In Runde fünf der 1. Klasse West-Mitte musste sich die USG Alpenvorland dem Sportclub Kirchberg an der Pielach mit 2:3 geschlagen geben. Trainer Martin Stupphann sah dennoch keinen schlechten Auftritt seiner Mannschaft. „Wir waren spielerisch die bessere Mannschaft“, sagte er nach dem Schlusspfiff, verwies aber auf die vergebene Anfangsphase und drei Gegentreffer nach Standards. Genau dieser Mix aus gutem Spiel und zu wenig Ertrag machte den Abend für die Gastgeber so bitter. Den frühen Rückstand wurde Alpenvorland nicht mehr ganz los.

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Die Niederlage nahm aus Sicht der USG schon in einer Phase ihren Lauf, in der eigentlich mehr drin gewesen wäre. Stupphann berichtete von einem starken Beginn seiner Elf: „Wir haben sehr gut angefangen. Wir haben in den ersten zehn Minuten gleich zwei riesige Chancen gehabt.“ Eine davon endete an der Latte, eine weitere gute Möglichkeit blieb ebenfalls ungenützt. Statt einer möglichen Führung schlug auf der anderen Seite Kirchberg zu. Kilian Glitzner brachte die Gäste bereits in Minute fünf voran, in der 23. Minute legte David Copko das 0:2 nach. Alpenvorland blieb aber dran und verkürzte noch vor der Pause durch David Kerschner auf 1:2.
Genau dieser Verlauf war für den Trainer der eigentliche Knackpunkt des Abends. „Statt dass wir 2:0 in Führung gehen, waren wir 0:2 hinten“, brachte es Stupphann auf den Punkt. Für ihn war entscheidend, dass Kirchberg mit den frühen Treffern sofort in eine angenehme Rolle kam. Das 1:2 vor dem Seitenwechsel hielt die Hoffnung bei den Heimischen zwar aufrecht, wirklich drehen ließ sich die Partie aber nicht. Acht Minuten nach der Pause stellte Tamas Tasselmajer auf 1:3, damit musste Alpenvorland wieder einem Zwei-Tore-Rückstand nachlaufen. Erst in der Nachspielzeit verkürzte Stefan Lentsch noch auf 2:3, mehr als dieser späte Treffer sprang am Ende aber nicht mehr heraus.
Besonders ärgerlich war aus Sicht der Gastgeber die Art, wie die Tore gefallen sind. Stupphann machte kein Geheimnis daraus, wo er den größten Mangel sah: „Die drei Tore, die wir bekommen haben, waren eigentlich alle drei Standardtore. Es waren schöne Tore, aber sie wären zu verhindern gewesen.“ Damit blieb ein Thema stehen, das über das reine Ergebnis hinausgeht. Weil Alpenvorland seine Möglichkeiten vorne nicht nutzte und hinten bei Standards zu wenig Zugriff bekam, lief die Mannschaft fast die gesamte Partie einem Rückstand nach. „Kirchberg hat das clever verteidigt“, sagte der Trainer und erklärte damit auch, warum der spielerische Aufwand seiner Elf am Ende nicht mehr zu Zählbarem führte.
Trotz der Niederlage wollte Stupphann den Auftritt seiner Mannschaft nicht kleinreden. „Wir haben das Spiel eigentlich im Griff gehabt“, meinte er und blieb bei seiner Einschätzung, dass seine Elf über die 90 Minuten spielerisch mehr vom Match hatte. Entscheidend sei aber gewesen, dass aus den guten Phasen zu wenig Abschlüsse mit Ertrag wurden. Für die nächsten Wochen ist die Aufgabe damit klar umrissen: mehr aus den eigenen Chancen machen und bei Standards konsequenter verteidigen. An der Schiedsrichterleistung wollte der Trainer den Abend jedenfalls nicht festmachen, sie sei „okay“ gewesen. Nach fünf Runden hält Alpenvorland damit weiter bei sechs Punkten.