Spielberichte

„Der gehaltene Elfmeter war der Ruck“ – Ratzersdorf schlägt Eichgraben 2:0

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SV Ratzersdorf
USV Eichgraben

In der 1. Klasse West-Mitte hat sich SV Ratzersdorf am Samstag mit 2:0 gegen USV Eichgraben durchgesetzt. Nach einer schwierigen Anfangsphase und einem gehaltenen Elfmeter kippte die Partie laut Trainer Marc Andre Unterhuber Schritt für Schritt zugunsten der Gastgeber. Alexander Köck brachte sein Team vor der Pause in Führung, Julian Heigl legte kurz nach dem Wechsel nach. Am Ende stand ein Sieg, den der Coach über 90 Minuten als verdient einordnete.

Torwart wartet auf Eckball

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Der verschossene Elfmeter als Wendepunkt

Der Auftakt gehörte aus Sicht von Unterhuber klar den Gästen. „Die ersten zehn, fünfzehn Minuten war Eichgraben uns überlegen, hat sich die ein oder andere Torchance rausgespielt und auch einen Elfmeter gehabt“, sagte der Ratzersdorf-Trainer. Dass dieser Strafstoß nicht im Netz landete, sondern vom Tormann der Gastgeber pariert wurde, bezeichnete er im Nachhinein als Schlüsselmoment. „Das war der entscheidende Moment. Da waren sie wirklich sehr tonangebend, sehr spielbestimmend“, meinte Unterhuber. Erst nach dieser Szene fand Ratzersdorf besser hinein, wurde in den Zweikämpfen präsenter und arbeitete sich gegen einen starken Gegner Schritt für Schritt in die Partie. In der 35. Minute nutzte die Heimelf dann ihre erste große Möglichkeit: Nach einem Foul an Lucas-Nicola Sunk trat Alexander Köck zum Elfmeter an, scheiterte zunächst am Tormann, drückte den Nachschuss aber doch noch zum 1:0 über die Linie.

Heigl legt nach, weitere Konter bleiben ungenutzt

Mit der 1:0-Führung im Rücken wurde Ratzersdorf nach der Pause noch klarer in seinen Aktionen. Schon in der 50. Minute fiel das 2:0, und auch die Entstehung schilderte der Trainer so: „Das zweite Tor war eine super Konteraktion über rechts. Es ist ein Stanglpass reingekommen von Messi Ibrahim, glaube ich, und Julian Heigl hat ihn dann mit links ins kurze Eck geschossen“, sagte Unterhuber. Der Treffer passte genau zu jenem Plan, den sich die Gastgeber für diese Partie zurechtgelegt hatten: kompakt stehen, Eichgraben nicht zu viele Räume geben und dann in den Umschaltmomenten zustechen. Gerade in dieser Phase hatte Ratzersdorf das Spiel wesentlich besser im Griff als noch zu Beginn. Unterhuber sagte auch offen, dass sogar noch mehr drinnen gewesen wäre: „Wir hätten in der zweiten Halbzeit noch ein, zwei Tore mehr machen können, aber haben das schlecht fertig gespielt beziehungsweise unsere Chancen nicht reingehaut.“ In der Schlussphase sah Eichgrabens Muhammet Akagündüz noch die Rote Karte.

„Wir sind wirklich als Einheit aufs Feld gegangen“

Dass der Sieg für Unterhuber mehr war als nur ein gutes Resultat, lag vor allem an der Art und Weise. Der Trainer stellte weniger einzelne Szenen als vielmehr den geschlossenen Auftritt in den Vordergrund. „Wir sind wirklich als Einheit aufs Feld gegangen und haben alles reingehaut, was wir gehabt haben“, sagte er. Besonders die Mentalität habe seine Mannschaft ausgezeichnet: „Wir sind über die Zweikämpfe gekommen, über die Laufbereitschaft und über den Willen, unbedingt gewinnen zu wollen.“ Gleichzeitig verlor Unterhuber trotz des Erfolgs den Respekt vor dem Gegner nicht. Eichgraben sei „spielerisch wirklich ein Top-Team“ und gerade offensiv mit viel Qualität ausgestattet. Umso zufriedener war er, dass seine Mannschaft den Matchplan gut umgesetzt hat. „Wenn wir gut stehen und unsere Umschaltmomente gut ausspielen, kommen wir auch zu Möglichkeiten. Das haben wir wirklich super gemacht“, sagte der Coach, der den 2:0-Erfolg nach 90 Minuten als verdient einordnete. Nach drei Runden hält Ratzersdorf damit bei sechs Punkten und bleibt im vorderen Feld, während Unterhuber das Spiel auch für die Zuschauer als gelungene Unterhaus-Partie sah: „Die Mannschaften haben sich nichts geschenkt.“

1. Klasse West-Mitte: Ratzersdorf : Eichgraben - 2:0 (1:0)

  • 50
    Julian Heigl 2:0
  • 35
    Alexander Köck 1:0