuerlichen Führung über die Linie. Kocis hob diesen Moment besonders hervor, weil seine Mannschaft nach dem Rückschlag nicht auseinanderfiel, sondern sofort wieder nach vorne spielte.

Die Flügelumstellung zahlt sich aus

Dass Hafnerbach offensiv deutlich mehr Durchschlagskraft hatte als in den ersten beiden Spielen, führte Kocis auch auf eine personelle und taktische Änderung zurück. Frühauf und Slabjar tauschten diesmal die Seiten, und genau das brachte laut dem Trainer viel mehr Gefahr ins Spiel. „Die Umstellung auf den Flügeln hat viel besser funktioniert. Wir haben die Bälle gut in die Tiefe gespielt und viele Aktionen mit Stanglpässen in den Strafraum gebracht“, erklärte er. Diese Einschätzung deckte sich auch mit dem dritten Treffer. In der 83. Minute setzte sich Frühauf diesmal über die rechte Seite durch, brachte den Ball erneut flach in den gefährlichen Raum, und Martin Slabjar vollendete zum 3:1. Für Kocis war damit fast alles entschieden. „Ich denke, das war schon fast spielentscheidend“, sagte er. Ganz durch war die Partie aber noch nicht, weil Hafnerbach in der Nachspielzeit kurz die Konzentration verlor und Gazmend Thaqi mit seinem zweiten Treffer noch auf 3:2 stellte. Mehr ließ Hafnerbach dann nicht mehr zu, auch wenn Kocis einräumte, dass dieser späte Gegentreffer vermeidbar war. Unterm Strich blieb bei ihm dennoch die Überzeugung, dass seine Mannschaft über weite Strecken die bessere war und sich den Heimsieg verdient hatte.

Viel Lob für Frühauf, Respekt für Schönfeld

In seiner Analyse kam Kocis immer wieder auf einen Namen zurück. „David Frühauf war der Unterschiedsspieler“, sagte der Hafnerbach-Trainer mehrfach. Für ihn lag darin auch der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Teams. Frühauf bereitete zwei Treffer direkt vor, erzielte das 1:0 selbst und war auf den Außenbahnen ständig präsent. Gleichzeitig vergaß Kocis aber nicht, den Gegner zu würdigen. Schönfeld habe sehr kompakt verteidigt, nach vorne immer wieder gefährliche Konter gesetzt und mit Gazmend Thaqi einen Angreifer gehabt, der seine Chancen nutzte. „Schönfeld wird Woche zu Woche stärker“, meinte Kocis und ergänzte, dass diese Mannschaft mit solchen Leistungen auch Punkte holen werde. Zufrieden war er außerdem mit der Spielleitung. „Der Schiedsrichter hat eine sehr gute, professionelle Leistung gezeigt“, sagte er. Ganz ohne Kritik an der eigenen Mannschaft ging es trotzdem nicht. Nach Ballverlusten müsse Hafnerbach schneller umschalten und aggressiver ins Gegenpressing kommen. „Da hat uns noch ein bisschen die Aggressivität gefehlt.“ Der 3:2-Sieg bringt den Gastgebern jedenfalls genau das, was sie nach zwei Niederlagen unbedingt wollten: die ersten drei Punkte und das Gefühl, dass der eingeschlagene Weg diesmal auch auf der Anzeigetafel sichtbar geworden ist.

1. Klasse West-Mitte: Hafnerbach : Schönfeld/T. - 3:2 (1:0)

  • 92
    Gazmend Thaqi 3:2
  • 83
    Martin Slabjar 3:1
  • 62
    David Gedl 2:1
  • 54
    Gazmend Thaqi 1:1
  • 30
    David Frühauf 1:0