In der 1. Klasse West-Mitte musste sich der USC Markersdorf dem 1. SV Maria Anzbach mit 2:3 geschlagen geben. Nach zwei eigenen Ausgleichen blieb bei Trainer Christian Hasenberger vor allem ein Punkt hängen: Seine Mannschaft habe über weite Strecken zu wenig investiert. Dazu kam aus seiner Sicht ein bitteres Gegentor in der Schlussphase, über dessen Entstehung er deutlich haderte.
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Für Hasenberger begann der Abend schon mit einem Nachteil, noch ehe die Partie richtig ihren Rhythmus fand. Markersdorf musste die erste Halbzeit mit Gegenwind spielen, und genau das passte dem Trainer überhaupt nicht in den Plan. „Das Spiel hat für uns ungünstig angefangen. Wir wollten die Qualitätsspieler von Maria Anzbach viel besser aus dem Spiel nehmen, das ist uns nicht gelungen“, sagte er. Nach 20 Minuten brachte Thomas Helly die Gäste mit 1:0 in Führung. Markersdorf antwortete zwar rasch, weil Lukas Lahmer in der 27. Minute zum 1:1 traf, doch wirklich Ruhe kam damit nicht hinein. Nur fünf Minuten später gerieten die Gastgeber schon wieder ins Hintertreffen, als Thomas Helly zum 1:2 traf. So lief Markersdorf zur Pause erneut einem Rückstand nach.
Im zweiten Durchgang versuchte Hasenberger, dem Spiel seiner Mannschaft eine andere Richtung zu geben. Er stellte auf Viererkette um und sah seine Elf danach deutlich näher an den Gästen. Dazu kam für ihn eine bittere Randnotiz: Als Markersdorf nach Seitenwechsel selbst vom Wind hätte profitieren können, flaute dieser ab. Trotzdem kam der USC noch einmal zurück. In der 59. Minute erzielte Christopher Grilz das 2:2. Danach hatte der Trainer das Gefühl, dass die Partie kippen könnte. „Wir sind wieder näher gekommen, und ich habe mir gedacht: Jetzt ist es eine Frage der Zeit, bis wir das Dritte machen“, erklärte Hasenberger. Vor allem über die Seiten kam Markersdorf immer wieder in gute Zonen, doch genau dort fehlte aus seiner Sicht die letzte Konsequenz. Mehrmals passte der letzte Ball nicht, flache Hereingaben blieben aus, stattdessen gingen Bälle zu hoch oder hinten durch.
Dass die Partie am Ende trotzdem an Maria Anzbach ging, machte der Markersdorfer Trainer an einer Szene in der Schlussphase fest, ohne die gesamte Niederlage nur darauf zu schieben. In der 85. Minute erzielte Christian Hayden das 2:3 für die Gäste, doch Hasenberger störte sich massiv an der Entstehung. „Das war für mich sehr unglücklich. Vor dem Tor war schon das Foul fragwürdig, und beim Ball in unsere Hälfte hinein stehen für mich drei Spieler im Abseits“, sagte er. Der Trainer betonte zugleich, dass der Schiedsrichter die Partie bis dahin aus seiner Sicht ordentlich geleitet habe. Gerade deshalb blieb ihm diese Situation besonders hängen. Mit dem späten Gegentor war Markersdorf dann wieder in Rückstand, und diesmal fehlte die Zeit, um noch einmal zu antworten. „Da haben wir nicht mehr zusetzen können, und damit war die Niederlage besiegelt“, fasste Hasenberger diese Phase zusammen.
Trotz des Ärgers über das 2:3 nahm Hasenberger seine Mannschaft in der Analyse aber klar selbst in die Pflicht. „Unterm Strich haben wir für dieses Spiel zu wenig getan“, sagte er deutlich. Vor allem die Grundtugenden hätten ihm gefehlt. „Wir waren in den Zweikämpfen nicht präsent genug. Wenn man die Laufbereitschaft, den Siegeswillen und den Hunger nicht hat, darf man sich nicht wundern, wenn man so ein Spiel verliert“, erklärte der Trainer. Dazu kamen für ihn zu viele Eigenfehler und zu wenig Ertrag im Offensivspiel. Er verwies darauf, dass seine Mannschaft in 90 Minuten nur einen offensiven Freistoß herausgeholt habe, was für ihn ein klares Zeichen war, dass vorne insgesamt zu wenig gearbeitet wurde. Den größten Unterschied zwischen beiden Teams sah er in der individuellen Qualität und in der Chancenverwertung. „Sie haben aus wenigen Chancen drei Tore gemacht“, meinte Hasenberger. Nach Runde drei hält Markersdorf damit bei sechs Punkten, während Maria Anzbach mit dem 3:2 den dritten Sieg im dritten Spiel mitnahm.