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"Die Chancen haben den Unterschied gemacht" – Maria Anzbach antwortet in Kapelln auf die Derby-Niederlage

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FC Kapelln
1. SV Maria Anzbach

In der 1. Klasse West-Mitte hat FC Kapelln gegen 1. SV Maria Anzbach mit 2:4 verloren. Für die Gäste war es nach der Niederlage im Derby der Vorwoche die erhoffte Antwort, weil sie laut Sportlichem Leiter Alexander Müllner über weite Strecken mehr vom Spiel hatten und vor allem nach der Pause ihre Offensivleistung in Tore ummünzten. Ganz ruhig wurde der Nachmittag trotzdem nicht, weil Kapelln zweimal zurückkam.

Zwei Fußballe in Weiß-Orange-Grün

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Führung, später Ausgleich

Maria Anzbach legte früh vor und hatte damit genau den Einstieg, den sich die Gäste gewünscht hatten. Schon in der 14. Minute brachte Thomas Winter seine Mannschaft mit 1:0 in Führung. Für Alexander Müllner war das nur folgerichtig, weil er seine Elf von Beginn an mit Vorteilen sah. "Das Spiel war unsererseits unter Kontrolle. Wir haben uns Chancen herausgespielt und klare Spielanteile gehabt. Wir sind relativ früh 1:0 in Führung gegangen, haben es aber verabsäumt, vor der Halbzeit das Spiel zu entscheiden", sagte der Sportliche Leiter. Genau das rächte sich kurz vor dem Seitenwechsel, als Jakob Nentwich in der 42. Minute zum 1:1 ausglich. Müllner sprach dabei von einer Unachtsamkeit bei einem Standard, die den bis dahin ordentlichen Auftritt der Gäste kurz vor der Pause wieder offen machte.

Nach der Pause fällt die Vorentscheidung

Nach dem Seitenwechsel blieb Maria Anzbach aber bei seiner Linie und wurde diesmal auch belohnt. Müllner sagte, seine Mannschaft habe "gezielt weitergespielt", und genau darin lag aus seiner Sicht der Schlüssel für die zweite Halbzeit. In der 60. Minute stellte Tilman Schober auf 2:1, und diesen Treffer hob er besonders hervor. "Das zweite Tor durch Tilman Schober war super rausgespielt, mit einem schnellen Doppelpass. Er ist ein wendiger, schneller Stürmer, ist dadurch in den Strafraum gekommen und hat gezielt abgeschlossen", sagte Müllner. Zehn Minuten später legte Thomas Helly das 3:1 nach. Auch hier gefiel ihm die Entstehung, weil Helly im Strafraum gut eingesetzt worden sei und dann sauber abgeschlossen habe. Für Müllner waren genau diese beiden Tore der Abschnitt, in dem das Spiel in die gewünschte Richtung kippte: "Das zweite und das dritte Tor waren irgendwo der K.-o.-Schlag für Kapelln."

Nentwich verkürzt, Helly macht den Deckel drauf

Erledigt war die Partie damit aber noch nicht endgültig. In der 86. Minute verkürzte erneut Jakob Nentwich auf 2:3 und brachte Kapelln noch einmal in Reichweite. Auch bei diesem Gegentreffer sprach Müllner wieder von einer Unachtsamkeit, denn aus seiner Sicht hatte seine Mannschaft in der Defensive sonst vieles ordentlich gemacht. Umso wichtiger war das 4:2 in der Nachspielzeit, als Thomas Helly mit seinem zweiten Treffer den Deckel draufmachte. "Gott sei Dank haben wir dann noch ein Tor geschossen, so ist keine heiße Schlussphase daraus geworden", sagte Müllner. Dass Kapelln trotzdem ein unangenehmer Gegner war, strich er ausdrücklich heraus. Die Gastgeber hätten gut verteidigt, einige Angriffe unterbunden und außerdem einen sehr guten Torhüter gehabt. Auch defensiv müsse man aufmerksam bleiben, weil Jakob Nentwich und Philipp Grassl vorne immer wieder für Gefahr sorgen können.

Viel Lob für die eigene Reaktion

Über den Sieg stellte Müllner vor allem die Reaktion seiner Mannschaft nach der Niederlage im Derby der Vorwoche. Er sprach von einer "sehr guten, geschlossenen Mannschaftsleistung", von "Spielfreude" und "Spielwitz", die diesmal wieder da gewesen seien. Dazu kam aus seiner Sicht eine disziplinierte Vorstellung, während es auch rund um den Unparteiischen kaum etwas zu diskutieren gab. "Es war ein faires Spiel. Der Schiedsrichter hat das aus meiner Sicht souverän geleitet und sicher keinen entscheidenden Einfluss auf das Spiel genommen", sagte Müllner. Den Unterschied zwischen beiden Mannschaften sah er klar in der Offensive. "Die Anzahl der Chancen und unsere Offensivleistung waren sicher der entscheidende Faktor", meinte er und ergänzte, Kapelln habe aus dem Spiel heraus "eigentlich keine nennenswerte Chance" gehabt. Maria Anzbach hält damit nach fünf Runden bei zwölf Punkten und bleibt vorne dabei, während Müllner Kapelln trotz der nächsten Niederlage zutraut, im Herbst noch einige Punkte zu holen.

1. Klasse West-Mitte: FC Kapelln : Maria Anzbach - 2:4 (1:1)

  • 93
    Thomas Helly 2:4
  • 86
    Jakob Nentwich 2:3
  • 70
    Thomas Helly 1:3
  • 60
    Tilman Johannes Schober 1:2
  • 42
    Jakob Nentwich 1:1
  • 14
    Thomas Winter 0:1