In der 1. Klasse West-Mitte hat USC Mank das Derby gegen USG Alpenvorland mit 0:2 verloren. Aus Sicht von Alpenvorland-Trainer Martin Stupphann lag der Schlüssel in zwei Treffern zu idealen Zeitpunkten: einmal ganz früh, einmal kurz nach der Pause. Dazu stand seine Mannschaft kompakt, ließ wenig zu und brachte einen Auswärtssieg nach Hause, der für den Coach "voll in Ordnung" ging.

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Der Spielverlauf kam den Gästen von Beginn an entgegen. Schon in der 5. Minute brachte Jakub Stefancin Alpenvorland mit 1:0 in Führung, und genau dieses frühe Tor war für Stupphann ein entscheidender Faktor. Zur Pause blieb es beim 0:1, ehe erneut Stefancin in der 52. Minute auf 2:0 stellte. Damit fiel auch der zweite Treffer wieder zu einem Zeitpunkt, der den Gästen in die Karten spielte. Stupphann brachte es nach dem Abpfiff klar auf den Punkt: "Ausschlaggebend waren sicher die zwei schnellen Tore, gleich am Anfang und gleich am Anfang der zweiten Halbzeit." Weil Alpenvorland zweimal zu Beginn einer Halbzeit zuschlug, konnte die Mannschaft das Derby danach aus ihrer Sicht so anlegen, wie sie es wollte.
Für den Trainer war der Sieg nicht nur wegen des Ergebnisses stimmig, sondern vor allem wegen der Art und Weise. Stupphann wollte seine Mannschaft zwar nicht großspurig als klar bessere Elf bezeichnen, seine Einschätzung war aber dennoch deutlich. "Kämpferisch und taktisch waren wir sehr gut eingestellt auf das Derby", sagte er, und genau darin sah er die Grundlage für den Erfolg. Schon in den ersten Minuten sei seine Mannschaft aggressiv gewesen und habe es Mank schwer gemacht. Dazu kam für ihn, dass Alpenvorland über die gesamten 90 Minuten als geschlossene Einheit auftrat. "Wir haben taktisch und diszipliniert gespielt, wir waren eine Einheit", sagte Stupphann. Gerade in einem Derby sei das für ihn entscheidend gewesen, weil seine Mannschaft genau jene Tugenden auf den Platz gebracht habe, die in so einem Spiel gefordert sind.
Ein weiterer Punkt, den der Coach mehrfach hervorhob, war die Arbeit gegen den Ball. Alpenvorland stand laut Stupphann "kompakt in der Defensive" und ließ "eigentlich wenig Chancen" zu. Damit bekam Mank nie richtig Zugriff auf die Partie. Gleichzeitig erzählten die Gäste das Spiel nicht nur über ihre beiden Tore. Stupphann sprach auch davon, dass seine Mannschaft nach dem 2:0 noch "Riesenchancen aufs 3:0" gehabt habe und in der Offensive zu weiteren guten Möglichkeiten kam. Der Trainer ordnete auch den Gegner ein: "Der Gegner war heute sicher nicht so aggressiv, wie man Mank kennt." Für ein Derby verlief die Partie seiner Wahrnehmung nach insgesamt ruhig, strittige Szenen sah er keine, und auch mit dem Schiedsrichter zeigte er sich zufrieden: "Der Schiedsrichter war sehr gut."
Viel Anlass zur Kritik fand Stupphann trotz der üblichen Traineransprüche diesmal nicht. "Verbesserungen gibt es immer wieder, aber von dem Spiel her kann man nichts sagen", meinte er nach dem Abpfiff. Aus seiner Sicht passierten seiner Mannschaft über die 90 Minuten "ganz wenig Fehler", deshalb müsse man "mit der Leistung und mit dem Spiel zufrieden sein". Genau das erklärt auch den Tenor dieses Derby-Abends: Alpenvorland traf in den richtigen Momenten, verteidigte konzentriert und hielt die Partie unter Kontrolle. Mit dem 0:2-Auswärtssieg nimmt die USG in der vierten Runde drei Punkte aus Mank mit und hält nun bei sechs Zählern. Für Stupphann blieb vor allem ein Auftritt, der in Disziplin, Aggressivität und Geschlossenheit genau dem entsprach, was er von seiner Mannschaft sehen wollte.