In der 1. Klasse West-Mitte hat sich die USG Alpenvorland am Samstag mit 3:2 gegen den ASV Ofenbinder Spratzern durchgesetzt. Nach einer zunächst zähen Anfangsphase brachten Jakub Stefancin, David Kerschner und Elias Kerschner die Gastgeber auf Kurs. Weil Spratzern durch Simon Giesinger und Florian Benesch aber zweimal verkürzte, blieb es bis zum Ende knapp. Trainer Martin Stupphann sah trotzdem über weite Strecken die bessere und kontrolliertere Mannschaft auf seiner Seite.

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Stupphann machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, wie er die Kräfteverhältnisse gesehen hatte. „Wir waren von Anfang bis zum Schluss die spielerisch bessere Mannschaft“, sagte der Trainer, schob aber gleich hinterher, dass seine Elf zunächst Geduld gebraucht habe. „Die ersten 20 Minuten haben wir gebraucht, bis wir richtig im Spiel waren.“ Genau diese Phase erklärte auch, warum Alpenvorland trotz der aus seiner Sicht besseren Anlage erst spät in Führung ging. Mit zunehmender Spielzeit kamen die Gastgeber aber besser hinein, wurden klarer in ihren Aktionen über die Seiten und belohnten sich in der 44. Minute. Das 1:0 durch Jakub Stefancin fiel nach einer Hereingabe und einer Kopfballablage von Niklas Lindner, so beschrieb es der Trainer, und dieser Treffer kurz vor der Pause war für Alpenvorland ein günstiger Zeitpunkt. Mit dem 1:0 ging es in die Kabinen, und aus Sicht der Heimischen war damit auch der Spielverlauf endlich auf der Anzeigetafel angekommen.
Nach der Pause blieb Alpenvorland zunächst am Drücker. Stupphann sprach davon, dass seine Mannschaft „sehr gut angefangen“ und das Spiel weiter kontrolliert habe, und genau in diese Phase fiel auch das 2:0. In der 56. Minute erhöhte David Kerschner, nachdem Alpenvorland laut Trainer mit einem schönen Seitenwechsel von links auf rechts durchkam. Ganz entschieden war die Partie damit aber noch nicht. Spratzern, von Stupphann als „junge, dynamische“ und zugleich „bissige“ Mannschaft beschrieben, kam in der 75. Minute durch Simon Giesinger auf 2:1 heran und hielt die Begegnung damit offen. Alpenvorland fand allerdings noch einmal die passende Antwort. In der 84. Minute stellte Elias Kerschner mit dem 3:1 wieder den Zwei-Tore-Abstand her, erneut nach einer Hereingabe von der Seite, erneut mit einem Kopfballabschluss. Dass Florian Benesch in der 95. Minute noch auf 3:2 verkürzte, änderte nichts mehr am Heimsieg, zeigte aber, warum Stupphann von einer Partie sprach, in der sich seine Mannschaft das Leben unnötig schwer gemacht habe.
Der Trainer fand nach dem Spiel also Lob und Kritik zugleich. Positiv hob er hervor, dass seine Mannschaft wieder als Einheit aufgetreten sei. „Wir sind als Mannschaft aufgetreten“, sagte Stupphann, und genau das war für ihn auch einer der Unterschiede zu Spratzern. Dazu kam die Bereitschaft, gegen den Ball konsequent zu arbeiten. „Wir haben gekämpft bis zum Schluss und wir wollten den Sieg heute unbedingt“, sagte er. Weil Spratzern spielerisch Qualität mitbringe, sei es wichtig gewesen, körperbetont zu spielen und stets eng am Gegner zu sein. Gleichzeitig sparte Stupphann den größten offenen Punkt nicht aus. „Wir machen uns das Leben selber schwer, weil wir noch zu viele Chancen vergeben“, erklärte er. Schon vor dem 2:1 habe Alpenvorland Möglichkeiten auf das 3:0 liegen gelassen, nach dem 3:1 kamen laut Trainer sogar noch zwei hundertprozentige Chancen dazu, mit denen die Partie endgültig hätte entschieden werden können. Genau dort sieht er das klare Verbesserungspotenzial: „Da muss man ein paar Tore draus machen.“ So blieb unter dem Strich ein verdienter 3:2-Erfolg, bei dem Alpenvorland vieles richtig machte, sich den ruhigen Schluss aber mit der schwachen Verwertung selbst nahm.