In der 1. Klasse West-Mitte hat TSU Förthof Hafnerbach am Freitagabend gegen USC Mank einen 0:2-Rückstand noch in einen 4:2-Sieg gedreht. Trainer Marian Kocis sprach danach von einer Partie, die „viel Energie gekostet“ habe, sah seine Mannschaft nach einer starken zweiten Hälfte aber verdient vorne. Ausschlaggebend waren für ihn das 1:2 vor der Pause und der unmittelbare Druck, den Hafnerbach nach dem Seitenwechsel aufgebaut hat.

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Leicht gemacht hat es sich Hafnerbach an diesem Abend nicht. Kocis sprach von einem „sehr aggressiven Spiel“ mit viel Einsatz, hohem Tempo und Intensität auf beiden Seiten. Seine Mannschaft sei zwar ordentlich in die Partie gekommen und habe auch eine gute Möglichkeit vorgefunden, doch zunächst schlug Mank zu. Christopher Kerschner brachte die Gäste in der 10. Minute mit 1:0 in Führung, nach 28 Minuten legte Elias Thomas Luger das 2:0 nach. Gerade diese Phase ärgerte den Hafnerbacher Trainer, weil er die Ursache klar auf der eigenen Seite sah. „Wir müssen hinten viel einfacher spielen. Wir machen einfache Fehler, und dann bist du 1:0 oder 2:0 hinten“, sagte Kocis. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass Martin Slabjar noch vor der Pause in der 37. Minute auf 1:2 verkürzte. „Das war ein sehr wichtiges Tor“, betonte der Coach, weil ein 0:2 zur Halbzeit die Aufgabe noch einmal deutlich schwerer gemacht hätte.
In der Kabine wurde es laut, daraus machte Kocis nach dem Spiel kein Geheimnis. Es habe „harte Worte“ gebraucht, und genau diese Reaktion wollte er dann auf dem Platz sehen. Hafnerbach kam nach seinen Worten „ganz anders“ aus der Pause, deutlich aggressiver, präsenter und mit mehr Feuer. Der Ertrag folgte schnell: In der 51. Minute glich Mathias Jakob nach einer Standardsituation zum 2:2 aus. Für Kocis war genau das der Moment, in dem das Spiel zu kippen begann. „Nach dem 2:2 war die Energie auf unserer Seite“, sagte er. Schon nach dem Ausgleich habe er gespürt, dass seine Spieler den Gegner stärker unter Druck setzen und die Partie unbedingt drehen wollten. Zehn Minuten später folgte der nächste entscheidende Schlag: David Frühauf traf in der 61. Minute zum 3:2. Für den Hafnerbacher Trainer waren genau diese Treffer die Schlüsselmomente. „Das zweite und das dritte Tor haben die Partie für uns entschieden“, ordnete er den Umschwung ein.
Mit der Führung im Rücken blieb Hafnerbach nicht stehen, sondern zog die Linie der zweiten Halbzeit weiter durch. Kocis lobte, dass seine Mannschaft nach dem 3:2 kompakt geblieben sei und weiter aggressiv gearbeitet habe. Mank habe zwar nicht aufgehört und laut Kocis ebenfalls unbedingt noch einmal zurückkommen wollen, doch die Gastgeber standen nun stabiler als noch vor der Pause. „Wir haben kompakter gestanden und auf Konter gespielt“, sagte der Trainer. Einer dieser Vorstöße brachte schließlich die Entscheidung: Martin Slabjar stellte in der 80. Minute auf 4:2 und machte damit seinen Doppelpack perfekt. Kocis hob nach dem Spiel noch einmal die Leistung der gesamten Mannschaft hervor. „Ich muss die ganze Mannschaft loben, dass wir dieses Spiel gedreht haben“, sagte er. Gegen einen Gegner wie Mank, den er als starke und spielerisch gute Mannschaft bezeichnete, sei das alles andere als selbstverständlich gewesen.
So groß die Erleichterung über den Heimsieg auch war, Kocis verband seine Analyse sofort mit einer klaren Forderung für die nächsten Wochen. Die größte Stärke seiner Mannschaft sei an diesem Abend der „Kampfgeist, der Wille und die Mentalität“ in der zweiten Halbzeit gewesen. Genau das habe den Unterschied gemacht, nachdem Hafnerbach zuvor schon mit dem Rücken zur Wand gestanden war. Gleichzeitig wollte der Trainer die Schwachstellen nicht ausblenden. „Wenn du hinten bist, ist es nicht einfach zurückzukommen. Das kostet uns doppelt Kraft und Energie“, sagte er. Gerade deshalb müsse seine Mannschaft die einfachen Fehler in der Defensive abstellen. Dass der Aufwand diesmal noch belohnt wurde, wertete Kocis als wichtigen Schritt. „Am Ende muss man zufrieden sein, wenn man die Partie von 0:2 auf 4:2 dreht“, sagte er. Nach dem Sieg hofft er nun, dass Hafnerbach Woche für Woche stabiler wird und „jetzt öfter gewinnt“.