Spielberichte

„Nach dem 0:2 war es wie auf einer schiefen Ebene“ – Gerersdorf verliert daheim 0:4

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FCU Gerersdorf/E.
1. SV Maria Anzbach

In der 1. Klasse West-Mitte musste sich FCU Gerersdorf/E. am Sonntag dem 1. SV Maria Anzbach mit 0:4 geschlagen geben. Franz Haiderer sah zunächst eine Partie auf Augenhöhe, ehe das 0:1 kurz vor der Pause und das schnelle 0:2 nach Seitenwechsel den Ausschlag gaben. Danach, so der Obmann, lief das Spiel aus Gerersdorfer Sicht „wie auf einer schiefen Ebene“.

Nahaufnahme der Beine eines Spielers mit blauen Fußballschuhen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Ausgeglichen bis kurz vor der Pause

Lange Zeit war es für Haiderer ein Spiel, in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. „Die erste Hälfte war relativ ausgeglichen. Es hat sich eigentlich keine Mannschaft direkt ein Übergewicht erarbeiten können“, sagte der Obmann nach der Partie. Gerade deshalb ärgerte ihn, dass die Gastgeber ihre beste Möglichkeit vor der Pause nicht nutzen konnten. Über Alyas Hamkar wäre aus seiner Sicht sogar die Führung möglich gewesen, doch der Tormann der Gäste war zur Stelle. Umso bitterer fiel dann die Szene in der 37. Minute ins Gewicht, als Thomas Helly nach einem Missverständnis in der Gerersdorfer Innenverteidigung das 0:1 machte. „Wenn wir mit 0:0 in die Pause gegangen wären, wäre es natürlich auch einfacher gewesen“, meinte Haiderer, der dieses Gegentor schon als ersten klaren Einschnitt im Spielverlauf einordnete.

Das 0:2 nimmt Gerersdorf den Boden unter den Füßen weg

Nach dem Seitenwechsel versuchte Gerersdorf mit einem Wechsel die Offensive zu beleben und noch einmal Druck aufzubauen. Der gewünschte Effekt blieb aber aus, weil Maria Anzbach früh nachlegte. In der 54. Minute erhöhte Tilman Schober auf 0:2, und genau dort sah Haiderer den eigentlichen Knackpunkt der Begegnung. „Der entscheidende Knackpunkt war natürlich dann das 2:0. Ab diesem Zeitpunkt war das Spiel von meiner Warte aus entschieden“, sagte er. Die Gäste blieben danach klar am Drücker und nützten ihre Chancen konsequent. Thomas Helly traf in der 60. Minute zum 0:3 und setzte in der 73. Minute mit seinem dritten Treffer auch den Schlusspunkt. Haiderers Eindruck war eindeutig: „Da haben wir leider nichts mehr entgegensetzen können.“ Damit war eine Partie, die vor der Pause noch offen gewirkt hatte, nach und nach klar in Richtung der Gäste gekippt.

Geschwächtes Mittelfeld und ein Gegner ohne Schwachpunkt

Für Haiderer lag ein Grund für die deutliche Niederlage auch in der personellen Situation seiner Mannschaft. Gerersdorf musste nach seinen Worten mit Dominik Heinzl und Simon Otzelberger auf zwei Stammspieler verzichten, und gerade dieser Ausfall traf den Gastgeber im Zentrum spürbar. „Sie sind doch das Herzstück im Mittelfeld. Das haben wir leider nicht kompensieren können“, erklärte er. Weil im Mittelfeld die gewohnte Stabilität fehlte, wurde auch der Druck auf die eigene Abwehr größer. Gleichzeitig kam Gerersdorf selbst nur selten zu Entlastung. „Wir haben uns auch in der Offensive nicht so durchsetzen können. Die Gäste sind in der Abwehr sehr gut gestanden“, sagte Haiderer. Bis auf die Möglichkeit in der ersten Hälfte fehlten nennenswerte Chancen. Eine andere Ausrede suchte der Obmann nicht, im Gegenteil: „Der Schiedsrichter war in Ordnung. Da hat es keine Probleme gegeben.“ Vielmehr hob er die Qualität des Gegners hervor. Maria Anzbach sei „eine geschlossene Truppe“, sehr zweikampfstark und nicht umsonst vorne dabei. Vor allem Thomas Helly stellte er dabei als wichtigen Faktor heraus, weil der Angreifer die sich bietenden Möglichkeiten konsequent nutzte.

Ergebnis akzeptiert, Blick schon aufs nächste Spiel

So deutlich der Endstand am Ende ausfiel, so nüchtern ordnete Haiderer die Niederlage auch ein. Nach seiner Wahrnehmung konnte Gerersdorf in der ersten Hälfte noch voll dagegenhalten, verlor das Spiel aber nach dem Seitenwechsel Schritt für Schritt aus der Hand. „Die zweite Hälfte war dann eben wie auf einer schiefen Ebene“, fasste er die Entwicklung zusammen. Deshalb hielt er auch fest, dass das 0:4 „in dieser Höhe durchaus in Ordnung“ gegangen sei. Viel länger will man sich in Gerersdorf mit dem Spiel aber nicht aufhalten. „Wir müssen vorwärts schauen und uns auf das nächste Spiel konzentrieren. Das ist jetzt das Wichtigste“, sagte Haiderer. Die Niederlage müsse rasch „wieder aus den Köpfen heraus“, denn aus Sicht des Obmanns war diese Partie zwar eine klare, aber eben auch eine, aus der seine Mannschaft schnell die richtigen Schlüsse ziehen soll.

1. Klasse West-Mitte: Gerersdorf : Maria Anzbach - 0:4 (0:1)

  • 73
    Thomas Helly 0:4
  • 60
    Thomas Helly 0:3
  • 54
    Tilman Johannes Schober 0:2
  • 37
    Thomas Helly 0:1