In der 1. Klasse West-Mitte setzte sich USC Markersdorf gegen Sportunion Hofstetten-Grünau mit 6:2 durch. Was nach 35 Minuten nach einer ganz klaren Sache aussah, wurde nach der Pause noch einmal unangenehm. Trainer Christian Hasenberger sprach von einem Traumstart, warnte nach dem Heimsieg aber auch davor, wie schnell so ein Spiel kippen kann, wenn man nur ein wenig nachlässt.

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Markersdorf legte los, als sollte die Partie schon in der Anfangsphase entschieden werden. Schon in der 1. Minute brachte Huba Lörincz die Gastgeber in Führung, in der 9. und 16. Minute legte Christopher Grilz mit einem Doppelpack nach, ehe Marco Huber nach 27 Minuten auf 4:0 stellte. Christian Hasenberger sprach deshalb von einem "Traumstart" und davon, dass seine Mannschaft in dieser Phase "richtig präsent" gewesen sei. Für den Trainer war das der Kern des Abends: hohes Pressing, gewonnene zweite Bälle und enormer Druck nach vorne. "Nach dem 4:0 hätte es weit höher stehen können, es hätte auch 5:0, 6:0 oder 7:0 stehen können", sagte er. Erst mit dem 4:1 durch Julian Paukowitsch in der 36. Minute bekam die bis dahin ganz klare Anfangsphase den ersten kleinen Bruch.
Genau diesen Bruch hob der Markersdorfer Trainer nach dem Spiel auch als Warnung hervor. Seine Mannschaft nahm nach seiner Darstellung etwas Tempo heraus, kassierte noch vor der Pause das 4:1 und kam dann "ein bisschen leichtfertig" aus der Kabine. Luca Swatek verkürzte in der 47. Minute auf 4:2, und plötzlich war die Partie nicht mehr so einseitig, wie es die erste halbe Stunde vermuten ließ. Hasenberger erinnerte daran, dass Hofstetten danach noch einen "Lattenschuss" und eine Doppelchance hatte: "Da hätte das 4:3 stehen können. Dann hätte der Hut noch einmal richtig gebrannt." Für ihn war das auch der Beleg, dass der Gegner sofort gefährlich werden kann, wenn der Druck nicht mehr groß genug ist. Erst Fabian Köberl stellte in der 69. Minute auf 5:2 und sorgte wieder für klare Verhältnisse. Als Christopher Grilz fünf Minuten später seinen dritten Treffer zum 6:2 nachlegte, war der Deckel endgültig drauf.
Dass der Sieg dennoch klar ausfiel, führte Hasenberger in erster Linie auf diese starke erste Phase zurück. "Wir haben richtig gut nach vorne gearbeitet, die zweiten Bälle gehabt und den Gegner vor große Probleme gestellt", sagte der Trainer. Wie gut Markersdorf die Partie da im Griff hatte, unterstrich für ihn diese Phase zusätzlich. Gleichzeitig blieb er trotz der sechs Tore nicht nur beim Lob. "Verbessern müssen wir, dass wir nie in eine Situation kommen, in der wir glauben, wir sind schon zufrieden", erklärte Hasenberger. Gerade im Amateurfußball könne man nicht über neunzig Minuten denselben Druck erzeugen, aber die Konzentration müsse trotzdem stimmen. Besonders gefiel ihm, wenn seine Mannschaft so zu Treffern kommt wie beim 1:0 oder 4:0: "Wenn wir über die Seiten kommen und den Ball hineinbringen, ist das natürlich genial."
Zusätzlich bekam der Heimsieg für Hasenberger noch deshalb besonderes Gewicht, weil Markersdorf derzeit nicht aus dem Vollen schöpfen kann. Der Trainer verwies nach dem Spiel auf mehrere Ausfälle und sprach seiner Mannschaft dafür ein großes Kompliment aus. Lukas Lahmer fehlte, Zoran Marinovic war gesperrt und Esad Keserovic hat laut Hasenberger überhaupt noch kein Spiel bestritten. "Da muss ich der Mannschaft ein Riesenkompliment machen, was wir da kompensieren können", sagte der Trainer, der ausdrücklich betonte, wie konstant seine Elf trotz dieser Situation abliefert. Nach sechs Runden hält Markersdorf damit bei 15 Punkten und steht an der Spitze der Tabelle. Hasenberger fasste den Unterschied an diesem Abend so zusammen: "Der Siegeswille war von Anfang an auf unserer Seite." Genau dieser Zugriff brachte den frühen Vorsprung, und genau an dieser Konsequenz will er mit seiner Mannschaft nun weiter festhalten.