In der 1. Klasse West-Mitte hat sich FCU Gerersdorf/E. in Runde drei in einem packenden Heimspiel mit 3:2 gegen den Sportclub Kirchberg an der Pielach durchgesetzt. Obmann Franz Haiderer sprach von einem „offenen Schlagabtausch“ und machte vor allem den kämpferischen Einsatz seiner Mannschaft dafür verantwortlich, dass die drei Punkte trotz einer starken zweiten Hälfte der Gäste in Gerersdorf blieben.

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Haiderer schilderte den Beginn als sehr lebendige Partie, in der beide Mannschaften sofort im Spiel waren. „Es war ein offener Schlagabtausch“, sagte der Obmann, sah seine Elf vor der Pause aber klar im Vorteil. Gerersdorf habe gute Möglichkeiten vorgefunden, sei nach 13 Minuten durch Chibuzo Oguegbu verdient in Führung gegangen und habe in dieser Phase mehr vom Spiel gehabt. Den Treffer bezeichnete Haiderer als „schönes Tor“, und genau darin lag aus seiner Sicht auch der Unterschied in den ersten 45 Minuten. Gerade das wurmte ihn im Nachhinein ein wenig, weil aus seiner Sicht deutlich mehr möglich gewesen wäre. „Wir waren in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft. Wir hätten durchaus auch auf 2:0 oder 3:0 stellen können, aber leider haben wir die Chancen nicht genutzt“, so Haiderer. Deshalb blieb es zur Pause beim 1:0, obwohl die Gastgeber schon früher für klarere Verhältnisse hätten sorgen können.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild jedoch merklich. Kirchberg legte laut Haiderer „wirklich einen Zahn zu“ und forderte die Heimischen nun viel stärker als noch vor der Pause. Umso wichtiger war in dieser Phase das 2:0 in Minute 69, als Alyas Hamkar per Kopf traf. Nur drei Minuten später stellte Luca Masching mit dem 2:1 den alten Druck sofort wieder her, und damit war die Partie wieder völlig offen. Gerersdorf fand aber noch einmal eine Antwort: In Minute 77 erhöhte Kapitän Ahmet Oguz ebenfalls per Kopf auf 3:1, nachdem er laut Haiderer schon beim zweiten Treffer die Vorlage geliefert hatte. „Das dritte Tor war natürlich wichtig für uns“, sagte der Obmann, weil Kirchberg danach eben nicht aufgab. Als Kilian Glitzner in Minute 87 auf 3:2 verkürzte, wurde die Schlussphase noch einmal richtig eng. Dass Gerersdorf den knappen Vorsprung dennoch ins Ziel brachte, bezeichnete Haiderer selbst als „sicherlich etwas glücklich“.
Gerade deshalb gefiel dem Gerersdorfer Funktionär weniger ein einzelner Moment als vielmehr die Art, wie seine Mannschaft insgesamt dagegenhielt. „Der kämpferische Einsatz war wirklich stark. Wir haben unbedingt diesen Sieg gewollt“, betonte Haiderer. Gerersdorf wusste um die körperliche Stärke des Gegners. „Wir haben nicht so diese körperlichen Typen, aber wir haben voll dagegengehalten“, sagte er und sprach von einer „geschlossenen Mannschaftsleistung“. Gleichzeitig verteilte Haiderer auch ein Kompliment an die Gäste, die für ihn besonders nach der Pause ihre Qualität zeigten und mit ihren spielstarken Legionären jederzeit gefährlich waren. Für Haiderer machte das Duell auch deshalb einen besonderen Reiz aus: „Es gibt keine Geheimnisse zwischen uns beiden Mannschaften.“ Mit dem 3:2 hält Gerersdorf nach drei Runden bei sechs Punkten. Und für die Zuschauer, so der Obmann, war es ohnehin „eine spannende Angelegenheit bis zum Schluss“.