In der 1. Klasse West-Mitte hat der SV Ratzersdorf gegen den ASV Ofenbinder Spratzern beim 0:0 aus Sicht der Gastgeber Punkte liegen gelassen. Trainer Marc Andre Unterhuber sprach nach dem torlosen Heimspiel von "zwei verlorenen Punkten", weil seine Mannschaft die klareren Möglichkeiten hatte, sich für eine insgesamt stabile Leistung aber nicht belohnte. Vor allem offensiv blieb aus seiner Sicht zu viel liegen.

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Schon in der Anfangsphase bot sich Ratzersdorf die große Gelegenheit auf die Führung. Amin Rabah kam zum Abschluss, doch der Spratzerner Tormann reagierte stark und hielt mit dem Fuß. Danach kamen die Hausherren laut Unterhuber noch einmal in gute Situationen, wirklich zwingend wurden diese Offensivaktionen bis zur Pause aber nicht mehr. So blieb es zur Halbzeit beim 0:0, obwohl die Gastgeber früh die große Chance auf die Führung gehabt hatten.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielstand nichts, obwohl Ratzersdorf erneut die besseren Möglichkeiten vorfand. Eine weitere hundertprozentige Chance hatte Amin Rabah, doch wieder war der Gäste-Tormann zur Stelle und verhinderte das 1:0. Direkt danach kam noch eine Flanke in den Strafraum, bei der ein Ratzersdorfer zum Kopfball kam, den Ball aber neben das Tor setzte. Genau in diesen Szenen lag für Unterhuber die Erklärung für den torlosen Nachmittag. "Wir haben einfach verpasst, den Sack zuzumachen und das 1:0 zu machen", sagte er. Einen einzelnen Wendepunkt wollte der Coach deshalb auch gar nicht herausheben. "Schlüsselmomente hat es keine gegeben. Der Tormann war bei Spratzern zur Stelle und hat die Bälle super gehalten." Ratzersdorf war also mehrmals nahe dran, brachte den Ball aber nicht ins Netz.
Dass am Ende trotzdem nur ein Punkt herausschaute, machte Unterhuber vor allem deshalb so unzufrieden, weil er seine Mannschaft defensiv erneut sehr ordentlich sah. "Gut funktioniert hat wieder die Defensive Arbeit", sagte der Trainer und verwies darauf, dass sein Team hinten nur wenig zuließ. Noch deutlicher wurde er beim Blick auf den Gegner: "Spratzern hat über neunzig Minuten keine nennenswerte Torchance gehabt." Gerade deshalb wiegt das Remis aus seiner Sicht schwerer. "Aufgrund der hundertprozentigen Torchancen auf unserer Seite sind das natürlich zwei verlorene Punkte", hielt Unterhuber fest. Gleichzeitig formulierte er auch klar, wo seine Mannschaft ansetzen muss: "Wo wir nachlegen müssen, ist in der Offensive, dass wir unsere Tormöglichkeiten besser nutzen." Die Schiedsrichterleistung bezeichnete er als gut und ohne Auffälligkeiten. Ratzersdorf bleibt damit nach Runde acht zwar im Spitzenfeld, das 0:0 fühlt sich für die Gastgeber aber klar nach einer verpassten Gelegenheit an.