In der 1. Klasse West-Mitte hat sich 1. SV Maria Anzbach im Derby gegen USV Eichgraben mit 0:3 geschlagen geben müssen. Aus Sicht der Gäste war die Richtung dabei früh klar. Sportlicher Leiter Halim Redzep verwies vor allem auf den Doppelschlag in den ersten Minuten und auf einen gehaltenen Elfmeter, der für ihn der Knackpunkt der ersten Halbzeit war.

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Viel Zeit zum Abtasten gab es in diesem Derby nicht. Eichgraben war praktisch vom Anpfiff weg auf Betriebstemperatur und nutzte die erste Phase eiskalt aus. In der dritten Minute brachte Patrick Uhlig die Gäste mit 1:0 in Führung, nur eine Minute später legte Turan Aydin schon das 2:0 nach. Genau diese Anfangsphase stellte Redzep in den Mittelpunkt seiner Einordnung. „Nach vier Minuten hatten wir die Partie an uns gerissen“, sagte der sportliche Leiter. Zwei Abwehrfehler des Gegners habe seine Mannschaft sofort bestraft, damit sei nicht nur die Führung da gewesen, sondern auch ein Polster, der dem Spiel früh eine klare Richtung gab. Zur Pause stand es 2:0 für Eichgraben, und aus Sicht der Gäste war das die logische Folge eines Starts, der kaum besser hätte laufen können.
Dass Maria Anzbach nach diesem Doppelschlag noch einmal wirklich in die Partie zurückfand, sah Redzep nicht. Einen Moment hob er aber besonders hervor, weil er nach seiner Einschätzung viel Einfluss auf den weiteren Verlauf hatte. „Der gehaltene Elfmeter war meiner Meinung nach ein Knackpunkt in der ersten Halbzeit“, sagte er. Dazu passte auch seine Beschreibung des gesamten Auftritts. Eichgraben habe die Begegnung „über die ganze Zeit eigentlich gut im Griff“ gehabt, die Mannschaft sei gut gestanden und habe defensiv sehr kontrolliert gearbeitet. Auch abseits der Tore seien für ihn die Abwehrreihe und die Disziplin die entscheidenden Faktoren gewesen. „Wir haben gut kontrolliert, wir sind gut gestanden“, brachte es Redzep auf den Punkt. Maria Anzbach sei im Gesamtbild „eigentlich ungefährlich“ gewesen, wobei der frühe Rückstand die Gastgeber laut Redzep zusätzlich aus dem Spiel gebracht habe.
Nach dem Seitenwechsel blieb Eichgraben damit in der Position der Mannschaft, die das Spiel verwalten und zugleich auf die nächste Möglichkeit warten konnte. Der dritte Treffer fiel dann in der 77. Minute durch Mehmet Ciftcisoy, und auch dazu hatte Redzep eine klare Einordnung: „Das 3:0“ sei jener Moment gewesen, in dem endgültig feststand, dass die Partie zugunsten der Gäste entschieden war. Neben der Ordnung gegen den Ball lobte er vor allem die Konsequenz im letzten Drittel. „Disziplin. Und in der Offensive auch die Nutzung der Chancen“, nannte er als größte Stärken seines Teams an diesem Nachmittag. Dass es trotz des klaren Auswärtssieges noch Kleinigkeiten gebe, die verbessert werden können, verschwieg er nicht, grundsätzlich sei seine Mannschaft aber „auf einem guten Weg“.
Bemerkenswert war aus Sicht des Eichgraben-Funktionärs auch der Rahmen der Partie. Redzep sprach von einem Derby, das ohne große Aufreger über die Bühne ging. Den Schiedsrichter bezeichnete er als „erfahren“ und sagte, der Unparteiische habe „die ganze Partie eigentlich im Griff gehabt“. So blieb der Fokus auf dem Sportlichen, und dort sprach am Ende vieles für die Gäste. Eichgraben nahm nach dem frühen 2:0 das Spiel an sich, ließ hinten wenig zu und setzte mit dem 3:0 den Schlusspunkt. „Wir sind froh, dass wir in so einem wichtigen Spiel die drei Punkte geholt haben“, sagte Redzep. Mit diesem 3:0 bleibt Eichgraben nach vier Runden in der Spitzengruppe und nimmt aus dem Derby nicht nur das Ergebnis, sondern auch ein deutliches Statement mit.