Spielberichte

"Die zwei Tore vor der Pause waren entscheidend" – Kirchberg lässt es nach 3:0 noch einmal eng werden

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SC Kirchberg/P.
TSU Hafnerbach

In der 1. Klasse West-Mitte hat der Sportclub Kirchberg an der Pielach gegen die TSU Förthof Hafnerbach einen 4:2-Heimsieg eingefahren. Lange war die Partie offen, ehe zwei Tore unmittelbar vor der Pause das Spiel klar in die Kirchberger Richtung schoben. Nach dem 3:0 wurde es zwar noch einmal unnötig spannend, am Ende stand laut Obmann-Stellvertreter Jürgen Grasmann aber trotzdem ein souveräner Erfolg.

Weiß-Blauer Ball auf Rasen

Foto von Mick Haupt auf Unsplash

Der Doppelschlag kippt eine offene Partie

Jürgen Grasmann erlebte zunächst einen Abend, in dem sich lange keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. "Das Spiel war bis zur 43. Minute ziemlich ausgeglichen", sagte der Kirchberger Funktionär, und genau so stellte sich die erste Hälfte aus seiner Sicht auch dar. Hafnerbach war nach seiner Einschätzung bis dahin ebenbürtig und hätte sogar selbst in Führung gehen können. Auf der anderen Seite hatte auch Kirchberg eine große Gelegenheit, als David Copko alleine vor dem Tormann auftauchte. Dass die Gastgeber trotzdem mit einem klaren Vorteil in die Kabine gingen, lag an zwei Szenen kurz vor dem Pausenpfiff. In der 44. Minute brachte Luca Masching seine Mannschaft nach einem Freistoß per Kopf mit 1:0 in Front, kurz darauf erhöhte Pavol Sivak nach einem Foul an Copko vom Elfmeterpunkt auf 2:0. "Die zwei Tore kurz vor der Pause waren heute ganz entscheidend", hielt Grasmann fest und sah genau dort den Moment, in dem das Spiel auf die Seite der Kirchberger kippte.

Nach dem 3:0 kommt Hafnerbach noch einmal heran

Nach dem Seitenwechsel schien die Partie zunächst endgültig auf Schiene zu sein. In der 67. Minute fiel das 3:0 durch ein Eigentor von Mathias Jakob, und damit hatte Kirchberg genau jenen Vorsprung, der einem Heimteam eigentlich Sicherheit geben sollte. Gerade deshalb war Grasmann mit der folgenden Phase nicht zufrieden. "Wir haben schon geglaubt, das Spiel ist zu unseren Gunsten entschieden, und dann haben wir es trotzdem noch einmal spannend gemacht", sagte er. Zunächst verkürzte Jakub Nemec in der 72. Minute auf 3:1, später brachte Berzan Kayan Hafnerbach in der 85. Minute sogar bis auf 3:2 heran. Für Grasmann lag der Grund dafür nicht in einer langen Drangphase des Gegners, sondern in eigenen Fehlern. Das 3:1 sei nach einer Unsicherheit im Anschluss an einen Eckball entstanden, auch vor dem zweiten Gegentor sprach er von einer Unsicherheit in der Abwehr. Erst in der Nachspielzeit machte David Copko mit dem 4:2 endgültig alles klar und nahm der Schlussphase den letzten Rest an Spannung.

Geschlossene Mannschaftsleistung als Grundlage

Trotz der beiden Gegentore wollte Grasmann den Blick nicht nur auf diese kurze wacklige Phase richten. Für ihn war vor allem wichtig, dass Kirchberg als Mannschaft funktioniert hat. "Entscheidend war sicher die geschlossene Mannschaftsleistung", sagte er, und er führte weiter aus, dass alle Spieler gut gekämpft und teilweise auch gut gespielt hätten. Genau darin sah er die größte Stärke seines Teams. Zusätzlich hob er einen "souveränen Tormann" hervor und sprach auch den eigenen Stürmer an, "der vorne sehr gut die Bälle hält und uns immer wieder zu Chancen bringt". Auch den Gegner ordnete er fair ein. Hafnerbach sei bis kurz vor der Pause ein ebenbürtiger Gegner gewesen, deshalb bekamen die zwei Treffer vor dem Seitenwechsel in seiner Analyse noch mehr Gewicht. Eine strittige Szene blieb für Grasmann dabei nur eine Randnotiz. Insgesamt habe der Schiedsrichter das Spiel aber "immer unter Kontrolle gehabt".

Gute Stimmung vor dem Duell mit SV Ratzersdorf

Unter dem Strich blieb für Kirchberg damit ein Abend, der vor allem wegen des Ergebnisses und der Ausbeute hängen bleiben wird. Vier Treffer und drei Punkte sorgen dafür, dass die Mannschaft mit einem guten Gefühl aus dieser Runde geht. Grasmann sprach nach dem Schlusspfiff von einem "souveränen Sieg", verschwieg dabei aber nicht, dass die zehn Minuten nach dem 3:0 ein Thema bleiben werden. "Das muss man sicher in den Griff kriegen", sagte er mit Blick auf die beiden Gegentore. Gleichzeitig zeigte sich, dass der Erfolg intern als wichtiger Schritt gesehen wird. "Die Stimmung in der Mannschaft ist nach zwei Siegen natürlich sehr gut", meinte Grasmann. Viel Zeit zum Zurücklehnen bleibt allerdings nicht, denn nächste Woche wartet mit dem punktgleichen SV Ratzersdorf die nächste schwere Aufgabe. Kirchberg will dort nach den Worten des Obmann-Stellvertreters "mit dem nächsten Sieg nachlegen".

1. Klasse West-Mitte: SC Kirchberg : Hafnerbach - 4:2 (2:0)

  • 95
    David Copko 4:2
  • 85
    Berzan Kayan 3:2
  • 72
    Jakub Nemec 3:1
  • 67
    Eigentor durch Mathias Jakob 3:0
  • 45
    Pavol Sivak 2:0
  • 44
    Luca Masching 1:0